Marktupdate Bitcoin vs. Ethereum: Welche Miner haben die Nase vorn?

Moritz Draht

von Moritz Draht

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Moritz Draht

Moritz Draht hat Deutsche Literatur und Philosophie an der Universität Konstanz studiert. Sein Krypto-Engagement widmet sich den Zusammenhängen zwischen soziokulturellen und technischen Entwicklungen.

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Bitcoin und Ethereum Münzen vor einer Chart

Quelle: Shutterstock

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Der DeFi-Boom beschert Ethereum-Minern satte Gewinne, während Bitcoin-Miner das Nachsehen haben. Das Marktupdate.

Der Bitcoin-Kurs (BTC) ist in den letzten 24 Stunden um 1,1 Prozent abgerutscht und verbucht somit auch auf Wochensicht ein Minus von 2,1 Prozent. Beim Widerstand bei 10.800 US-Dollar ausgerutscht, hat die größte Kryptowährung Halt bei der Unterstützung von 10.500 US-Dollar gefunden und notiert zu Redaktionsschluss bei 10.610 US-Dollar.  


Bitcoin-Kurs im Wochenchart

Allzeithoch der Ethereum Hash Rate 

Der Hype um dezentrale Finanzen (DeFi) lässt das Ethereum-Netzwerk zu immer neuen Höhen aufsteigen. So kurbelt sich die Hash Rate seit Beginn des Jahres konstant hoch und hat schließlich am 6. Oktober mit 254T/s ein neues Allzeithoch erreicht.

Die Rechenleistung ist somit seit Anfang 2020 um 77 Prozent gestiegen und bewegt sich knapp über dem vorigen Spitzenniveau Mitte 2018.

Der Anstieg ist vermutlich dem raschen Wachstum des DeFi-Sektors geschuldet. Die Kapitalisierung aller in DeFi-Anwendungen eingebundenen Token (Total Value Locked, TVL) ist laut Defi Pulse seit Beginn des Jahres von 675 Millionen auf aktuell 10,2 Milliarden US-Dollar gestiegen.

Durch den DeFi-Andrang ist auch der Anteil des in Smart Contracts eingebundenen Ether-Supply stetig gestiegen. Waren es zu Beginn des Jahres noch knapp 12 Prozent, sind mittlerweile 16 Prozent der gesamten Ether-Angebotsmenge in Smart Contracts eingebunden.

Ethereum hat die Nase vor Bitcoin

Für Miner ist der DeFi-Boom ein lohnendes Geschäft. Wie aus nachfolgender Grafik ersichtlich wird, steigen die Gebühren im Ethereum-Netzwerk seit Anfang 2020 kontinuierlich an und schlagen immer häufiger in ruckartigen Anstiegen aus.

Was aus Sicht der Miner eine durchaus wünschenswerte Entwicklung darstellt, schlägt dem gemeinen Hodler immer mehr auf den virtuellen Geldbeutel. Die durchschnittlichen Transaktionsgebühren stiegen am 2. September laut bitinfocharts auf 14,50 US-Dollar. Aktuell haben sich die Gebühren mit 2,69 US-Dollar zwar wieder deutlich nach unten korrigiert, bewegen sich aber immer noch auf einem hohen Niveau. Anfang des Jahres lagen die durchschnittlichen Transaktionskosten schließlich noch bei 0,0845 US-Dollar.

So liegen die gesamten Transaktionsgebühren des Ethereum-Netzwerks den vierten Monat in Folge über dem Bitcoin-Netzwerk. Allein im September beliefen sich die gesamten Ether-Gebühren auf 166 Millionen US-Dollar, im Bitcoin-Netzwerk betrugen sie „nur“ 26 Millionen US-Dollar.

Kehren Miner Bitcoin den Rücken?

Berechnungen des Mining-Pools F2Pool zufolge ist das Ether-Mining durch den Anstieg der Transaktionsgebühren  rentabler geworden als das Bitcoin-Mining. 

Mit einem Antminer S19 Pro werden im Schnitt 4.56 US-Dollar pro 24 Stunden erwirtschaftet. Im Vergleich bringen es GTX TitanV 8 Cards von Nvidia im Ethereum-Netzwerk auf 13.93 US-Dollar. Der Ertrag von Ether-Minern liegt also bei Nutzung der leistungsstärksten Mining-Hardware derzeit drei mal höher als der von Bitcoin-Minern. Der Wert setzt sich aus Blockbelohnung und Transaktionsgebühren abzüglich Stromkosten zusammen.

Die Umverteilung der höchsten Mining-Profitabilität hat jedoch zumindest bislang keine Flucht vom Bitcoin- ins Ethereum-Netzwerk ausgelöst. Wie der hohe Wert der Bitcoin Hash Rate zeigt, halten Bitcoin Miner dem Netzwerk (noch) die Treue.

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