Bitcoin-Stromverbrauch: Uni Cambridge bringt neuen Index

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Bitcoin-Stromverbrauch: Uni Cambridge bringt neuen Index

Der Bitcoin Electricity Consumption Index (CBECI) ist online. Dieses Tool zeigt den aktuellen Energieverbrauch des Bitcoin-Netzwerks an. Im Gegensatz zu anderen Programmen geht der von der Cambridge University entwickelte Index von einem vergleichsweise niedrigen Energieverbrauch durch Bitcoin aus. Die Kryptowährung ist seit geraumer Zeit hinsichtlich ihres Energieverbrauchs umstritten.

Die Cambridge University entwickelte ein Programm, welches in Echtzeit den Energieverbrauch im Bitcoin-Netzwerk anzeigt. Der Bitcoin Electricity Consumption Index (CBECI) ist seit dem 3. Juli online und unterscheidet sich in der Verbrauchsschätzung signifikant von vergleichbaren Plattformen. Herausgebracht hat das Tool das Cambridge Centre for Alternative Finance (CCAF), ein Forschungszentrum der Cambridge Judge Business School.

Als Ziel der Veröffentlichung nannten die Forscher die wachsenden Sorgen hinsichtlich eines vermeintlich überhöhten Energieverbrauchs des BTC-Netzwerks. Dieser basiert auf kryptographischen Operationen im Zuge des Minings der Kryptowährung. Beim Schürfprozess neuer Bitcoin kommt nämlich der Proof-of-Work-Mechanismus zur Bestätigung von Transaktionen zum Einsatz. Dieser steigert mit der Zeit seinen Verbrauch.

CBECI aktualisiert sich alle 30 Sekunden

Obwohl die Debatte um Bitcoins Energieverbrauch und damit den CO2-Fußabdruck hitzig geführt wird, bleiben konkrete Daten vage. Einerseits empören sich manche Stimmen lautstark darüber, BTC würde mehr Strom verbrauchen als beispielsweise Österreich. Andererseits sind die Messmethoden für den tatsächlichen Verbrauch nicht einheitlich und liefern in der Regel nur Momentaufnahmen. Diese Zahlen sind deshalb nur schwer vergleichbar.

Das Bitcoin Electricity Consumption Index bietet Experten, Politikern und Journalisten ein neutrales und verbraucherfreundliches Werkzeug, um den Energieverbrauch von Bitcoin zu erfassen und die eigenen Positionen argumentativ zu unterlegen. Die Zahlen aktualisieren sich zunächst alle 30 Sekunden selbst. Das Modell, welches die Cambridge-Wissenschaftler verwenden, besteht weiterhin aus einer Vielzahl kombinierter Methoden, unter anderem aus 60 verschiedenen Mining-Hardware-Geräten. Zudem ist das System in einem ständigen Optimierungsprozess begriffen.

In einer zweiten Phase wollen die Entwickler des CBECI eine interaktive geografische Karte in die Analyse integrieren. Mithilfe dieser können die User dann Vergleiche zwischen einzelnen Regionen ziehen und eine global differenzierte Untersuchung vom Energieverbrauch des Bitcoin-Minings durchführen.

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