Bitcoin Mining: Kanadisches Unternehmen meldet Insolvenz an

Anton Livshits

von Anton Livshits

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Anton Livshits

Anton Livshits absolviert ein Masterstudium der Kulturwissenschaften an der Universität Leipzig. Seine Beschäftigung mit Krypto-Themen ist das Resultat eines grundlegenden Interesses am Wechselspiel von technischer Innovation und gesellschaftlichem Wandel.

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Der Bitcoin-Mining-Markt ist ein hart umkämpftes Pflaster. Während große Player aus China weltweit den Ton angeben, wird der Platz auf den hinteren Rängen zunehmend eng. Das jüngste Opfer der Marktkonsolidierung ist ein Unternehmen aus Kanada. Trotz staatlicher Förderung stellte Great North Data die eigene Schürfoperation ein.

Das kanadische Bitcoin-Mining-Unternehmen Great North Data hat sich für zahlungsunfähig erklärt. Der Schuldenberg des Unternehmens beläuft sich demnach auf 10 Millionen US-Dollar. An Firmenvermögen kann das Unternehmen hingegen lediglich 3,5 Millionen US-Dollar (4,6 Millionen kanadische Dollar) vorweisen. Zu den Gläubigern der Mining-Firma zählen dabei vor allem staatliche Geldgeber.


Nach Angaben der öffentlichen Nachrichtenanstalt CBC eröffnete Great North Data bereits Ende November ein Bankrottverfahren.  Das Unternehmen betrieb seine Rechenzentren zuvor in der Region Labrador im Osten Kanadas. Die Rechenleistung nutzte es neben dem Schürfen von Bitcoin auch für das Prozessieren von Algorithmen für Künstliche Intelligenz. Die genauen Ursachen für die Insolvenz sind zum jetzigen Zeitpunkt unklar. Ein offizielles Statement seitens des Unternehmens steht weiterhin aus, auch die Webseite der Firma ist momentan offline.

Bitcoin Mining mit staatlicher Förderung?

Während die Gründe für den Bankrott vorerst im Dunkeln bleiben, lassen sich zumindest einige Gläubiger der gescheiterten Bitcoin-Mining-Operation benennen. Denn das Unternehmen mit Sitz in der kanadischen Provinz Labrador und Neufundland sammelte über die Jahre Mittel von verschiedenen staatlichen Stellen auf Provinz- und auf Bundesebene.

281.675 kanadische Dollar schuldet Great North Data etwa der Atlantic Canada Opportunities Agency (ACOA). Diese Regierungsbehörde kümmert sich um die Förderung der Wirtschaft in den kanadischen Regionen entlang der Küste des atlantischen Ozeans. Das bankrotte Mining-Unternehmen erhielt von der ACOA bereits im Jahr 2015 eine halbe Million kanadischer Dollar. Die Behörde gab gegenüber CBC an, mit Great North Data in Kontakt zu stehen.

Das Bitcoin-Mining-Unternehmen hat weiterhin Schulden bei der Provinzregierung von Neufundland und Labrador. Der ausstehende Betrag von 313.718 kanadischen Dollar ist in diesem Fall allerdings durch die Maschinen sowie das Land, das sich im Besitz von Great North Data befindet, abgesichert.

Trotz staatlicher Förderung geriet das Unternehmen immer wieder in den Fokus öffentlicher Kritik. Noch im August dieses Jahres sah sich der CEO der Mining-Farm zur Verteidigung der eigenen Schürfoperation genötigt. Die Vorwürfe gegen Great North Data betrafen Fragen der Stromnutzung, der Bereitstellung von Arbeitsplätzen und insbesondere die hohe Lautstärke der verwendeten Lüftungs- und Kühlsysteme.

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