Bitcoin Mining China kontrolliert fast zwei Drittel der Hash Rate

Christopher Klee

von Christopher Klee

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Christopher Klee

Christopher Klee hat Literatur- und Medienwissenschaften sowie Informatik an der Universität Konstanz studiert. Seit 2017 beschäftigt sich Christopher mit den technischen und politischen Auswirkungen der Krypto-Ökonomie.

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Hand mit chinesischer Flagge reicht den Armen einen Bitcoin
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Die meisten neuen Bitcoin gehen nach China: Das Land zeichnet für 65 Prozent der Bitcoin Hash Rate verantwortlich. Das geht aus Daten der Cambridge University hervor.

Es ist kein Geheimnis, dass das Bitcoin Mining in Ländern mit niedrigen Strompreisen besonders floriert. Wer Strom zum Schleuderpreis erhält, kann sich nicht ausschließlich nur über eine größere Gewinnmarge freuen, sondern auch mehr für Mining Hardware ausgeben. Dabei ist die Hash Rate, also die Rechenpower, die das Bitcoin-Netzwerk absichert, sehr ungleich auf dem Globus verteilt.

65 Prozent der Bitcoin Hash Rate ist „Made in China“


Ein Blick auf die Bitcoin Mining Map der Cambridge University offenbart, dass chinesische Mining Pools das Bitcoin-Netzwerk dominieren. Mit 65 Prozent zeichnete das Reich der Mitte für einen überwältigen Anteil der Bitcoin Hash Rate im April verantwortlich. Die chinesische Provinz Xinjiang stellte alleine 35 Prozent der gesamten Bitcoin Hash Rate zur Verfügung.

China dominiert das Bitcoin Mining

Zum Vergleich: Für Deutschland vermeldet das Zentrum für alternatives Finanzwesen der Cambridge University einen Hash-Rate-Anteil von lediglich 0,56 Prozent. Dieser mickrige Wert liegt vor allem darin begründet, dass Deutschland in einer anderen Kategorie zu den weltweiten Spitzenreitern gehört:

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Quelle: Statista

Auch die USA und Russland gelten als Billigstrom-Länder – entsprechend hoch fällt ihr Anteil an der Bitcoin Mining Hash Rate aus.

Bitcoin Hash Rate im Ländervergleich.

Die Daten zeigen: Selbst wenn sich US-amerikanische und russische Miner zusammen tun würden, könnten sie nur einen Bruchteil der Rechenpower von Chinas Mining Pools erreichen.

Die Gefahr einer 51-Prozent-Attacke

Der Umstand, dass chinesische Miner knapp zwei Drittel der Bitcoin Hash Rate stellen, ruft regelmäßig Bedenkenträger auf den Plan. Neben einem Konflikt mit dem Krypto-Ideal der Dezentralisierung sehen Manche die Gefahr einer chinesischen 51-Prozent-Attacke. So könnten sich die chinesischen Mining Pools theoretisch zusammenschließen, um die Bitcoin Blockchain zu ihrem Vorteil zu manipulieren. So wären beispielsweise Double Spends möglich, also die doppelte Ausgabe ein und derselben Bitcoin-Einheit. Auch die Zensur von Transaktionen könnte im Zuge einer 51-Prozent-Attacke erfolgen.

Allerdings könnten die Miner weder die an der Zahl der pro Block geminten BTC noch an der den grundlegenden Konsensregeln des Netzwerks Hand anlegen, da die Full Nodes entsprechende Blöcke ablehnen würden. Bitcoin ist so konzipiert, dass ehrliche Akteure einen Vorteil gegenüber böswilligen Netzwerkteilnehmern haben. Sollte eines Tages dennoch ein mächtiger Akteur (wie etwa ein Staat) einen Großteil Hash Rate von Bitcoin an sich reißen wollen, bleibt als ultima Ratio immer noch die Möglichkeit einer Hard Fork.

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