Bitcoin-Kurs fällt um 25 % – eine Einordnung

Dr. Philipp Giese

von Dr. Philipp Giese

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Dr. Philipp Giese

Dr. Philipp Giese arbeitet als Chief Analyst für BTC-ECHO und ist auf die Bereiche Chartanalyse und Technologie spezialisiert. Der promovierte Physiker kann dabei auf jahrelange Berufserfahrung als technologischer Berater zurückgreifen. Zudem ist er zentraler Ansprechpartner im Discord-Channel von BTC-ECHO und pflegt als Speaker und Interviewer den Austausch mit Startups, Entwicklern und Visionären.

Quelle: Businessman is disappointed from losing in stock exchange, economic crisis concept

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Innerhalb weniger Tage fiel Bitcoin von über 16.000 Euro auf knapp 12.000 Euro und verlor damit 25 % seines Wertes. Bis auf wenige Ausnahmen wie Ripple oder Lisk sieht das Bild bei anderen Kryptowährungen ähnlich aus. Wie ist der Kurssturz zu interpretieren?

Das aktuelle Pattern kennt man: Der Kurs steigt, die Medien überschlagen sich, so dass selbst die Bildzeitung und andere über Bitcoin berichten – nun fällt der Bitcoin-Kurs und der Begriff Tulpenblase wird inflationär genutzt. Doch wie dramatisch ist die aktuelle Kursbewegung zu beurteilen? Ist es wirklich der Anfang vom Ende?


Es ist noch etwas verfrüht, nun das Ende von Bitcoin oder das Platzen einer angeblichen Blase zu verkünden. Auch wenn wir uns aktuell in einer ordentlichen Korrektur befinden, dessen Ende nicht sichtbar ist, kann man zum aktuellen Zeitpunkt sagen, dass diese prozentual betrachtet zu den kleinsten des Jahres gehört:

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Lediglich die Korrektur im letzten Monat war geringer. Im September und im Juli ist der Kurs um über 30 % gefallen – zur weiteren Geschichte muss nichts gesagt werden.

Doch selbst wenn Bitcoin weiter stürzen würde – wäre das wirklich das Ende von Bitcoin? Wenn wir auf die Entwicklung der letzten Monate schauen merken wir, dass das Wachstum nicht gerade linear war:

Resistances basierend auf temporären Kursmaxima wurden mehrfach durchbrochen. Um es anschaulich zu machen: Der Kursanstieg, welcher in Rot eingezeichnet ist und die Maxima im Februar, im Juni, im August und im September gut beschreibt, kommt einem Wertgewinn von fast 500 % in einem Jahr gleich. Wertanlagen, welche 30-40 % monatlich erwirtschaften, gibt es wenige. Selbst diese an sich schon unglaubliche Entwicklung wurde von Bitcoin seit November übertroffen: Innerhalb eines Monats hat der Kurs um 50 % zugelegt. Schließlich war selbst diese blau eingezeichnete Entwicklung zu langsam, was zu einem Kursanstieg von 60 % führte – innerhalb von zehn Tagen!

Dass der Blick auf das eigene Portfolio in solchen Zeiten weh tut gehört dazu – persönlich werde ich deshalb in den Feiertagen diesen Blick vermeiden. Doch von einem Ende der seit einem Jahr verfolgten Aufwärtsbewegung kann man auch noch nicht sprechen. Eher ist zu überlegen, wann wieder Bitcoin gekauft werden könnte. Aktuell wird die ehemalige Resistance des ursprünglichen Aufwärtskanals heiß umkämpft – diese oder der Support des Aufwärtskanals stellen gute Supports dar und sind entsprechend mögliche (Wieder-)Einstiegspunkte.

In dem Sinne wünsche ich trotz aller roter Kerzen eine besinnliche Weihnacht, die nicht durch eine Korrektur überschattet wird.

Disclaimer: Die auf dieser Seite dargestellten Kursschätzungen stellen keine Kauf- bzw. Verkaufsempfehlungen dar. Sie sind lediglich eine Einschätzung des Analysten.

BTC-ECHO

Bild auf Basis von Daten von bitstamp.net

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