Bitcoin-Kurs fällt um 25 % – eine Einordnung

Quelle: Businessman is disappointed from losing in stock exchange, economic crisis concept

Bitcoin-Kurs fällt um 25 % – eine Einordnung

Innerhalb weniger Tage fiel Bitcoin von über 16.000 Euro auf knapp 12.000 Euro und verlor damit 25 % seines Wertes. Bis auf wenige Ausnahmen wie Ripple oder Lisk sieht das Bild bei anderen Kryptowährungen ähnlich aus. Wie ist der Kurssturz zu interpretieren?

Das aktuelle Pattern kennt man: Der Kurs steigt, die Medien überschlagen sich, so dass selbst die Bildzeitung und andere über Bitcoin berichten – nun fällt der Bitcoin-Kurs und der Begriff Tulpenblase wird inflationär genutzt. Doch wie dramatisch ist die aktuelle Kursbewegung zu beurteilen? Ist es wirklich der Anfang vom Ende?

Es ist noch etwas verfrüht, nun das Ende von Bitcoin oder das Platzen einer angeblichen Blase zu verkünden. Auch wenn wir uns aktuell in einer ordentlichen Korrektur befinden, dessen Ende nicht sichtbar ist, kann man zum aktuellen Zeitpunkt sagen, dass diese prozentual betrachtet zu den kleinsten des Jahres gehört:

TeilnehmerGewünschtes VerhaltenPrioritätAnreizMögliche TokenlösungNotwendigkeit für Token
MinerErstellen von neuen Blöcken, Verifizierung von TransaktionenhochfinanziellErhält neu generierte Coins sowie Transaktionsgebühren, beides in BTC/Satoshihoch
Node-HosterVerwaltung der Blockchain, Verifizierung von Transaktionenhochideell*keine notwendigkeine
EntwicklerEntwickeln von Clients, die Bitcoin-Protokoll realisierenmittelideellkeinekeine
NutzerNutzung von Store of value und Medium of exchangehochideellCoins, die mithilfe von keiner dritten Partei kontrollierbaren Keypairs verwaltet werden könnenhoch

Lediglich die Korrektur im letzten Monat war geringer. Im September und im Juli ist der Kurs um über 30 % gefallen – zur weiteren Geschichte muss nichts gesagt werden.

Lies auch:  Und der Tauchgang geht weiter: Bitcoin-Kurs unter 4.000 US-Dollar

Doch selbst wenn Bitcoin weiter stürzen würde – wäre das wirklich das Ende von Bitcoin? Wenn wir auf die Entwicklung der letzten Monate schauen merken wir, dass das Wachstum nicht gerade linear war:

Resistances basierend auf temporären Kursmaxima wurden mehrfach durchbrochen. Um es anschaulich zu machen: Der Kursanstieg, welcher in Rot eingezeichnet ist und die Maxima im Februar, im Juni, im August und im September gut beschreibt, kommt einem Wertgewinn von fast 500 % in einem Jahr gleich. Wertanlagen, welche 30-40 % monatlich erwirtschaften, gibt es wenige. Selbst diese an sich schon unglaubliche Entwicklung wurde von Bitcoin seit November übertroffen: Innerhalb eines Monats hat der Kurs um 50 % zugelegt. Schließlich war selbst diese blau eingezeichnete Entwicklung zu langsam, was zu einem Kursanstieg von 60 % führte – innerhalb von zehn Tagen!

Dass der Blick auf das eigene Portfolio in solchen Zeiten weh tut gehört dazu – persönlich werde ich deshalb in den Feiertagen diesen Blick vermeiden. Doch von einem Ende der seit einem Jahr verfolgten Aufwärtsbewegung kann man auch noch nicht sprechen. Eher ist zu überlegen, wann wieder Bitcoin gekauft werden könnte. Aktuell wird die ehemalige Resistance des ursprünglichen Aufwärtskanals heiß umkämpft – diese oder der Support des Aufwärtskanals stellen gute Supports dar und sind entsprechend mögliche (Wieder-)Einstiegspunkte.

Lies auch:  Altcoin-Marktanalyse KW4 – Bitcoin & Co. im Seitwärtsgang

In dem Sinne wünsche ich trotz aller roter Kerzen eine besinnliche Weihnacht, die nicht durch eine Korrektur überschattet wird.

Disclaimer: Die auf dieser Seite dargestellten Kursschätzungen stellen keine Kauf- bzw. Verkaufsempfehlungen dar. Sie sind lediglich eine Einschätzung des Analysten.

BTC-ECHO

Bild auf Basis von Daten von bitstamp.net

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