Marktupdate Bitcoin-Kurs (BTC) setzt zum Angriff auf 10.000 US-Dollar an

Moritz Draht

von Moritz Draht

Am · Lesezeit: 4 Minuten

Moritz Draht

Moritz Draht hat Deutsche Literatur und Philosophie an der Universität Konstanz studiert. Sein Krypto-Engagement widmet sich den Zusammenhängen zwischen soziokulturellen und technischen Entwicklungen.

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Quelle: Shutterstock

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Seitdem der Bitcoin-Kurs (BTC) in den gestrigen Mittagsstunden kurz gefallen war, dreht er ins Plus und nähert sich allmählich wieder der Marke von 10.000 US-Dollar. Derweil wurden die Stellschrauben für die Mining Difficulty neu justiert.

Nach einem raschen Auf und Ab von knapp 300 US-Dollar von 9.576 auf 9.855 US-Dollar in den gestrigen Mittagsstunden, bewegt sich der Bitcoin-Kurs (BTC) seither in einer Spanne von 200 US-Dollar zwischen 9.600 und 9.800 US-Dollar. Mit einem Plus von 1.5 Prozent in den letzten 24 Stunden notiert der Bitcoin-Kurs somit bei 9.746 US-Dollar und behauptet auf Wochensicht einen stolzen Kursgewinn von 10,7 Prozent. Als Kursziel gilt weiterhin die wichtige Marke von 10.000 US-Dollar, die der Bitcoin-Kurs das letzte mal Ende Februar überstieg – kurz bevor die Corona-Krise die Märkte zu Boden drückte.


Unter der Bitcoin-Marktdominanz drehen auch die Altcoins ins Plus. So klettert der Ether-Kurs (ETH) um 0,8 Prozent im Tagesvergleich auf 213,39 US-Dollar und liegt damit 12,6 Prozent auf Wochensicht im Plus. Der XRP-Kurs verzeichnet eine 24-stündige Kurssteigerung von 0,7 Prozent und ist binnen einer Woche um 5,5 Prozent im Wert gestiegen. Der IOTA-Kurs (MIOTA) legt hingegen auf Tagessicht zwar nur um 0,3 Prozent zu. Mit einem Plus von 8,3 Prozent in den letzten sieben Tagen hat die Internet-der-Dinge-Währung aber wieder an Fahrt aufgenommen und notiert gegenwärtig bei 0,201 US-Dollar.

Anpassung der Mining Difficulty

Seitdem das Halving am 11. Mai die Coinbase Rewards, also Blockbelohnungen für Miner von 12,5 auf 6,25 Bitcoin halbiert hat, befindet sich die Hash Rate im Sturzflug. Der Fall der Hash Rate als gesamte ins Bitcoin-Netzwerk gespeiste Rechenleistung deutet auf einen aktuell breiten Rückzug von Minern hin, für die das Schürfen neuer Blöcke zum Verlustgeschäft geworden ist. Schließlich stellen die Coinbase Rewards neben den Transaktionsgebühren die Einnahmequelle für Miner dar.

Kurz vor dem Halving zeigte sich noch ein deutlicher Anstieg der Hash Rate. In Erwartung einer Kursexplosion rund um den einschneidenden Termin haben viele Miner ihre Geräte eingeschaltet. Doch mit der Halbierung der Blockbelohnungen geht auch ein Einschnitt in der Hash Rate einher. So fiel diese von rund 122 EH/s kurz vom dem Halving auf aktuell knapp 98 EH/s, was einen Rückgang von knapp 20 Prozent darstellt.

Entnommen von Blockchain.com

Der Rückgang der Hash Rate nach dem Halving hat somit den raschen Anstieg kurz vor dem Halving im Volumen deutlich überholt. Infolgedessen ist auch der Mempool zwischenzeitlich gewachsen, also die Anzahl unbestätigter BTC-Transaktionen im Netzwerk. Um das durchschnittliche Blockintervall von 10 Minuten jedoch aufrecht zu halten, passt sich die Mining Difficulty etwa alle 14 Tage beziehungsweise 2.016 Blöcke an. Die jüngste Korrektur fand in der Nacht von Dienstag auf den heutigen Mittwoch statt, bei der die Mining Difficulty um 6 Prozent auf 15,14 T fiel.

Das Bitcoin-Netzwerk im Übergang

Der Einbruch der Hash Rate, so drastisch dieser auch momentan wirken mag, ist keineswegs besorgniserregend. Vielmehr wird nun ein neues Gleichgewicht im Netzwerk hergestellt, das sich nach dem Halving neu austarieren muss. Wurden noch wenige Tage vor dem Halving viel alte Mining-Geräte ans Netzwerk angeschlossen, sind diese kurz nach dem Halving bereits wieder vom Netz gegangen.

Zudem lag das Halving inmitten des Anpassungszyklus der Mining Difficulty. Dennoch hat das Halving das Mining-Geschäft nachhaltig verändert. Die Konkurrenz zwischen den großen Mining-Pools wurde neu entfacht. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, stellen Faktoren wie Stromkosten und Effizienz der Mining-Geräte immer wesentlichere Faktoren dar.

Hash Rate Futures

Trotz dieser maßgeblichen Änderungen müssen Miner nicht zwangsläufig in wirtschaftliche Existenznöte geraten. So hat die Krypto-Terminbörse FTX die Einführung von Bitcoin Hashrate Futures bekannt gegeben. Die Hash-Rate-Futures beginnen zu Beginn eines Quartals und laufen am Ende des Quartals aus. So wird der Q3-2020 Hash-Rate-Future für einen Zeitraum zwischen Juli und September 2020 auslaufen. Die Berechnung der Terminkontrakte erfolgt auf der Bitcoin Hash und berücksichtigt die durschnittliche Mining Difficulty:

Es ist unmöglich, die Hash Rate genau zu messen – man kann sie am besten anhand von Blockzeiten und Schwierigkeitsgrad bestimmen. Da jedoch bei der Schwierigkeitsanpassung versucht wird, 10 Minuten Blockzeiten beizubehalten, wird über lange Zeiträume die durchschnittliche Hash Rate proportional zur durchschnittlichen Schwierigkeit sein.

Gerade für Miner könnten die Futures ein geeignetes Produkt sein, um sich gegen die alle zwei Wochen stattfinden Anpassungen der Mining Difficulty abzusichern.

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