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Marktupdate Bitcoin-Kurs (BTC): Korrektur voraus?

Moritz Draht

von Moritz Draht

Am · Lesezeit: 4 Minuten

Moritz Draht

Moritz Draht hat Deutsche Literatur und Philosophie an der Universität Konstanz studiert. Sein Krypto-Engagement widmet sich den Zusammenhängen zwischen soziokulturellen und technischen Entwicklungen.

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Quelle: Shutterstock

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Während der Bitcoin-Kurs unbeirrt vor sich hin schlummert, deutet die geringe Volatilität auf eine große Kurskorrektur hin.

Mit einem 24-stündigen Plus von 0,4 Prozent verharrt der Bitcoin-Kurs (BTC) weiterhin in seitwärts gerichteter Position. Auf Wochensicht rutscht die Krypto-Leitwährung jedoch mit 0,3 Prozent ins Minus.

Bitcoin-Kurs im Wochenchart

Die seit Wochen gering ausfallende Volatilität des Bitcoin-Kurs nähert sich einem Niveau, das in der Vergangenheit große Bewegung in beide Richtungen ausgelöst hat. Welchen Weg der Bitcoin-Kurs einschlägt, hängt davon ob, ob Bären oder Bullen das bisweilen zähe Ringen für sich entscheiden können.

Diese niedrige Volatilität hat in der Vergangenheit in den folgenden Wochen zu großen Preisbewegungen zwischen 30 und 60 Prozent geführt. Ausgehend vom aktuellen Kurs: Eine 30-prozentige Bewegung nach oben bedeutet 12.200 US-Dollar. Eine 30-prozentige Bewegung nach unten bedeutet 6.500 US-Dollar,

kommentiert Krypto-Trader Josh Rager das aktuelle Kursgeschehen auf Twitter. Aus historischen Kursverläufen abgeleitete Prognosen können sich jedoch schnell als Fehlschluss entpuppen. Zumal die Meinungen über den nächsten „Big Move“ kaum geteilter sein könnten. Trader Josh Olszewicz verweist auf die Bollinger-Bänder, die sich auf einem Niveau von November 2018 bewegen. Damals crashte der Bitcoin-Kurs von 6.000 bis auf 3.000 US-Dollar.


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Kryptostratege Dave the Wave bläst in selbiges Horn und deutet voraus, dass die größte Kryptowährung nach Marktkapitalisierung die Unterstützung bei 9.000 US-Dollar durchbrechen und auf 7.000 US-Dollar fallen könnte.

Derweil legt der Indikator des Hash Ribbon eine Kurssteigerung von 5.000 Prozent nahe – zumindest historisch betrachtet. Auch die Mehrheit der PlanB-Jünger geht von einer Kurssteigerung von bis zu 20.000 US-Dollar aus.

Wer Recht behält, wird sich in den kommenden Wochen zeigen. Es bleibt spannend.

Darknet schmeißt den Mixer an

Einem Bericht von Crystal Blockchain zufolge lässt sich ein signifikanter Anstieg gemixter Bitcoin im Darknet feststellen. Die Menge der Bitcoin, die von Darknet-Entitäten an Mixer geschickt wurden ist im Vergleich zum Vorjahr sprunghaft gestiegen – von insgesamt 790 Bitcoin im ersten Quartal 2019 auf 7.946 Bitcoin in Q1 2020.

Auch das Volumen ist in ähnlichem Maße um 3 Millionen US-Dollar auf 67 Millionen US-Dollar in Q1 2020 gestiegen. Unter Darknet-Entitäten fallen Anbieter von illegalen Dienstleistungen und im Darknet operierende Handelsplätze.

Die von Darknet-Entitäten empfangenen gemixten Bitcoin sind ebenfalls um das Dreifache gestiegen, von 106 Bitcoin in Q1 2019 auf 288 Bitcoin in Q1 2020. Somit konnten die Darknet-Entitäten ihren Gewinn im Vergleich zum Vorjahr deutlich maximieren, von ca. 400.000 US-Dollar in Q1 2019 auf 2 Millionen US-Dollar in Q1 2020.

Der Bericht zeigt, dass das Bitcoin-Mixing eine immer beliebter werdende Methode zur Verschleierung von Transaktionspfaden im dunklen Fleck des Internets geworden ist:

Beunruhigend ist auch die Tatsache, dass die Darknet-Entitäten weiterhin die Menge an Bitcoin, die sie untereinander versenden, erhöhen. Diese Statistiken deuten darauf hin, dass Bitcoin weiterhin ein Finanzinstrument für Darknet-Unternehmen ist.

Defi-Boom dank Bitcoin?

Der Bereich dezentraler Finanzen (Decentralized Finance, kurz: DeFi) befindet sich im stetigen Wachstum. Allein in den letzten drei Monaten ist das Gesamtvolumen laut Defipulse von 775 Millionen US-Dollar auf aktuell 2,52 Milliarden US-Dollar gesprungen. Einen immer größer werdenden Anteil an diesem Wachstum haben dem jüngsten Bericht von ConsenSys zufolge tokenisierte Bitcoin.

Demnach machen Wrapped Bitcoin (WBTC) mehr als zwei Drittel der tokenisierten Bitcoin auf Ethereum aus. Etwa 3.000 von mehr als 11.000 BTC auf Ethereum wurden über renBTC, sBTC, imBTC und hBTC in Tokens umgewandelt.

Die Grafik zeigt die Verteilung von WBTC auf die bekanntesten DeFi-Protokolle. Der Anstieg von WBTC auf Ethereum ab Mitte Mai geht ConsenSys nach auf Maker zurück. Ab Mitte Juni begann zudem der Marktanteil von Compound stetig zu wachsen, das dem Gesamtvolumen in USD nach Maker bereits vom DeFi-Sockel gestoßen hat. Der Trend zeigt, dass tokensierte Bitcoin frisches Kapital in DeFi-Anwendungen spülen und neben Ether ein immer wichtig werdender Bestandteil im DeFi-Sektor werden.


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