Bitcoin Futures: Bakkt führt Barausgleich ein und verbucht neuen Handelsrekord

Christopher Klee

von Christopher Klee

Am · Lesezeit: 4 Minuten

Christopher Klee

Christopher Klee hat Literatur- und Medienwissenschaften sowie Informatik an der Universität Konstanz studiert. Seit 2017 beschäftigt sich Christopher mit den technischen und politischen Auswirkungen der Krypto-Ökonomie.

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Quelle: Shutterstock

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Die Trading-Plattform Bakkt verwässert ihr Alleinstellungsmerkmal und bietet künftig neben physisch gedeckten Bitcoin Futures auch reine Kurswetten auf Bitcoin an: Bitcoin-Terminkontrakte mit Barausgleich.

Des einen Freud ist des anderen Leid: Während der Bitcoin-Kurs rote Zahlen schreibt, hat der Handel auf der Bitcoin-Derivatebörse Bakkt Hochkonjunktur. Kein Wunder: Schließlich lässt sich mit Futures auch auf fallende Kurse wetten. Je stärker die Kursschwankung, desto höher schlagen die Herzen von Derivate-Händlern. Der 21. November hat diesen Zusammenhang erneut vor Augen geführt. Dabei erreichte nicht nur die Volatilität des Bitcoin-Kurses ihren höchsten Stand seit Mitte August 2019.

Bitcoin-Volatilität der letzten zwei Monate. Quelle: BitVol.info.

Auf Bakkt wechselten so viele Terminkontrakte wie noch nie die Besitzer. Der neue Rekord hatte sich bereits frühzeitig angekündigt:

Es ist erst 14:05 Uhr ET und wir haben heute bereits 2.367 Kontrakte gehandelt und damit unseren bisherigen Rekord von 1.756 Kontrakten übertroffen.

Der Bakkt-Tracker @BakktBot bilanzierte zu Handelsschluss:


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Zum Wochenbeginn scheint sich dieser Trend nun fortzusetzen. Zu Redaktionsschluss vermeldet der Bakkt Bot bereits ein beträchtliches Volumen.

Bitcoin Futures und Bitcoin-Kurs: Das Kausalitätsdilemma

Die Frage, was zuerst kommt – starke Bewegungen am Bitcoin-Markt oder ein rasanter Anstieg der gehandelten Bitcoin Futures – beschäftigt Analysten seit Langem und ist gemeinhin nicht leicht zu beantworten. Zumindest attestiert eine Studie der US-amerikanischen Zentralbank Federal Reserve (Fed) der Einführung von Bitcoin Futures den Chicagoer Börsen CME und CBOE eine Mitschuld am „Blutbad“ des Krypto-Markts, das auf das Allzeithoch im Dezember 2017 folgte. Die Begründung: Bitcoin-Bären hatten mit den Futures nun ein Werkzeug, ihrer Skepsis Ausdruck zu verleihen, sprich: BTC zu shorten.

Bis zum 17. Dezember lagen [optimistische] Investoren richtig. Wie bei einer selbsterfüllenden Prophezeiung pushten sie den Preis von Bitcoin in die Höhe und animierten mehr Menschen dazu, einzusteigen und den Preis weiter hochzutreiben. Die Pessimisten jedoch hatten keinen Mechanismus, um Geld in ihre Ansichten zu investieren, dass der Preis kollabieren würde.

Hinzu kommt, dass die Bitcoin Futures von CBOE und CME lediglich reine Kurswetten darstellen. Zu keinem Zeitpunkt geht es darum, dass BTC den Besitzer wechseln; die Abwicklung der Terminkontrakte erfolgt in Form eines Barausgleichs („cash settled“).

Im Gegensatz dazu werden nach dem Ablauf eines Bitcoin-Terminkontrakts bei Bakkt auch BTC bewegt. Auf diesem Umstand fußte die Hoffnung vieler Hodler, dass die Einführung der Bitcoin Futures von Bakkt für einen Kapitalzufluss von institutionellen Investoren (Pensionsfonds, Family Offices, Vermögensverwalter etc.) in den Bitcoin-Markt sorgen wird – was in letzter Konsequenz auch dem Bitcoin-Kurs zugute käme.

Nun ist Bakkt im Begriff, dieses Alleinstellungsmerkmal zu verwässern.

Bakkt lockt mit Barausgleich

So hat die Muttergesellschaft von Bakkt, die Börsenbetreiberin Intercontinental Exchange (ICE), nun ebenfalls Pläne für Bitcoin-Terminkontrakte mit Barausgleich verkündet.

Unser neuer Futures-Kontrakt mit Barausgleich wird Investoren in Asien und auf der ganzen Welt eine bequeme, kapitaleffiziente Möglichkeit bieten, an Bitcoin-Märkten zu partizipieren oder sich abzusichern,

heißt es von ICE Singapur in einer entsprechenden Pressemitteilung vom 21. November. Die angesprochene „Kapitaleffizienz“ besteht unter anderem in dem Umstand, dass – im Gegensatz zu den bisherigen, „physisch gedeckten“ Bitcoin Futures von Bakkt – die Verwahrung von Bitcoin und damit verbundene Kosten entfallen. Die Futures mit Barausgleich sollen letztlich eine weitere Möglichkeit für institutionelle Investoren bieten, in einem regulierten Umfeld am Bitcoin-Markt teilzuhaben.

Aufbauend auf dem Erfolg unseres [physisch gedeckten] Future-Kontrakts werden die Cash Settled Futures den regulierten, global zugänglichen Markt von ICE nutzen, um eine sichere und konforme Umgebung für den Handel mit Bitcoin anzubieten.

Die neuen Bitcoin Futures wurden von der Singapurischen Finanzaufsicht (MAS) bereits abgesegnet. Sie sollen am 9. Dezember an den Start gehen – und damit zeitgleich mit den Optionen auf Bitcoin Futures, die Bakkt-Chefin Kelly Loeffler bereits Ende Oktober angekündigt hat. Man darf gespannt sein, ob und inwiefern Großinvestoren von den neuen Bitcoin-Derivaten Gebrauch machen – und ob der Bitcoin-Kurs reagiert. Das Handelsvolumen auf Bakkt ist jedenfalls nach wie vor deutlich zu gering, um eine hinreichende Erklärung für extreme Kursereignisse suchen zu können.


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