FUD von gestern Bitcoin FUD: 5 Vorwürfe die Hodler nicht mehr hören können

David Scheider

von David Scheider

Am · Lesezeit: 4 Minuten

David Scheider

Kryptowährungen sind Davids Leidenschaft. Deshalb studiert er jetzt Digital Currency an der Universität Nicosia – und schreibt nebenher für BTC-ECHO. Von Bitcoin hält David einiges, vom allgemeine Hype um die Blockchain-Technologie eher weniger.

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Bitcoin (Symbolbild)

Quelle: Shutterstock

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FUD von gestern: „Bitcoin hat keinen intrinsischen Wert“ und obendrein zerstört es die Umwelt. Hier sind 5 Vorwürfe, die Hodler nicht mehr hören können.

China-FUD

China FUD ist in Bitcoin-Kreisen fast schon sprichwörtlich. Mittlerweile ist kaum noch zählbar, wie häufig uns bereits Meldungen über ein landesweites Verbot der Kryptowährung im Reich der Mitte erreicht haben. Und dennoch: Auch in China ist Bitcoin nicht totzukriegen. Im Gegenteil, China steuert einen nennenswerten Teil der Hash Rate zum Netzwerk bei. Ohne chinesische Miner wäre das Netzwerk nicht annähernd so sicher, wie es aktuell ist.

Umwelt-FUD

Die Sache mit der Umwelt: Mittlerweile benötigt BTC in etwa so viel Energie, wie ganze Staaten. Aus Sicht einiger Bitcoin-Kritiker ist dieser Umstand für sich genommen schon problematisch. Doch ganz so einfach ist es natürlich nicht. Denn Energieverbrauch muss immer einem Nutzen gegenübergestellt werden. Für Befürworter der größten Kryptowährung nach Marktkapitalisierung besteht dieser freilich.

Zudem gibt es stichhaltige Hinweise darauf, dass ein großer Teil des Bitcoin-Stroms aus erneuerbaren Energien erzeugt wird. Das Markanalyse-Unternehmen CoinShares befasst sich regelmäßig mit dieser Debatte. Bereits 2018 ergaben Studienergebnisse, dass sich BTC überwiegend aus Wasserkraft speist.

Bitcoin hat keinen intrinsischen Wert


Geld, so die landläufige VWL-Lehrbuchmeinung, hat nur deshalb einen Wert, weil Regierungen diesen sichern. Bitcoin indes, sei lediglich ein Spekulationsobjekt, dessen Wert in erster Linie von den Erwartungen der Anleger abhänge. Jüngst vertrat auch Peter Bofinger diese Sichtweise im Interview mit BTC-ECHO.

Bitcoiner, die tendenziell eher marktliberalen Wirtschaftstheorien anhängen, können zunächst einmal mit dem Begriff „intrinsischer Wert“ nichts anfangen. Wert sei etwas fundamental subjektives. Preise sind dementsprechend nur ein Mechanismus um abstrakte Werte nominal abbilden zu können. Es lässt sich allerdings nicht von der Hand weisen, dass eine wachsende Anzahl an Investoren durchaus einen Wert in Bitcoin sieht. Andernfalls würde der Kurs ja bereits heute gegen Null streben.

Klar ist jedoch, dass auch Fiatwährungen nur durch den Glauben an sie und dem staatlichen Gewaltmonopol gedeckt sind. Dass das nicht immer ausreicht, zeigt ein Blick gen Lateinamerika.

Staaten werden Bitcoin verbieten

Bitcoin, schön und gut. Aber was, wenn der Besitz von BTC unter Strafe gestellt wird? In den Anfangstagen der Kryptowährung Nr. 1 wäre es freilich ein leichtes gewesen, Bitcoin den Garaus zu machen. Es gab nur eine Handvoll Unterstützer, die sich gegen repressive Maßnahmen wohl kaum zur Wehr hätten setzen können.

Dieser Tage ist es allerdings ungleich komplizierter, eine koordinierte staatliche Attacke gegen Bitcoin durchzuführen. Die Währung ist deutlich dezentraler, weshalb Aktionen einzelner Staaten vermutlich ohne Folge wären. Es ist indes fraglich, ob die Weltgemeinschaft in der Lage wäre, eine konzentrierte, gemeinsame Aktion gegen das digitale Gold durchzuführen. Mit Blick auf die Corona-Pandemie wird klar, dass internationale Kooperationen nicht zu den Stärken der Industrienationen gehören.

Zudem ist fraglich, ob Demokratien mit dem verfassungsrechtlich verbrieften Recht auf Meinungsfreiheit überhaupt eine Handhabe hätten, Verbote gegen BTC auszusprechen.

Ganz vom Tisch ist dieser Angriffsvektor zwar noch nicht. Der Erfolg wird aber mit jedem Tag unwahrscheinlicher.

Bitcoin wird durch eine bessere Kryptowährung ersetzt

„Es gibt über 2.000 Kryptowährungen, wieso sollte sich ausgerecht Bitcoin durchsetzen?“ So oder so ähnlich lautet ein beliebter Spruch der Bitcoin-Skeptiker. Richtig ist, es gibt mittlerweile unzählbar viele verschiedene Kryptowährungen. Die Kursindex-Website Coinmarketcap, die jüngst von Binance gekauft wurde, listet über 5.000 Coins.

Für Bitcoin-Maximalisten ist die Sache aber klar: Entweder setzt sich BTC durch oder das Projekt ist gescheitert. Bitcoins Historie lässt sich nicht kopieren. Sein zehnjähriges Bestehen hat bereits ein Vertrauen in die Codebasis geschaffen, die sich schlicht nicht mehr replizieren lässt. Einzelne Verbesserungen, wie eine bessere Privatheit, reichen nicht aus, um Bitcoin vom Thron zu stoßen. Dafür ist das Projekt bereits zu etabliert.


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