Bitcoin ETF: Die VanEck-Light-Version und ihre Signalwirkung

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Bitcoin ETF: Die VanEck-Light-Version und ihre Signalwirkung

Nach bisher erfolglosem Ringen mit der US-Börsenaufsicht hat sich das Blockchain-Unternehmen VanEck entschieden, eine Art Light-Version ihres Bitcoin ETF auf den Markt zu werfen. Beobachter erhoffen sich eine Signalwirkung gegenüber der Behörde.

Und täglich grüßt das Murmeltier. Die Verhandlungen mit der US-amerikanischen Börsenaufsichtsbehörde um einen möglichen Bitcoin Exchange Traded Fund (ETF) werden regelmäßig aufgewärmt, kleine Fortschritte gibt es zwar. Der Weg zu einer Zulassung scheint jedoch noch weit. Doch die neue Light-Version aus dem Hause VanEck könnte der Securities and Exchange Commission (SEC) zeigen, dass das System funktioniert.

VanEck Bitcoin ETF: Nichts für Tante Lieschen

In einem Interview mit dem Finanz-Magazin CNBC betonte Jan Van Eck, Geschäftsführer von VanEck zunächst wiederholt, dass es sich bei der aktuellen Version des Bitcoin ETF um eine exklusive Version handelt. Diese sei auf institutionelle Investoren zugeschnitten, Tante Lieschen und Otto Normalverbraucher können demnach nicht investieren:

[Der ETF] ist nicht Over the Counter [OTC] oder auf regulären Börsen erhältlich. Nur qualifizierte Investoren können investieren […]. Es muss sich also um eine Institution handeln […]. Das können Unternehmen, Banken oder auch Hedgefonds sein. Man kann theoretisch einen ETF aufsetzen und sich dann in den Fonds von VanEck einkaufen.

An die Öffentlichkeit kann der Bitcoin ETF jedoch nicht verkauft werden, hier fehlt nach wie vor eine Zulassung durch die SEC. Und die tut sich bisweilen schwer. So ist es vor allem die unregulierte Natur des Krypto-Ökosystem, die der SEC Sorgen bereitet.

Diese Sorgen kann VanEck jedoch nicht ganz nachvollziehen. So betont er, dass VanEck seine Kurse für Bitcoin nur von regulierten Unternehmen bezieht:

Wir haben große Fortschritte gemacht. Die Kurse für unseren […] ETF kommen von drei Brokern aus den USA. Die sind entweder direkt oder indirekt reguliert. […] Sie werden regelmäßig überprüft. Hier gibt es kein Fehlverhalten.


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Von der aktuellen Version des ETF erwartet sich der CEO des Unternehmens zunächst, die Krypto-Welt mit der traditionellen Finanzwelt zusammenzuführen:

Die Krypto-Welt und die Exchanges sind komplett unreguliert. Und die traditionelle Welt denkt sich: Das will ich mir nicht ansehen, das will ich nicht wissen. […] Da sind zwei Welten, die komplett voneinander abgeschottet sind. Wir versuchen, da eine Verbindung herzustellen.

Chris Hempstead, Managing Principal bei ETF Consulting, sieht hingegen eine mögliche Signalwirkung des ETFs im selben Interview. Funktioniert das System bei institutionellen Investoren, so Hempstead, könne das die SEC eventuell überzeugen: „Ich glaube hier an Proof of Concept. Wenn das funktioniert, ist das ein Schritt in die richtige Richtung. […] Vielleicht sehen wir dann einen Bitcoin ETF auch für Retail-Investoren.“

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