Bitcoin-Crash Bitcoin-Börsen vermelden technische Probleme

Anton Livshits

von Anton Livshits

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Anton Livshits

Anton Livshits absolviert ein Masterstudium der Kulturwissenschaften an der Universität Leipzig. Seine Beschäftigung mit Krypto-Themen ist das Resultat eines grundlegenden Interesses am Wechselspiel von technischer Innovation und gesellschaftlichem Wandel.

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Quelle: Shutterstock

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Die Kurseinbrüche am Krypto-Markt sind auch an diversen Bitcoin-Börsen nicht spurlos vorübergegangen. Insbesondere BitMEX geriet in das Zentrum von Mutmaßungen.

Mehrere Bitcoin-Börsen gingen in den vergangenen 24 Stunden temporär vom Netz. Zumindest die beiden Börsen BitMEX und Gemini waren derart in der Nacht vom Donnerstag, dem 12. März, auf Freitag, den 13. März, für etwa 45 Minuten nicht erreichbar. Die Ausfälle erfolgten zeitgleich mit dem enormen Kurseinbruch von Bitcoin und den meisten anderen Kryptowährungen. Diese rapide Talfahrt ist das Resultat der allgemeinen Panik, die auf Grund des Coronavirus in den Märkten Einzug gehalten hat.

Gemini und BitMex selbst führten die Ausfälle indessen auf technische Störungen zurück. Während Gemini eine „Notfallwartung“ durchgeführt haben soll, sprach BitMex von Problemen mit dem eigenen Cloud-Anbieter. Diese sollen zwischen 02:16 und 02:40 Uhr UTC zu Ausfällen geführt haben. Ab 3 Uhr konnte der normale Betrieb der Bitcoin-Börse demnach wieder aufgenommen werden.

BitMex – Gerüchteküche brodelt

Während der Bitcoin-Kurs auf etwa 5.500 US-Dollar fiel, kam es insbesondere auf BitMEX zu extremen Positionsauflösungen. Nach Daten des Analysediensts Skew, die dem Krypto-Portal The Block vorliegen, zogen Anleger in den vergangenen 24 Stunden 1,1 Milliarden US-Dollar von der Bitcoin-Börse ab. Zumindest auf Twitter ließ dies manche über andere Ursachen für die nächtlichen Ausfälle mutmaßen.


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Sam Bankman-Fried, der CEO der Forschungseinrichtung Alameda, meldete sich so mit einer Reihe von Tweets zu Wort. Im ersten heißt es: „Verrückte Theorie des Tages: Es gab kein BitMEX-Hardware-Problem.“ Schließlich sei BitMEX gerade dann vom Netz gegangen, als der Bitcoin-Kurs die 4.000-US-Dollar-Marke unterschritt. Laut Bankman-Fried soll die Handlungsunwilligkeit von BitMEX den Kurseinbruch befeuert haben. Er merkte ferner an, dass sich der Kurs wieder leicht erholte, nachdem die Bitcoin-Börse offline gegangen war.

BitMEX ließ auf Twitter nicht lange auf eine Antwort warten. Die Anschuldigungen von Bankman-Fried bezeichnete die Bitcoin-Börse als „Verschwörungstheorie“ Ihr Team schrieb weiterhin:

Es gibt keinen denkbaren Grund, warum sich eine Plattform wie BitMEX – die seit mehr als 5 Jahren besteht […] – auf das von Ihnen vorgeschlagene Maß herabsetzen würde, um eine Situation zu vermeiden, auf die sie bereits vorbereitet ist.

Bankman-Fried gab daraufhin in einem späteren Tweet an, dass er der Version von BitMEX glauben würde.

Die Lage bei anderen Bitcoin-Börsen

Andere Bitcoin-Börsen scheinen unterdessen weitestgehend verschont von technischen Schwierigkeiten. Zumindest die Status-Seiten von Binance und Kraken zeigen an, dass alles im grünen Bereich ist. Coinbase hat hingegen angegeben, dass es mit Ethereum und anderen ERC-20 Token zu Verzögerungen kommen kann.


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