Bitcoin-Studie Bitcoin bei Millennials beliebt wie nie: Studie zeichnet goldene Krypto-Zukunft

David Scheider

von David Scheider

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David Scheider

Kryptowährungen sind Davids Leidenschaft. Deshalb studiert er jetzt Digital Currency an der Universität Nicosia – und schreibt nebenher für BTC-ECHO. Von Bitcoin hält David einiges, vom allgemeine Hype um die Blockchain-Technologie eher weniger.

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In einer großangelegten Studie befragt The Tokenist über 4.000 Teilnehmer zu breiten Themen rund um Bitcoin und Co. Die Studie zeigt: Vor allem Millennials vertrauen Kryptowährungen jetzt schon mehr als Banken.

Quo vadis, Bitcoin? Dieser Frage ist das Branchenblatt The Tokenist nachgegangen und hat in der bisher größten Studie dieser Art 4.852 Individuen aus 17 Ländern Fragen zu den Themen Bitcoin, Banken und Co. gestellt. Die Ergebnisse bezeichnet The Tokenist als „bemerkenswert“. Nicht nur sei das Wissen um die älteste Kryptowährung auf einem deutlich höheren Stand als in der Vergangenheit, auch bezüglich der Zukunft sei man deutlich bullisher als 2017.

Knackpunkt Vertrauen

Die Studie baut klar auf der Annahme auf, dass Bitcoin eine Art Gegenentwurf zum globalen Finanzsystem und dem traditionellen Bankensektor ist, der spätestens mit der Finanzkrise 2008 einiges an Vertrauen verspielt hat. So sehen die Autoren das Wertversprechen von Bitcoin vor allem darin, dieses Vertrauen in den Finanzsektor wiederherstellen zu können. Dies scheint sich mit den Studienergebnissen zu decken. Schließlich gaben 47 Prozent der Befragten an, bereits heute größeres Vertrauen in die Kryptowährung zu haben, als in traditionelle Banken. Vergleichen mit mehreren Vergleichsstudien aus dem Jahr 2017 sei dies ein Zuwachs von 29 Prozent.

Welche der beiden Institutionen ist vertrauenswürdiger? Quelle: https://thetokenist.io/bitcoin-survey-2017-vs-2020/

Aktien nach wie vor beliebt

„Wenn Sie 1.000 US–Dollar zur Verfügung hätten, wie würden Sie die investieren?“ Eine durchaus realitätsnahe Frage, wenn man bedenkt, wie undurchsichtig die Finanzmärkte dieser Tage sind. Staatsanleihen geben kaum Rendite und die jüngsten Börsencrashs machen den Aktienmarkt zum Casino. Da ist es kaum verwunderlich, dass sich Bitcoins vergleichsweise starke Perfomance mittlerweile auch bei der Generation Y herumgesprochen hat. So bevorzugen ganze 43 Prozent aus der Gruppe der männlichen Millennials, also der jungen erwachsenen Generation, ein Bitcoin-Investment gegenüber einem Investment in Staatsanleihen. Bei den über 65-jähigen sind es indes lediglich 5 Prozent.


Der Tokenist schlussfolgert, Bitcoin folge seinem Narrativ als Absicherung gegen die Unwägbarkeiten des traditionellen Finanzsektors:

Obwohl Bitcoin seit 2017 mehrere Volatilitätszyklen durchlaufen hat, ist es dennoch die führende alternative Anlage geblieben, die ihre ursprünglichen Wurzeln als Absicherung gegen die traditionellen Finanzmärkte bewahrt hat.

Mut machen indessen auch die Zahlen zur Adaption. Nicht nur ist der Anteil derjenigen, die selbst Bitcoin besitzen gestiegen. Es macht sich auch eine gewisse Vertrautheit breit. So geben 38 Prozent der männlichen Millennials an, mit BTC „sehr gut vertraut“ zu sein. Bei den Frauen sind es sogar 41 Prozent.

Millennials versus Boomers

Die Studie zeigt, dass sich im Bitcoin Space, anders als erwartet, keine Gender Gap zeigt. Dafür ist die Lücke zwischen Boomern und Millennials gewaltig. So ist der Anteil der über 65-jährigen, die schon im Besitz von BTC waren mit sieben Prozent nur halb so groß, wie der der Millennials (14 Prozent).

Immerhin: Verglichen mit Vergleichsstudien von vor drei Jahren ist der Anteil bei allen Gruppen höher.

Wie Vertraut sind Sie mit Bitcoin? Quelle: The Tokenist.

„Wie wahrscheinlich ist es, dass sie in den nächsten fünf Jahren Bitcoin kaufen werden?“ Bei den Antworten auf diese Frage zeigt sich die Alterslücke wohl am augenscheinlichsten. Schließlich beantwortete keiner der befragten „Boomer“ die Frage mit „sehr wahrscheinlich“. Ganz im Gegensatz zu den Millennials. Von diesen können sich laut Studie immerhin 16 Prozent der Befragten einen Bitcoin-Kauf sehr gut vorstellen.

Fazit

Die Studie belegt, was sich auch anhand von On-chain-Metriken wie der Transaktionshäufigkeit – und jüngst auch steigenden Transaktionsgebühren bereits erahnen lässt. Bitcoin gewinnt als alternativer Wertspeicher sowie als legitimes Investmentobjekt zunehmend an Vertrauen, vor allem bei jungen, tech-affinen Investoren. Während vor drei Jahren eine Mehrheit noch unsicher war, ob es sich bei BTC überhaupt um eine positive Innovation handelt, hat man dahingehend kaum noch Zweifel. Die Autoren schlussfolgern, dass die Einstellung zum digitalen Gold allen voran eine Frage der Bildung ist. Je besser man über Kryptowährungen wie Bitcoin Bescheid wisse, desto positiver sei man gestimmt.

Das Studienergebnis deckt sich mit einer Untersuchung von eToro, über die wir bereits im September letztes Jahres berichtet hatten. Auch darin sprach man von einem sicheren Bitcoin-Hafen.


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