Korrelationen im Fokus Bitcoin: Eiszeit oder der Beginn eines wunderbaren Frühlings?

Dr. Philipp Giese

von Dr. Philipp Giese

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Dr. Philipp Giese

Dr. Philipp Giese arbeitet als Chief Analyst für BTC-ECHO und ist auf die Bereiche Chartanalyse und Technologie spezialisiert. Der promovierte Physiker kann dabei auf jahrelange Berufserfahrung als technologischer Berater zurückgreifen. Zudem ist er zentraler Ansprechpartner im Discord-Channel von BTC-ECHO und pflegt als Speaker und Interviewer den Austausch mit Startups, Entwicklern und Visionären.

Bitcoin: Eiszeit oder neuer Frühling

Quelle: Shutterstock

Mit dem Crash des Bitcoin-Kurses fiel nicht nur das Vermögen vieler Anleger ins Bodenlose. Auch das Vertrauen in Bitcoin als Store of Value oder unkorreliertes digitales Asset wurde untergraben. Steht vielleicht dennoch ein neuer Krypto-Frühling bevor?

Ja, in Zeiten von Corona wurde auch der Krypto-Markt heftig durchgeschüttelt. Im letzten Monat hat das Gros der Kryptowährungen dramatische Kurseinbußen verkraften müssen: Innerhalb der Top 100 konnte nur die Kryptowährung Numeraire im allgemeinen Bärenmarkt ansteigen.

Altcoins sind das Eine, dass aber Bitcoin jetzt dramatisch abgestürzt ist, hat viele Investoren verunsichert. War nicht das Wertversprechen Bitcoins, ein sicherer Hafen in Zeiten der Krise zu sein? Was, wenn keine Krise, ist eine Welt im Würgegriff von Covid-19? Kann man da überhaupt noch von digitalem Gold, einem unkorrelierten digitalen Asset oder ähnlichem bezüglich Bitcoin sprechen? Und gibt es Zeichen einer langfristigen Erholung des Markts?

Diesen Fragen haben sich jüngst verschiedene Analysten gewidmet. Santiment hat dabei auf die Korrelation zwischen Bitcoin und dem S&P 500 geschaut, ein Blick, der sich auch bei anderen Analysten wie Willy Woo findet. Die Betrachtung des S&P 500 ist dabei als ein Beispiel für die klassischen Märkte zu sehen. Die Korrelation beobachtet also, wie sich der Krypto-Markt im Vergleich zu den traditionellen Märkten schlug. Wir möchten die Analyse von Santiment etwas genauer ansehen.

Korrelation zwischen Bitcoin-Kurs und S&P 500


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Santiment schaute sich die über einen Monat gemittelte Korrelation zwischen Bitcoin und dem S&P 500 an, letztlich eine Betrachtung, die wir von den Vergleichen zwischen dem Krypto-Markt und den traditionellen Märkten kennen. Schauen wir uns diese über eine längere Zeit an, sieht sie wie folgt aus:

Korrelation zwischen Bitcoin und S&P 500

Daraus leitet Santiment folgende Beobachtungen ab: Generell scheint die betrachtete Korrelation von Bitcoin während großer Kurskorrekturen anzusteigen. Um ein paar Beispiele zu nennen:

  • Während des Hochs im Sommer 2018 fiel die Korrelation erst stark ins Negative, stieg aber mit Fall des Bitcoin-Kurses auf rund 6.000 US-Dollar wieder an. Dieser Anstieg setzte sich sukzessive bis zum großen Abverkauf vom November 2018 fort.
  • Anfang November 2019 stieg der Bitcoin-Kurs zwischenzeitlich auf 9.300 US-Dollar. Als es jedoch zur Talbildung im Dezember kam und der Kurs auf 6.611 US-Dollar fiel, stieg die Korrelation wieder stark an.

Zusammenfassend zeigt sich also, dass viele für den Bitcoin-Kurs dramatische Momente mit einem Anstieg der Korrelation zwischen Bitcoin und dem S&P 500 zusammenfielen. Hier mal die beiden Situationen etwas genauer dargestellt:

Die Kursentwicklungen und Korrelationen von Bitcoin und S&P 500 im Detail

Entkopplung von Bitcoin und klassischen Märkten vor Bull Run

So weit, so uninteressant. Sicherlich kann man dieses Verhalten damit erklären, dass viele institutionellen Investoren, die sowohl in Bitcoin als auch in den S&P 500 investierten, in derartigen Krisenzeiten alle ihre Assets veräußern.

Doch man kann aus diesen Betrachtungen noch mehr ziehen. Jede Kurserholung Bitcoins fiel mit einer stark sinkenden Korrelation zwischen Bitcoin-Kurs und S&P 500 zusammen. Die obigen negativen Kursentwicklungen hatten nämlich beide ein Nachspiel:

  • Nachdem Bitcoin Ende 2018 auf 3.485 US-Dollar fiel, fiel auch die Korrelation auf Minimalwerte. Dort blieb sie bis zur Bitcoin-Rallye von Mitte 2019.
  • Ähnlich im Dezember 2019: Nach dem großen Kurssturz auf 6.611 US-Dollar fiel die Korrelation zum S&P 500 stark ab. Dieser Abwärtstrend fand ungefähr bei der Bitcoin-Rallye von 2020 ein Ende.

Wie alle Analyse-Ideen ist auch diese nicht immer korrekt. Es gab Zeiten wie im Februar oder Juni 2019, in denen die Korrelation zwischen Bitcoin und dem S&P 500 anstieg und es nicht zu einem Abverkauf kam. Dennoch kann es für Analysten hilfreich sein, diese Korrelation im Blick zu behalten.

Santiment bietet bezüglich der Korrelation zwischen Bitcoin und dem S&P 500 auch einen E-Mail-Alert an. Interessierte können sich diesbezüglich an Santiment unter der Mail [email protected] wenden. 

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