Bitbond: Bitcoin besser als SWIFT

Bitbond: Bitcoin besser als SWIFT

Die Online-Kreditbank Bitbond verwendet Bitcoin, um das SWIFT-System zu umgehen. Mit der Verwendung der Kryptowährung kann es günstiger und schneller sein, Geld um den Globus zu senden. Ein weiterer Schritt in der Annäherung zwischen Blockchain und dem traditionellen Finanzsystem.

Dass Bitcoin bisweilen kostengünstiger, schneller und damit effektiver als das SWIFT-System sein kann, dürfte den meisten inzwischen bekannt sein. Zumindest wenn es um internationale Überweisungen geht, kann die Verwendung von Bitcoin traditionellere Systeme in die Tasche stecken. Das erkannte auch der Geschäftsführer von Bitbond Radoslav Albrecht:

„Traditioneller Geldverkehr ist relativ kostenintensiv, vor allem was Wechselkurse angeht. Außerdem kann es einige Tage dauern, bis das Geld da ist. Bei Bitbond bieten wir die Möglichkeit, Zahlungen unabhängig vom Ort der Kunden abzuwickeln. Über das Internet geht das schnell und die Gebühren sind gering.“

Bitbond verwendet Blockchain als Zwischenstation

Das sagte er gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. Bitbond verwendet die Bitcoin-Blockchain als Zwischenstation. Die Kredite werden nur zum Transfer in Kryptowährungen umgewandelt und dann zum jeweiligen Empfänger geschickt. Am Ziel sorgt das Unternehmen dann dafür, dass die Bitcoins in die jeweilige Landeswährung umgewandelt werden.

Auch das deutsche Unternehmen Bitwala will die Blockchain-Technologie nutzen, um den Zahlungsverkehr zu optimieren. So plant Bitwala, eine voll lizensierte Kryptobank zu bieten, die den strengen EU-Richtlinien entspricht. Darauf aufbauend will Bitwala eine direkte Verbindung zum Trading herstellen. Die direkte Verbindung zum Kryptobank-Account soll den Tausch von Krypto zu Fiat und vice versa einfacher gestalten. Zudem ist ein Equity Token geplant – wer in den ICO investiert, bekommt mit dem Coin später Anteile am Unternehmen. Momentan steckt das Unternehmen noch in der Entwicklungsphase.

Die Annäherung zwischen traditionellem Finanzsystem und der Blockchain-Welt wächst mit jedem Tag. Mit dem Launch der Ethereum– und Bitcoin-Futures fanden dahingehend erste wichtige Schritte in der Adaption von Kryptowährungen statt – wenn auch nur indirekt. Auch hat die größte Bank Europas erst kürzlich das erste Handelsgeschäft über die Blockchain abgeschlossen. Auch das polnische Kreditbüro BIK will künftig die Daten der Kunden über die Blockchain verwalten.

Mehr zu Bitbond und deren Zielsetzung für 2018 auch in unserem Interview mit CEO Radoslav Albrecht.

BTC-ECHO

Über Phillip Horch

Phillip HorchPhillip Horch ist Chef vom Dienst von BTC-ECHO und für die Strukturierung und Planung der redaktionellen Inhalte verantwortlich. Er sammelte während des Studiums mehrjährige Redaktionserfahrung und war danach als freiberuflicher Journalist tätig, bevor er im Januar 2018 begann, als Redakteur bei BTC-ECHO zu arbeiten. Phillip hat einen Master in Literatur-, Kunst- und Medienwissenschaften, für den er an der Uni Konstanz und an der Universidad de Valparaíso studierte.

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