Betrug um Kryptowährung? Gründer von My Big Coin muss vor Gericht

Brigitte Bernhardt

von Brigitte Bernhardt

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Brigitte Bernhardt

Brigitte Bernhardt hat Architektur studiert, PR und Redaktion gelernt und arbeitet als Fachautorin für verschiedene Medien. In die Kryptowelt ist sie 2017 eingetaucht und war vom ersten Moment fasziniert – von der Technik, von der Idee, den Menschen die Kontrolle über das eigene Geld zu geben und von den Möglichkeiten, die Kryptowährungen und Blockchain für unsere Welt bedeuten.

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Das Kryptowährungsprojekt My Big Coin scheint ein Fall von Cyberkriminalität zu sein. Der Gründer und Hauptverantwortliche Randall Crater wurde unter dem Vorwurf des Betrugs und illegaler Geldtransfers festgenommen. Seine angeblich goldgestützte Kryptowährung sei ein Scam, so die US-Justizbehörden.

Gegen den 48-jährigen Randall Crater aus East Hampton, New York, wurde in vier Betrugsdelikten und drei rechtswidrigen Geldtransaktionen Anklage erhoben. Er wurde am 27. Februar festgenommen. Aus diesem Grund ermitteln Staatsanwaltschaft, FBI und der US Postal Inspection Service.

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Crater ist Gründer von My Big Coin Pay Inc. Das Unternehmen versprach mit der angeblichen Kryptowährung My Big Coin und einem virtuellen Bezahldienst seinen Kunden umfangreiche Einsatzmöglichkeiten: Kaufen und Handeln, Bezahlen, das Nutzen verschiedener Börsen – weltweit und zu jeder Zeit.

My Big Coin – mein Geld

Any Time, Any Place, My Big Coin“ lautet der Werbespruch der Firma. Diesen Slogan hat der Angeklagte offensichtlich auf ganz eigene Art interpretiert und sich in großem Stil an den Einlagen der Investoren bereichert. Mehr als sechs Millionen US-Dollar soll er für private Dinge ausgegeben haben – für Antiquitäten, Kunstwerke und Schmuck.

In der Anklageschrift heißt es weiter, dass Crater gemeinsam mit anderen die betrügerische virtuelle Währung geschaffen und zwischen 2014 und 2017 an Investoren vermarktet habe. Er und seine Mitstreiter hätten fälschlicherweise behauptet, es handle sich bei MBC um einen funktionierenden Coin. Zudem sei die Kryptowährung durch Gold und andere Vermögenswerten gedeckt.

All diese Versprechungen wurden sowohl über Social-Media-Kanäle kommuniziert als auch in persönlichen Kontakten zu Investoren und Interessenten.

Anleger mit falschen Versprechungen getäuscht

Wie die ermittelnden Behörden erklärten, seien die Coins weder durch irgendwelche Vermögenswerte gedeckt, noch ohne weiteres übertragbar.

Indes geraten immer wieder zweifelhafte Krypto-Unternehmen ins Visier der Behörden. 2018 war ein deutlicher Anstieg an Betrugsfällen in der Krypto-Szene zu verzeichnen, wie BTC-ECHO berichtete.

Auch wenn die vielen Vorwürfe eine deutliche Sprache sprechen, ist festzuhalten, dass es sich im Moment lediglich um Anschuldigungen handelt. Schließlich gilt Randall Crater als unschuldig, bis er von einem Gericht verurteilt wird. Er selbst behauptet, er sei in allen Anklagepunkten unschuldig. Craters Anwalt hat noch keine Erklärung abgegeben.

Auf dem Twitter-Account mit 266.000 Followern war das Unternehmen zuletzt am 14. Februar 2019 aktiv. Die Website ist derzeit nicht erreichbar.

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