Betreiber der NYSE plant Kryptoplattform und Bitcoin-Futures

Tobias Schmidt

von Tobias Schmidt

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Tobias Schmidt

Tobias Schmidt ist seit August 2017 als Redakteur im Team von BTC-ECHO tätig. Sein Fachgebiet im Krypto-Bereich sind die vielen verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.

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Quelle: Famous Wall street and the building in New York, New York Stock Exchange with patriot flag via Shutterstock

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Das US-amerikanische Unternehmen Intercontinental Exchange (ICE) hat am 3. August angekündigt, eine Plattform für digitale Assets aufzubauen. Das Unternehmen, dem unter anderem auch die New York Stock Exchange (NYSE) gehört, erwägt zudem den Start von Bitcoin-Futures. Bei diesem Produkt sollen – im Gegensatz zu den Produkten von CME und CBOE – tatsächliche Auszahlungen in Bitcoin stattfinden können.

Die Intercontinental Exchange (ICE) betreibt auf der ganzen Welt insgesamt 23 Börsen. Die bekannteste von ihnen ist die New York Stock Exchange (NYSE), die ihren Sitz an der berüchtigten Wall Street in Manhattan hat. Wie das Unternehmen nun in einer Pressemitteilung bekannt gab, soll bald eine neue Plattform dazu kommen, die sich um den Handel mit digitalen Assets dreht.

Bakkt: Ein reguliertes Ökosystem für den Bitcoin-Handel

Die Plattform Bakkt soll auf der Basis von Microsoft Cloud Solutions ein „offenes und reguliertes globales Ökosystem für digitale Assets“ entwickeln. Dazu arbeitet Bakkt mit einer Gruppe von Unternehmen, unter anderem Microsoft, die Boston Consulting Group und Starbucks, zusammen. Über die Plattform sollen digitale Assets gekauft, verkauft, aufbewahrt und ausgegeben werden können. Den Anfang will man mit Bitcoin machen, der zurzeit liquidesten Kryptowährung.

Mit dem Start von Bakkt möchte man vor allem Banken und institutionellen Investoren den Zugang zu Kryptowährungen erleichtern. Derzeit fehlt vor allem für diese potentiellen Investoren das nötige Vertrauen in das Krypto-Ökosystem. Dieses will man nun durch ein reguliertes Umfeld schaffen, welches die ICE mit Bakkt bereitstellen möchte. Indem so Eintrittshürden abgebaut werden, ebnet man dem großen Geld den Weg in den Kryptomarkt.

Eine wichtige Rolle bei dem Vorhaben nimmt die Kaffeekette Starbucks ein. So ist geplant, dass die Rösterei es ihren Kunden auf der ganzen Welt ermöglicht, den Kaffee zumindest indirekt mit Bitcoin zu bezahlen. Dazu sollen die Bitcoin über eine App unmittelbar in die jeweilige Fiatwährung umgewandelt werden können, mit der der Kunde für das Produkt zahlen kann.

Bitcoin-Futures als Sahnehäubchen?

Darüber hinaus sind auch Bitcoin-Futures im Gespräch. Anders als bei den Finanzprodukten der Chicagoer Börsen CME und CBOE, die ihre Kunden in Fiat auszahlen, sollen hier jedoch tatsächlich Bitcoin erworben und erhalten werden. Die geplanten Futures müssten allerdings noch eine Genehmigung der Commodities Futures Trading Commission (CFTC) einholen. Für die ICE bleibt zu hoffen, dass sich die CFTC kooperativer zeigt, als es die SEC zuletzt getan hatte. Die lehnte im vergangenen Monat die Einführung eines Bitcoin-ETFs ab – bereits zum dritten Mal.

BTC-ECHO


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