Bank of Thailand ebnet Banken den Weg zum Kryptomarkt

Bank of Thailand ebnet Banken den Weg zum Kryptomarkt
Kryptokompass

Gute Nachrichten für Thailands Banken: Die Zentralbank Bank of Thailand (POT) hat mit einem Rundschreiben an die Finanzinstitute grünes Licht für Investitionen im Kryptosektor gegeben.

Tochterunternhemen von thailändischen Finanzinstituten ist es nun gestattet, sich an Kryptogeschäften zu beteiligen, einschließlich der Herausgabe eigener Token. Auch Investitionen in Kryptowährungen sind den Tochtergesellschaften nun erlaubt, vorausgesetzt, sie befolgen die von ihren jeweiligen Aufsichtsbehörden festgelegten Regeln. Dabei besteht für die Muttergesellschaften für die Kryptoaktivitäten ihrer Töchter eine Aufsichtspflicht hinsichtlich der Risiken, die mit dem Kryptomarkt verbunden sind. Außerdem haben die Banken dafür Sorge zu tragen, dass ihre Tochterunternehmen gemäß der bestehenden Regeln zu Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismus handeln. Neu gegründete Tochtergesellschaften müssen erst über ihre Muttergesellschaften eine Genehmigung bei der BOT beantragen.

Strengere Regeln für Geschäftsbanken

Deutlich strenger fallen die Regeln für Finanzinstitute selbst aus. So dürfen etwa Geschäftsbanken weder Token herausgeben, noch in digitale Assets investieren. Darunter fallen laut BOT sowohl Token als auch Kryptowährungen. Ferner ist es ihnen nicht gestattet, über Makler oder Börsen am Kryptomarkt teilzunehmen. Token dürfen nur herausgegeben oder gekauft werden, wenn dies eine Verbesserung der Bankdienstleistungen zum Ziel hat. Die Bank of Thailand begründet dies damit, dass eine „hodlende“ Geschäftsbank angesichts des noch verhältnismäßig jungen und schwer einschätzbaren Kryptomarktes das Kundenvertrauen in die Finanzinstitutionen des Landes beeinträchtigen könnte.

Regulierung macht’s möglich

Die thailändische Zentralbank revidiert mit diesem Vorstoß ihr Rundschreiben vom Februar. In diesem wurde den Banken des Landes das Geschäft mit Kryptowährungen weitestgehend untersagt. Der Sinneswandel der BOT kam dabei nicht von ungefähr: Seit dem 13. Mai gehört Thailand zu den wenigen Ländern, in denen für Kryptowährungen und ICOs gesetzliche Rahmenbedingungen geschaffen wurden. Die thailändische Börsenaufsichtsbehörde Thailand Security Exchange Commission (TSEC) hat das Regelwerk entwickelt. Es beinhaltet unter anderem, dass Verkäufer von Kryptowährungen sich bei der TSEC registrieren müssen, andernfalls drohen Geld- und Haftstrafen von bis zu zwei Jahren.

BTC-ECHO

Über Christopher Klee

Christopher KleeChristopher Klee hat Literatur- und Medienwissenschaften sowie Informatik an der Universität Konstanz studiert. Seit 2017 beschäftigt sich Christopher mit den technischen und politischen Auswirkungen der Krypto-Ökonomie.

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