Bank of America erwähnt „Ripple Settlement“ in Blockchain-Patent

Christopher Klee

von Christopher Klee

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Christopher Klee

Christopher Klee hat Literatur- und Medienwissenschaften sowie Informatik an der Universität Konstanz studiert. Seit 2017 beschäftigt sich Christopher mit den technischen und politischen Auswirkungen der Krypto-Ökonomie.

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Fassade einer Filiale der Bank of America

Quelle: Shutterstock

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Die Bank of America hat ein Patent für blockchainbasierte, grenzüberschreitende Zahlungsabwicklung eingereicht. Dabei spielt auch das Ripple Interledger Protocoll eine Rolle. Für die Verwendung des Krypto-Assets XRP gibt es indes keine Hinweise.

Die US-amerikanische Bank of America hat im Juni ein bereits vor einem Jahr eingereichtes Blockchain-Patent veröffentlicht. Darin stellt die Bank ein System für grenzüberschreitende Zahlungen in Echtzeit vor. Dies soll die Verwendung von verteilten Datenbanken (Distributed-Ledger-Technologie, kurz: DLT) ermöglichen. Auch Ripple Interledger Protocol ist Teil des neuen Systems.

Ausführungsformen [der vorgestellten Erfindung] erhalten an einem Knoten eines verteilten Blockchain-Netzwerks einen Transaktionssatz, der einer Transaktion zwischen einem Zahler und einem Zahlungsempfänger zugeordnet ist, greifen auf ein verteiltes Ledger zu, bestimmen aus dem verteilten Ledger eine Nettoposition zwischen der Entität und einem Dritten,

heißt es dazu in der Zusammenfassung des Patents, das auf Google Patents zu finden ist.

Da das Abrechnungssystem ein verteiltes Ledger-System nutzt, sind beide „Seiten“ der Transaktion über den Status des Kontos während eines Zyklus, beispielsweise während eines Tages, informiert und können diesen überprüfen. Da es sich bei dem verteilten Ledgersystem um ein vertrauenswürdiges System handelt, entfällt die Notwendigkeit, individuelle, eindeutige Konten für jeden Dritten zu führen.

Offenbar soll für die neue Settlement-Lösung der Bank of America auch das Interledger-Protokoll von Ripple (Ripple ILP) zum Einsatz kommen. Das geht unter anderem aus mehreren Grafiken hervor, die sich im Anhang des Patents befinden.

Bank of America: Ripple ja, XRP nein?


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Unklar ist, ob das neue Transaktionssystem der Bank of America auch Gebrauch von einer Kryptowährung als Brücken-Asset machen wird. Jedenfalls finden sich in dem Antrag keine Hinweise, die auf eine Verwendung des Ripple-Assets XRP schließen lassen. XRP soll im Rahmen der xRapid-Plattform genau diese Funktion erfüllen.

Die Verwendung von XRP würde den XRP-Kurs aller Voraussicht nach deutlich befördern, allerdings bietet das Dokument keinen Grund zur Annahme einer XRP-Implementierung durch die Bank of America.

Deren Chief Operations & Technology Officer, Cathy Bessant, zeigte sich im März gegenüber CNBC hinsichtlich der Blockchain-Technologie aufgeschlossen, jedoch nicht ohne Zweifel am Nutzen der Technologie für ihre Bank durchscheinen zu lassen:

Ich habe keinen[Anwendungsfall] gesehen, der sogar über eine Person oder eine kleine Menge von Transaktionen hinausgeht. Alle großen Technologieunternehmen werden kommen und sagen: Blockchain, Blockchain, Blockchain, Blockchain. Ich sage: Zeige mir den Anwendungsfall. Du bringst mir den Use Case und ich versuche es,

so Bessant gegenüber dem US-Nachrichtensender.

Trotz der über 80 blockchainbezogenen Patente, die alleine die Bank of America eingereicht hat, bleibe Bessant „privat bearish“, was die künftigen Anwendungen der Technologie betrifft.

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