BaFin genehmigt Wertpapier-Informationsblatt: Grünes Licht für Brickblock STO

Moritz Draht

von Moritz Draht

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Moritz Draht

Moritz Draht hat Deutsche Literatur und Philosophie an der Universität Konstanz studiert. Sein Krypto-Engagement widmet sich den Zusammenhängen zwischen soziokulturellen und technischen Entwicklungen.

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Das Unternehmen Brickblock gehört zu den ersten Unternehmen aus dem Krypto-Bereich, das erfolgreich ein Wertpapier-Informationsblatt herausgegeben hat. Kleinanleger können nun an einem Security Token Offering (STO) des Unternehmens für Immobilien teilnehmen.

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat das ​Wertpapier-Informationsblatt (WIB) des Unternehmens Brickblock für einen öffentlichen STO genehmigt. Brickblock betreibt die Plattform ScalingFunds, die Fondsmanagern digitale Tools zur Beschaffung und Verwaltung von Investitionen bietet. Laut einer Pressemitteilung konzentriere sich das Unternehmen weiterhin auf die Betreuung von institutionellen Kunden und akkreditierten Anlegern. Brickblock stellt dabei sein Whitelabel-Produkt für dieses Projekt zur Verfügung, „um das Potenzial der Blockchain-Technologie im Einzelhandel zu demonstrieren“.


Brickblock Digital Services ist Teil der Brickblock Group und betreibt mehrere Produkte für Immobilien und alternative Investmentfonds. Das Kernprodukt des Unternehmens ist ScalingFunds, eine Business-to-Business Software-as-a-Service-Plattform.

Chance für kleine Unternehmen: Das Wertpapier-Informationsblatt

Bei öffentlichen Angeboten von Wertpapieren, deren Gesamtgegenwert im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) weniger als acht Millionen Euro beträgt, kann unter gewissen Voraussetzungen auf einen teuren Wertpapierprospekt verzichtet werden. Stattdessen kann es genügen, ein Wertpapier-Informationsblatt (WIB) zu erstellen und von der BaFin genehmigen zu lassen. Dadurch kann man die bürokratischen Hürden, um Kapital zu generieren, für kleine Unternehmen reduzieren.

Laut BaFin darf das WIB maximal drei Seiten umfassen und muss die wesentlichen Informationen über die Wertpapiere, den Anbieter, den Emittenten und etwaige Garantiegeber enthalten. Das WIB muss zudem einen „Warnhinweis enthalten, wonach der Erwerb des Wertpapiers mit erheblichen Risiken verbunden ist und zum vollständigen Verlust des eingesetzten Vermögens führen kann“. Das WIB kann somit als praktikable „Light-Variante“ des klassischen Wertpapierprospekts dienen und daher vor allem für kleine STOs interessant sein.

Token-basierte Wertpapiere: STOs

Security Token Offerings sichern Investoren die gleichen Rechte zu wie traditionelle Finanzmarktemissionen. Daher müssen Wertpapieraufsichten wie die BaFin öffentliche STOs zulassen, ebenso wie Kapitalmarktprodukte aus dem klassischen Finanzsektor.

Grundlegend dienen Security Token als Funding-Methode. Im Gegensatz zu Utility Token sind Security Token behördlich genehmigte Wertpapiere in Tokenform. Die Security Token werden im Tokenisierungsprozess in der Blockchain registriert. Durch die Tokenisierung wird kleinen und mittleren Unternehmen der Zugang zum Kapitalmarkt mit weniger finanziellem und bürokratischem Aufwand gewährleistet.

Axel von Goldbeck, Partner bei der Rechtsanwaltsgesellschaft DWF, sieht in STOs eine Chance der Finanzierungsmöglichkeit für kleine Unternehmen:

STOs bieten eine Finanzierungsoption, bei der keine Bankdarlehen zur Verfügung stehen. Dies ist ein großer Vorteil für kleine und mittlere Unternehmen (KMU), die Probleme damit haben, Bankdarlehen für den Zugang zum Kapitalmarkt zu erhalten, und insbesondere für Immobilieneigentümer.

In der offiziellen Blockchain-Strategie der Bundesregierung heißt es, dass die Token-Ökonomie ein „dynamisches Ökosystem von Entwicklern und Anbietern“ darstellt. Durch Tokenisierungen sei ein neuer Sektor blockchainbasierter Dienstleistungen entstanden. Token können alle erdenklichen Werte, Rechte und Schuldverhältnisse an materiellen und immateriellen Gütern abbilden.

Jakob Drzazga, CEO und Geschäftsführer von Brickblock, begrüßt die neuen Regularien der Bundesregierung:

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Ich freue mich sehr, dass die Bundesregierung beschlossen hat, Blockchain-Regelungen einzuführen, die immaterielle Anlagen ermöglichen. Es ist an der Zeit, dass die Branche von einer effizienteren und transparenteren Art der Wertpapieranlage profitiert.

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