NBA, Aus der Traum: NBA-Spieler darf Profivertrag nicht tokenisieren

Quelle: Shutterstock

Aus der Traum: NBA-Spieler darf Profivertrag nicht tokenisieren

Der Traum, seinen Profivertrag zu tokenisieren, ist für den NBA-Spieler Spencer Dinwiddie vorerst geplatzt. Mit Verweis auf das geltende Tarifrecht erteilt die Führung der US-Basketball-Liga seinen Plänen eine Absage. Dinwiddie will nun jedoch nachverhandeln. Indes sehen Beobachter in seiner Token-Plattform eine wegweisende Entwicklung für den Profisport.

Als erster Profisportler überhaupt wollte der NBA-Spieler Spencer Dinwiddie seinen Vertrag anteilig an Investoren weitergeben. Mit dem $SD8 –Token hätten sie an seiner Karriere teilhaben und auf eine Gehaltserhöhung wetten können. Nun macht die US-Profiliga NBA dem Spieler der Brooklyn Nets einen Strich durch die Rechnung und schiebt dem Vorstoß einen Riegel vor.

Wie die New York Times am Freitag, dem 27. September, berichtet, hat die Führung der wichtigsten Basketball-Liga der Welt Dinwiddies Plänen eine Absage erteilt. Diese weist auf ihr Tarifrecht hin, wonach NBA-Spieler ihre Vertragsrechte nicht an Dritte abtreten oder auf sonstigem Wege weitergeben dürfen. In einer entsprechenden Erklärung der Liga heißt es mit Verweis auf den Wortlaut des offiziellen Status kurz und bündig:

Aktuellen Berichten zufolge will Spencer Dinwiddie Investoren eine „tokenisierte Wertanlage“ auf Grundlage seines Spielervertrags verkaufen. Ein solches Arrangement wird vom Tarifrecht verboten.

Wenige Tage zuvor hatte Dinwiddie seine Pläne im Gespräch mit dem US-Magazin The Atlantic enthüllt. Mithilfe des Ethereum-basierten Token hätten sich Investoren in seinen derzeit laufenden Dreijahresvertrag einkaufen können, der dem Basketballer in den kommenden 3 Jahren bis zu 34,4 Millionen US-Dollar [knapp 31,5 Millionen Euro] einbringt. Dabei hatte der NBA-Profi mit Soforteinnahmen von bis zu 13,5 Millionen US-Dollar [12,4 Millionen Euro] gerechnet.

Dinwiddie will nachverhandeln

Investoren wollte er hierfür einerseits einen monatlichen Zins ausschütten. Andererseits wäre der Token für Anleger vor allem deshalb reizvoll gewesen, da Dinwiddie künftige Gehaltserhöhungen mit den Token-Besitzern teilen wollte. In seinem jetzigen Arbeitsverhältnis mit den Brooklyn Nets steht es dem NBA-Spieler frei, nach einem Jahr aus seinem Vertrag auszusteigen und nachzuverhandeln. Dies könnte sich für Dinwiddie lohnen, sollte er sich auf dem Spielfeld beweisen und sein Marktwert steigen.


NBA, Aus der Traum: NBA-Spieler darf Profivertrag nicht tokenisieren
[Anzeige]
Bitcoin, Ethereum, Ripple, IOTA und die bekanntesten Kryptowährungen auf Plus500 handeln. Warum Plus500? Kostenloses Demo-Konto; Mobile Trading-App; Einzahlungen per PayPal; große Auswahl an verschiedenen Finanzprodukten (Kryptowährungen, Aktien, Rohstoffe, ETFs, Devisen, Indizies).

Jetzt kostenloses Konto eröffnen

Zwar ist der Guard hierzulande ein derzeit noch wenig bekanntes Gesicht. Unter Experten gilt er jedoch bereits als möglicher Hoffnungsträger und hat demnach guten Grund, seinen Vertragsausstieg ins kommenden Jahr zu setzen.

Trotz der jähen Absage der Liga will sich der 26-Jährige jedoch nicht entmutigen lassen. Gegenüber der New York Times kündigte er an, mit der NBA-Führung nachverhandelt zu wollen. Er besteht darauf, dass es sich bei seinem Token nicht um ein „Assignment“, also eine Abtretung seiner Vertragsrechte handelt. Ob die Liga-Offiziellen jedoch zurückrudern, ist fraglich. Sie sind für ihre konservative und strenge Auslegung der Regeln bekannt.

Die Frage nach der Zuständigkeit

Für Larry Cermak, dem Chef der Forschungsabteilung vom Branchenmagazin The Block, könnte die Haltung der NBA jedoch wenig Einfluss auf Dinwiddies Pläne haben. Er gibt zu bedenken, dass der Profi die Dividende aus seiner eigenen Tasche bezahlt und damit unklar sei, ob das Tarifrecht überhaupt greife.

Sollte Dinwiddies Vorhaben glücken, könnte dies künftig zahlreiche Nachahmer finden, ist sich Cermak gegenüber Forbes weiterhin sicher:

Er öffnet seine Verträge nicht nur für die Krypto-Welt, sondern für alle, die daran teilhaben wollen… [Dinwiddie] tut das, weil dies eine ganz neue Anlageklasse schafft, die in Zukunft unweigerlich beliebt wird.

Gänzlich neu ist Dinwiddies Idee jedoch nicht. Bereits im Jahre 2013 hatte die Investment-Firma Fantex Anlegern Vertragsanteile amerikanischer Football-Profis angeboten. Das Konzept konnte sich jedoch nie durchsetzen. Bereits nach drei Jahren stellte Fantex sein Angebot ein.

Mehr zum Thema:

Ähnliche Artikel

NBA, Aus der Traum: NBA-Spieler darf Profivertrag nicht tokenisieren
„Chinas Twitter“ kickt Bitcoin-Börse Binance von der Plattform – Ist „CZ“ zu weit gegangen?
Szene

Trotz der jüngst verkündeten Blockchain-Offensive der chinesischen Regierung haben Krypto-Unternehmen nach wie vor einen schweren Stand im Reich der Mitte. Vor kurzem hat Weibo, ein chinesischer Microblogging-Anbieter im Stil von Twitter, die Accounts der Bitcoin-Börse Binance und der Tron Foundation, dem Unternehmen hinter der Kryptowährung Tronix (TRX), geschlossen. Hatte sich Binance mit seiner neu entfachten China-Begeisterung zu weit aus dem Fenster gelehnt?

NBA, Aus der Traum: NBA-Spieler darf Profivertrag nicht tokenisieren
OneCoin-Anwalt vor Gericht: Neil Bush soll Cryptoqueen getroffen haben
Sicherheit

Die gerichtliche Aufarbeitung des OneCoin-Skandals schreitet in den USA voran. Durch den mutmaßlichen Betrug sollen die Betreiber der Kryptowährung 4 Milliarden US-Dollar erwirtschaftet haben. Gerichtsunterlagen belegen nun, dass es einst zu einem Treffen zwischen der OneCoin-Gründerin Ruja Ignatova und dem Bruder des ehemaligen US-Präsidenten George W. Bush gekommen war. Ob diese Information dem angeklagten OneCoin-Anwalt Mark Scott helfen wird, bleibt indes fraglich.

Newsletter

Die aktuellsten News kostenlos per E-Mail

Aktuell

NBA, Aus der Traum: NBA-Spieler darf Profivertrag nicht tokenisieren
GateHub kämpft mit gewaltigem Datenleck – 1,4 Millionen Accounts offengelegt
Sicherheit

Der Wallet-Betreiber GateHub muss mit einem gewaltigem Datenleck kämpfen. Im Zuge eines Hacks gelangten zuletzt die Kontoinformationen von insgesamt 1,4 Millionen Nutzern an die Öffentlichkeit. Ein Sicherheitsexperte will nun die Echtheit der Daten überprüft haben.

NBA, Aus der Traum: NBA-Spieler darf Profivertrag nicht tokenisieren
Bitcoin ETF: SEC gibt Bitwise-Antrag zweite Chance
Invest

Der Bitwise Bitcoin ETF erhält eine zweite Chance, von der US-amerikanischen Börsenaufsichtsbehörde SEC durchgewunken zu werden. Was die Behörde zu dem Sinneswandel bewegt hat, ist bislang noch unklar. Die Behörde sammelt nun bis zum 18. Dezember weitere Meinungen zur Causa Bitwise Bitcoin ETF. Mit einer endgültigen Entscheidung ist wohl erst 2020 zu rechnen.

NBA, Aus der Traum: NBA-Spieler darf Profivertrag nicht tokenisieren
Bearishes Signal? Bitcoin Miner kapitulieren
Bitcoin

Das Bitcoin Hash Ribbon hat sich gedreht. Dies deutet auf die Kapitulation einer Vielzahl von Minern hin. Doch wie berechtigt ist die Angst vor einem Abrutschen des Kurses?

NBA, Aus der Traum: NBA-Spieler darf Profivertrag nicht tokenisieren
China: Huawei entwickelt Regierungsblockchain
Blockchain

Der chinesische Technologie-Konzern Huawei entwickelt eine Blockchain für die chinesische Regierung, um den Datenaustausch zwischen politischen Institutionen und öffentlichen Behörden zu optimieren. Statt vieler zentraler Datensilos soll mit der Blockchain ein dezentrales Register eingesetzt werden. Huawei schafft somit eine Infrastruktur, die den politischen Interessen der Parteiführung in die Karten spielt.

Angesagt

„Brücke des Vertrauens“: VeChain und Partner lancieren Blockchain-Plattform
Blockchain

Blockchainbasierte Plattformen für das Tracking von Produkten schießen jüngst wie Pilze aus dem Boden. Das aktuelle Beispiel: Foodgates. Die Lebensmittelplattform operiert auf der öffentlichen Blockchain von VeChain, zudem möchte sie eine interkontinentale „Brücke des Vertrauens“ zwischen Frankreich und China schlagen.

Malware-Alarm: Schadsoftware auf Monero-Website führt zu Coin-Verlust
Altcoins

Auf getmonero.com kursiert Schadsoftware. Nach Angaben des Monero Core Teams, ist die offizielle Monero (XMR) Wallet mit Malware belegt. Nutzer sollten kürzlich heruntergeladene Monero Wallets nicht arglos in Betrieb nehmen – es droht der Verlust von eingezahlten Coins.

Deutsche Börse und Swisscom tokenisieren Wertpapiere
Blockchain

Deutsche Börse und Swisscom haben gemeinsam mit der Falcon Private Bank, Vontobel und der Zürcher Kantonalbank Wertpapiergeschäfte mit tokenisierten Aktien auf Blockchain-Basis abgewickelt. Durch diesen Proof of Concept zeigen die Partnerbanken auf, wie eine Wertpapierabwicklung von Aktien kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) mittels DLT künftig aussehen könnte.

Über den Wolken: Hahn Air verkündet Blockchain-Jungfernflug
Blockchain

Der deutschen Charter Airline Hahn Air ist nach eigenen Angaben eine Weltpremiere geglückt. In einem Testlauf gelang der Fluggesellschaft die erste mithilfe von Blockchain-Technologie verwaltete Flugreise. Dabei wurden Angebot, Reservierung und Bezahlung der Tickets vollständig mithilfe der Open-Source-Plattform des Schweizer Blockchain-Start-ups Winding Tree abgewickelt.

Warte mal kurz ... !

Kennst du schon unseren Newsletter? Wir versorgen dich kostenlos mit den spannendsten News der Krypto- und Blockchainszene: