Altcoin-Marktanalyse – Ripple-Kurs bildet Schlusslicht der Top-Coins

Quelle: Shutterstock

Altcoin-Marktanalyse – Ripple-Kurs bildet Schlusslicht der Top-Coins

Nachdem die Marktkapitalisierung des Krypto-Markts zu Beginn der Woche noch auf 318 Mrd. US-Dollar angestiegen war, folgte unter der Woche eine Korrektur auf 280 Mrd. US-Dollar. Momentan notiert die Gesamtmarktkapitalisierung mit 291 Mrd. US-Dollar geringfügig unterhalb des Vorwochenniveaus. Die Dominanz des Bitcoins markierte derweil ein weiteres neues Jahreshoch bei 72,5 Prozent und notiert aktuell bei starken 70 Prozent. Durch die weiter steigende Bitcoin-Dominanz hat die Mehrheit der Altcoins diese Woche erneut Federn lassen müssen, kann sich aber am Wochenende teilweise wieder leicht erholen.  

Auch die Mehrheit der Top-10-Coins hat infolgedessen in dieser Woche Kursverluste zu verzeichnen. Der Ripple-Kurs stand bereits besser da. So bildet der Kurs von XRP mit einem Minus von knapp fünf Prozent das Schlusslicht der Top-Coins. Mit einem Wochengewinn von 9,5 Prozent stellt der Binance-Coin-Kurs demgegenüber eine positive Ausnahme dar und steigt damit auch rund 6 Prozent mehr als der Bitcoin-Kurs. Damit stemmt sich der Binance-Coin-Kurs vorerst erfolgreich gegen den Abwärtstrend der letzten Wochen. Die Rückkehr unter die Top 10 der Altcoins schafft diese Woche Monero mit einem Kursplus von 3,9 Prozent und kann damit den zweitstärksten Wochenanstieg unter den Top-Coins vorweisen. Sieben Coins haben im Wochenvergleich hingegen einen Kursabschlag zu verzeichnen.

Blick auf die Marktkapitalisierung

Gesamtmarktkapitalisierung auf Basis von Werten von Cryptocap dargestellt

Positiv zur Gesamtsituation ist anzumerken, dass diese Woche der alte Widerstand bei 278 Milliarden US-Dollar vorerst Unterstützung zu geben scheint. Jedoch spitzt sich die Situation am Altcoinmarkt weiter zu, viele kleine Altcoins verzeichnen weiterhin neue Allzeittiefs. Hier muss zunächst eine Stabilisierung stattfinden, bevor eine Altcoin-Rallye überhaupt möglich ist.

Beste Kursentwicklung: Binance Coin (BNB)

Kursanalyse auf Basis des Wertepaares BNB/USDT auf Binance


[Anzeige]
Bitcoin, Ethereum, Ripple, IOTA und die bekanntesten Kryptowährungen auf eToro handeln.Warum eToro? Kostenloses Demo-Konto; Mobile Trading-App; Einzahlungen per PayPal; große Auswahl an verschiedenen Finanzprodukten (Kryptowährungen, Aktien, Rohstoffe, ETFs, Devisen, Indizies); Social Trading mit großer internationaler Community.

Jetzt kostenloses Konto eröffnen

Während der Ripple-Kurs also relativ schlecht performt, schafft es der Binance Coin, sich gegen den negativen Trend zu stemmen und ist der stärkste Altcoin unter den Top 10. Mit einem Wochen-Plus von 9,5 Prozent konnte der Kurs die Abwärtstrendlinie vom Jahreshoch kommend durchbrechen. Der Kurs notiert aktuell knapp oberhalb der 30-US-Dollar-Marke. Damit konnte das 61,8-Prozent-Fibonacci-Retracement-Level bei 26,49 US-Dollar dem Kurs Halt geben. Jedoch war auf der Oberseite im Bereich um 31,52 US-Dollar erneut Schluss mit dem Anstieg. Somit ist der BNB-Preis aktuell in einer Seitwärtsphase und ist zwischen den sich verengenden Bollingerbändern im Tageschart gefangen.

Erst ein Bruch der 62,60 US-Dollar würde frisches Potential für einen weiteren Kursanstieg bieten. Bei Bruch dieser Marke werden die Ziele um 35,10 US-Dollar sowie darüber das alte Allzeithoch bei 39,66 US-Dollar aktiviert. Fällt der Kurs von BNB hingegen unter die Aufwärtstrendlinie bei 27,80 US-Dollar, rückt das Juli-Tief bei 24,10 US-Dollar in den Fokus. Dort verläuft aktuell auch der exponentiell gleitende Mittelwert der letzten 200 Tage.

Auch wenn sich der Binance Coin momentan positiv entwickelt, ist es noch zu früh, vom Ende der Korrektur zu reden. Der aktuelle Anstieg von BNB in einem mehrheitlich schwachen Altcoin-Umfeld ist dabei wohl weiterhin der anhaltenden Nachfrage an Initial Exchance Offerings geschuldet. Solange das Interesse daran anhält, hat BNB gute Chancen sich auch in der kommenden Zeit weiter positiv zu entwickeln.

Die Indikatoren RSI und MACD liefern im Tageschart aktuell bullishe Signale und können beide leicht steigen. Jedoch zeigt sich auf Wochenbasis ein anderes Bild. Der RSI ist hier bereits fallend, hält sich aber noch über der Marke von 55. Der MACD-Indikator liefert in der ablaufenden Woche hingegen erste bearishe Signale. Insofern liefern die Indikatoren momentan noch kein einheitliches Signal. Dieses uneinheitliche Bild lässt deswegen momentan keine eindeutigen Schlüsse zu und liefert ein gemischtes Gesamtbild. Es gilt momentan weiterhin genau zu beobachten, ob sich der Kurs auf dem aktuellen Niveau stabilisieren kann. Aktuell ergibt sich daher kein interessantes Tradingsetup für den Binance Coin. Schlechter noch sieht es für den Ripple-Kurs aus.

Schlechteste Kursentwicklung: Ripple-Kurs (XRP)

Kursanalyse auf Basis des Wertepaares XRP/USD auf Bitfinex

Eine erneut schwache Woche hat hingegen der Ripple-Kurs (XRP) hinter sich. Zu Beginn der Woche schaffte es Ripple nicht, den horizontalen Widerstand bei 0,33 US-Dollar zu überwinden und fiel im Zuge eines schwachen Altcoinmarkts abermals unter die 0,30-US-Dollar-Marke zurück. Eine Petition gegen das „Dumping“ von XRP auf den Markt haben dem Kurs in den vergangenen Tagen erneut zugesetzt. Solange es XRP nicht schafft, die 0,33 US-Dollar nachhaltig zu brechen, überwiegen die Abwärtsrisiken. Eine zentrale Bedeutung hat dabei das Tief aus dem Juli bei 0,285 US-Dollar. In diesem Bereich verläuft aktuell auch der Supertrend aus dem Wochenchart und gibt damit vorerst Halt.

Wird der Bereich um 0,28 US-Dollar beim Ripple-Kurs jedoch unterschritten, werden die Ziele bei 0,25 US-Dollar sowie darunter die Marke um 0,223 US-Dollar aktiviert. Die charttechnische Situation wirkt insgesamt sehr angespannt, eine Trendfolgeformation mit neuen Tiefs scheint derzeit das wahrscheinlichere Szenario. Erst ein nachhaltiger Bruch der 0,33 US-Dollar würde das Chartbild aufhellen und könnte einen erneuten Test des exponentiell gleitenden Mittelwerts der letzten 200 Tage bei 0,362 US-Dollar ermöglichen.

Der RSI und der MACD-Indikator im Tageschart weisen für den Ripple-Kurs bearishe Signale auf. Der RSI ist mit einem Wert von 37 weiterhin als schwach zu interpretieren, zudem hat der MACD in der ablaufenden Woche ein neues Verkaufssignal ausgebildet. Ein ähnliches Bild zeigt sich auch auf Wochensicht. Beide Indikatoren weisen weiterhin bearishe Signale auf, das negative Gesamtbild überwiegt somit. Für Ripple bietet sich somit ein Short-Szenario an. Fällt der Kurs per Tagesschluss unter die wichtige Marke von 0,283 US-Dollar, wäre das angesprochene Short-Szenario mit dem Minimalziel 0,25 US-Dollar aktiviert. Der Stop-Loss sollte dabei jedoch eng gewählt und knapp oberhalb der 0,30 US-Dollar gesetzt werden.

Stabilität der Top 10

In der letzten Woche konnten noch leichte Kursgewinne bei den Top-10-Coins verzeichnet werden. Leider sind die durchschnittlichen Kursverläufe mit einem Abschlag von 3,1 Prozent erneut negativ zu werten. Die Platzierungen der Top-10-Altcoins änderten sich diese Woche abermals auf zwei Positionen. Der Binance Coin schiebt sich mit einer starken Wochenentwicklung an Eos vorbei auf Platz sechs. Nach einer längeren Abstinenz kann sich zudem Monero an Stellar vorbei auf Platz zehn vorschieben. Bis auf wenige Ausnahmen können die Top 10 der Altcoins dem Bitcoin im Wochenvergleich abermals nicht folgen, was auch mit der aktuellen Dominanz der Leitwährung zusammenhängt. Der Ripple-Kurs steht trotz seiner Performance nach wie vor auf Platz drei.

Gewinner und Verlierer der Woche: Ripple-Kurs vergleichsweise gut

Wohingegen die Entwicklung der Top-100-Coins in der letzten Woche noch ein wenig Hoffnung gab, erfolgte diese Woche die Ernüchterung. Ein kompletter Absturz konnte dank eines starken letzten Wochentags zwar scheinbar abgewendet werden, jedoch notieren 70 Prozent aller Top-100-Altcoin/USD-Paare aktuell im Minus. Dementsprechend zeigen auch die meisten Altcoin/BTC-Charts weiter gen Süden. Zumindest zeigen sich in den letzten 48 Stunden erste Lebenszeichen bei einigen Altcoins wie zum Beispiel Bitcoin Cash oder auch Cardano.

In einem schwachen Marktumfeld gibt es diese Woche lediglich drei Top-100-Coins, die zumindest einen leichten zweistelligen Kursanstieg verzeichnen können. Mit einem Kursplus von 15 Prozent ist der Coin Algorand der stärkste unter den Top 100, gefolgt vom RIF Token mit einem Plus von 12,7 Prozent. Auch die Kurse der Krypto-Börsen wie der Huobi Token und der OKB Coin sind neben dem Binance Coin diese Woche gefragt. Unter den größten Verlierern dieser Woche findet sich mit dem Egretia Coin und einem Kursabschlag von 19 Prozent erneut der Wochenverlierer der letzten Woche. Der Verlierer der Woche, GXChain, verliert mit gut 30 Prozent knapp ein Drittel an Wert. Mehr als 30 Coins der Top 100 müssen zweistellige Kursverluste hinnehmen und fallen weiter hinter dem Bitcoin zurück, was sich bei vielen Coinpreisen in neuen absoluten Tiefs abbildet. Im Top-100-Vergleich schlägt sich der Ripple-Kurs also vergleichsweise gut.

Zeit für die Altcoin-Season? Die Bitcoin-Dominanz rät zum Warten

Gesamtmarktkapitalisierung exklusive Bitcoin auf Basis von Werten von Cryptocap sowie auf Basis des Wertepaares BTC/USD auf Coinbase dargestellt

Wie bereits in der letzten Ausgabe befürchtet, sieht der Chart des Altcoin-Gesamtmarkts vs. Bitcoin weiterhin schwach aus und markierte in dieser Woche abermals ein neues 52-Wochen-Tief. Damit ist eine erste Prüfung des Tiefs aus dem Dezember 2017 erfolgt. Zu hoffen ist, dass die Marke vorerst ein markantes Tief darstellt und sich der Chart zugunsten der Altcoins erholen kann.

Solange die Dominanz des Bitcoins auf Wochenbasis weiter scheinbar unaufhaltbar ansteigt, ist hier nicht mit einer zeitnahen Veränderung der Situation zu rechnen. Zwar hat die Bitcoin-Dominanz das aktivierte Ziel bei 73,94 Prozent nicht erreicht. Solange die Dominanz jedoch nicht spürbar unter die 70-Prozent-Marke fällt, ist der Altcoinmarkt weiterhin ein schwieriges Pflaster.

Disclaimer: Die auf dieser Seite dargestellten Kursschätzungen stellen keine Kauf- bzw. Verkaufsempfehlungen dar. Sie sind lediglich eine Einschätzung des Analysten.

Die Chartbilder wurden mithilfe von TradingView erstellt.

USD/EUR-Kurs zum Redaktionsschluss: 0,89 Euro.

Mehr zum Thema:

Ähnliche Artikel

Bald gibt es 18 Millionen BTC – Was das für den Bitcoin-Kurs bedeutet
Bald gibt es 18 Millionen BTC – Was das für den Bitcoin-Kurs bedeutet
Bitcoin

Ende dieser Woche wird die Marke von 18 Millionen Bitcoin geknackt. Wir klären, wie sich das auf den Kurs auswirkt, was das mit dem Halving zu tun hat und warum Bitcoin bald seltener als Gold sein könnte.

Bitcoin-Kurs- und Marktbetrachtung: Long trotz starker Resistance
Bitcoin-Kurs- und Marktbetrachtung: Long trotz starker Resistance
Kursanalyse

Der Bitcoin-Kurs kann den gleitenden Mittelwert der letzten 200 Tage nicht überschreiten. Trotz dieser anscheinend starken Resistance dominieren Long-Positionen. Jenseits vom Kursgeschehen soll über Bitcoins langfristigen Wert mithilfe von Amaras Gesetz nachgedacht werden.

Newsletter

Die aktuellsten News kostenlos per E-Mail

Aktuell

CFTC deckt Bitcoin-Betrug in Millionenhöhe auf
CFTC deckt Bitcoin-Betrug in Millionenhöhe auf
Regulierung

Die Commodity Futures Trading Commission (CFTC) in Washington in den USA hat einen neuen Krypto-Fraud hochgenommen. Seit Dezember des Jahres 2017 läuft das zwielichtige Programm Circle Society, denen die CFTC nun das Handwerk gelegt hat. Insgesamt sollen die betrügerischen Anbieter rund 11 Millionen US-Dollar erwirtschaftet haben.

Facebook Coin Libra: G7 wird Stable Coin vorerst nicht zulassen
Facebook Coin Libra: G7 wird Stable Coin vorerst nicht zulassen
Regulierung

Die „großen 7“ wollen den geplanten Facebook Coin Libra nicht zulassen. Das geht aus einem Stable-Coin-Bericht hervor, den die G7 am 18. Oktober veröffentlichte.

Finanzbranche first, Industrie second: Wann die Blockchain den Maschinenbauer erreichen wird
Finanzbranche first, Industrie second: Wann die Blockchain den Maschinenbauer erreichen wird
Kommentar

„Blockchain ist viel mehr als Bitcoin.“ Dieser Satz wurde in den letzten zwei Jahren geradezu mantra-artig, selbstbewusst und inflationär von Managern aus der Industrie heruntergebetet. Warum die Realität von dieser Vorstellung noch ein Stückchen entfernt ist, wie lange es dauern wird, bis Blockchain im produzierenden Gewerbe wirklich angekommen ist und wieso die Finanzialisierung der Realwirtschaft voraus ist. Ein Kommentar.

Nach Libra-Austritt: MasterCard glaubt an Krypto-Branche
Nach Libra-Austritt: MasterCard glaubt an Krypto-Branche
Szene

Nach Visa, PayPal und ebay ist auch MasterCard aus Facebooks Libra Association ausgetreten. Das Kreditkartenunternehmen nahm dies zum Anlass, um einmal über die Zukunft der Krypto-Welt nachzudenken. Von einem Abschied aus der Branche ist MasterCard indessen meilenweit entfernt.

Angesagt

iFinca: Fair-Trade-Kaffee durch Blockchain-Technologie
Blockchain

Eine neue App verspricht mithilfe der Blockchain vollste Transparenz bei der Kaffeeproduktion. Das Produkt der kolumbianischen Firma iFinca möchte Farmern eine stärkere Stimme verleihen. Endverbraucher, die den entsprechenden QR-Code auf ihrem Kaffee scannen, sehen dann, wie viel der Bauer an der Herstellung verdient hat. Es ist nicht das erste Projekt in der Kaffee-Branche, welches die Technologie von Bitcoin & Co. nutzt. Schließlich ist das Kaffee-Business eines der undurchsichtigsten weltweit.

China, Nike und die NBA: Sneaker Token im politischen Eklat
Politik

Nike Sneaker, Token und ein Tweet. Der schwelende Konflikt zwischen der NBA und der chinesischen Regierung hat auch in der Krypto-Sphäre seine Spuren hinterlassen.

USA und Kanada erwägen digitales Zentralbankengeld
Politik

Die Zentralbanken Kanadas und der USA planen die Einführung eigener digitaler Währungen. Sie reagieren damit auf ein wachsendes Interesse an digitalen Währungen und wollen den Aufsprung bei dieser Entwicklung nicht verpassen. Dabei verfolgen beide Nationen unterschiedliche Interessen.

Ripple arbeitet an Software für Ledger und Trezor
Kommentar

Das kalifornische Unternehmen Ripple hat über sinen Investmentarm Xpring erneut in Towo Labs investiert. Das schwedische Unternehmen soll eine robuste und praktikable Software schreiben.