Krypto-City Akon baut neue Stadt samt eigener Kryptowährung

Anton Livshits

von Anton Livshits

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Anton Livshits

Anton Livshits absolviert ein Masterstudium der Kulturwissenschaften an der Universität Leipzig. Seine Beschäftigung mit Krypto-Themen ist das Resultat eines grundlegenden Interesses am Wechselspiel von technischer Innovation und gesellschaftlichem Wandel.

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Der Sänger Akon bei der Vorstellung seines Albums Freedom in Mexico City

Quelle: Shutterstock

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Der Musikstar Akon fühlt sich in den letzten Jahren immer mehr in der Geschäftswelt zu Hause. Dort realisiert er Projekte, mit denen er dem afrikanischen Kontinent unter die Arme greifen möchte. In Senegal lässt der Rapper gar eine eigene Stadt errichten. Mit dem Akoin erblickt seine eigene Kryptowährung bald ebenfalls das Licht der Welt.

Chart-Hits wie Lonely und Locked Up machten Akon zu einer Größe im Musik-Game. Der US-Amerikaner mit senegalesischen Wurzeln verfolgt indessen weitaus ehrgeizigere Pläne. Denn mit „Akon City“ baut der Pop-Star im Senegal eine eigene Stadt, die in Anlehnung an den Marvel-Hit Black Panther als ein „echtes Wakanda“ angepriesen wird. Einer geplanten, eigenen Kryptowährung kommt bei den Plänen ebenfalls eine Schlüsselrolle zu.


Für das 6 Milliarden US-Dollar teure Projekt sicherte der Musiker sich nun zwei große Unternehmen als Baupartner. Seit dem 22. Juni ist bekannt, dass das US-amerikanische Ingenieurbüro KE-International für die Umsetzung des Bauprojekts verantwortlich ist. Mit Bakri & Associates Development Consultants konnte zudem ein Unternehmen aus Dubai für die architektonische Gestaltung gewonnen werden.

Krypto-City soll bis 2030 fertig sein

Akon kündigte die Pläne für eine eigene Stadt bereits im vergangenen Jahr an. Anfang 2020 konkretisierten sich die Überlegungen. Damals übergab die senegalesische Regierung dem Musiker etwa 81 Hektar Land, das weniger als eine Stunde Fahrt vom neuen internationalen Flughafen bei Dakar entfernt ist.

Die Bauarbeiten selbst sollen in drei Phasen von statten gehen, wobei KE International bereits die 4 Milliarden US-Dollar einnehmen konnte, die für die ersten beiden erforderlich sind. Die erste Phase soll bis zum Jahr 2023 abgeschlossen sein, neben Straßen soll hier grundlegende Infrastruktur, wie etwa eine Schule, eine Anlage für Solarenergie sowie ein Krankenhaus errichtet werden.

Die zweite Phase wird von 2024 bis 2029 gehen. An ihrem Ende soll eine Stadt stehen, die komplett mit Hilfe von Akons geplanter Kryptowährung betrieben wird.

Akon steigt ins Krypto-Geschäft ein

Mit dem Akoin arbeitet Akon an einer eigenen Kryptowährung, die bereits im Juli 2020 an die Öffentlichkeit gehen soll. Der Akoin ist als Utility Token ausgelegt, hinter ihm soll ein „großes Ökosystem“ stehen. Als technische Grundlage kommt die Stellar Blockchain zum Einsatz.

Laut Bloomberg ist Akon bereits seit längerem vom Krypto-Wertversprechen überzeugt. Der Musiker investierte 2014 erstmals in Bitcoin. Die Idee für eine eigene Kryptowährung soll ihm hingegen während einer Reise nach Frankreich gekommen sein. Als er die senegalesische Landeswährung nicht umtauschen konnte, entschied er, selbst Abhilfe zu schaffen.

Der geplante Akoin soll folglich der wirtschaftlichen Entwicklung des afrikanischen Kontinents zu Gute kommen. Akon gab jedoch bereits im April gegenüber Decrypt an, dass dies in erster Linie eine Zukunftsvision sei. Schließlich stünde allein schon die geringe Verbreitung von Smartphones in Afrika einer großflächigen Adaption des Akoin im Wege. Fürs erste wird die Währung deshalb wohl Akon City und vergleichbaren Enklaven vorbehalten bleiben.

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