Meta zieht Konsequenzen aus Problemen im Metaverse. Horizon Worlds verschwindet aus der VR und wird künftig nur noch mobil verfügbar sein.
Meta zieht Konsequenzen aus Problemen im Metaverse. Horizon Worlds verschwindet aus der VR und wird künftig nur noch mobil verfügbar sein.
Metaverse-Coins verzeichnen zurzeit satte Kursgewinne. Dabei wurden die Projekte am Krypto-Markt schon abgeschrieben. Was steckt dahinter?
Der einstige Hype rund ums Metaverse ist tot. Doch wie geht es den einstigen Vorzeigeprojekten Decentraland und The Sandbox eigentlich heute?
Von den einstigen Gewinnern des 2021 Bull Runs zu Milliardenverlusten bei Big Tech – Deshalb sind Metaverse-Projekte aus der Mode gekommen.
Disney will seine Helden und Bösewichte für Fans zugänglich machen. Hilfe bekommt man dabei von Fortnite-Macher Epic Games.
Meta habe große Fortschritte gemacht, so Meta-CEO Mark Zuckerberg. Das vierte Quartal war das bisher erfolgreichste der Metaverse-Abteilung – trotz Milliardenverlust.
Blühende VR-Landschaften, Spaß und Action: All das sucht man in Horizon Worlds vergebens. Das Vorzeige-Metaverse ist ein Reinfall - für Meta eine Belastungsprobe.

Das Ende der Pandemie hat den Metaverse-Hype begraben. Virtuelle Welten wie Decentraland und The Sandbox locken kaum mehr Nutzer.
Digitale Freiheit, ade: China will auch das Metaverse komplett überwachen und kontrollieren. Die Pläne sind erschreckend.

Ausgerüstet mit VR-Brille und Controller, bereite ich mich auf ein bevorstehendes Interview vor. Mein Gast: Simon Graff, Experte für Extended Reality. Wir treffen uns im Metaverse.
Erneut verbucht die Metaverse-Abteilung von Meta einen Milliarden-Verlust. Ob Mark Zuckerberg mit seiner Wette Recht behält? Garantieren will er es nicht.
Nachdem Konkurrent Lidl eine eigene Kleidungskollektion verkauft, plant auch Aldi Süd mit neuen Produkten. Dabei setzt der Lebensmittelhändler auf das Metaverse.

Neben Hongkong setzt auch Shanghai auf die Krypto-Industrie. Mit Metaverse-Projekten will die chinesische Finanzhauptstadt Milliarden verdienen.
Mit einem Milliarden-Fonds will China Metaverse-Technologien fördern und Krypto-affine Unternehmen ins Land holen.
Im ersten Quartal hat die Metaverse-Abteilung 4 Milliarden US-Dollar verloren. Meta-CEO Mark Zuckerberg bleibt aber zuversichtlich.
Frankreich arbeitet an einer eigenen Strategie für das Metaverse. Damit will man Konzernen wie Meta Konkurrenz machen.
Wie misst man die Wertschöpfung im Metaverse und wie kann sie mit unserem bisherigen volkswirtschaftlichen Verständnis einhergehen?
Das Metaverse könnte in Zukunft zu einer ernsthaften Alternative zum Online-Shopping oder der Fußgängerzone werden.
Das Metaverse beschreibt kein einzelnes Programm, sondern eine Vorstellung davon, wie sich das Internet weiterentwickeln könnte. Statt Webseiten aufzurufen, bewegst du dich mit einem Avatar durch dreidimensionale Räume. Dort triffst du andere Menschen in Echtzeit, besuchst Events, spielst oder kaufst digitale Gegenstände.
Den Begriff prägte Neal Stephenson 1992 im Science-Fiction-Roman Snow Crash. Erste Ansätze gab es schon früher. Das Online-Rollenspiel Habitat von Lucasfilm Games gilt als früher Vorläufer aus den 1980er-Jahren, Second Life startete 2003. Welche Merkmale ein echtes Metaverse ausmachen, ist nicht verbindlich festgelegt. Häufig genannt werden diese:
Gerade der letzte Punkt ist bis heute kaum umgesetzt. Die meisten virtuellen Welten sind voneinander getrennt und gehören einzelnen Unternehmen.
Der wichtigste Unterschied zwischen klassischen virtuellen Welten und Krypto-Metaversen liegt darin, wie digitale Güter verwaltet werden. Bei Plattformen wie Roblox oder Meta Horizon Worlds verwaltet das Unternehmen alle Gegenstände auf eigenen Servern. In Decentraland oder The Sandbox sind Grundstücke und Gegenstände dagegen als NFTs der Wallet der Nutzer zugeordnet. Die Unterschiede im Überblick.
| Merkmal | Zentrale Plattformen | Krypto-Metaversen |
|---|---|---|
| Beispiele | Roblox, Meta Horizon Worlds | Decentraland, The Sandbox |
| Zugang | Konto beim Anbieter | Wallet, teils auch Gastzugang |
| Digitale Gegenstände | Lizenz im Konto des Anbieters | NFTs, die der eigenen Wallet zugeordnet sind |
| Währung | Plattformwährung wie Robux | Kryptowerte wie MANA oder SAND |
| Mitbestimmung | Entscheidet der Betreiber | Teils über Token oder eine DAO, etwa bei Decentraland |
| Handel | Meist nur innerhalb der Plattform | Auch auf externen NFT-Marktplätzen |
Decentraland öffnete im Februar 2020 für die Öffentlichkeit und basiert auf Ethereum. The Sandbox startete seine erste öffentliche Spielsaison im November 2021. In beiden Welten kannst du virtuelles Land kaufen, bebauen und Events veranstalten. Mehr zur Technik dahinter erfährst du auf unserer Seite zur Blockchain.
In Krypto-Metaversen übernehmen zwei Arten von Kryptowerten unterschiedliche Aufgaben. Fungible Token wie MANA oder SAND sind die Zahlungsmittel der Welt. NFTs (Non-Fungible Token) stehen dagegen für einzelne, unterscheidbare Gegenstände wie ein Grundstück, eine Spielkarte oder ein Kleidungsstück für deinen Avatar.
Ein NFT beweist, dass ein bestimmter Token deiner Wallet zugeordnet ist. Rechtliches Eigentum am dargestellten Gegenstand oder eine dauerhafte Nutzung garantiert das nicht. Welche Rechte du im Spiel hast, legen die Regeln der Plattform fest. Stellt ein Projekt den Betrieb ein, bleibt das NFT zwar in deiner Wallet, verliert aber oft seinen Nutzen. Einen Avatar oder ein Grundstück aus Decentraland kannst du außerdem nicht einfach in The Sandbox mitnehmen.
Der große Metaverse-Hype begann im Oktober 2021, als sich Facebook in Meta umbenannte. Grundstückspreise in Krypto-Welten stiegen damals stark, Marken eröffneten virtuelle Filialen. Mit dem Bärenmarkt 2022 brachen Token-Kurse und NFT-Preise ein. Auch die Nutzerzahlen von Decentraland und The Sandbox blieben weit hinter den Erwartungen zurück.
Meta hat mit seiner Sparte Reality Labs über Jahre Verluste in Milliardenhöhe geschrieben. Anfang 2026 löste der Konzern die Plattform Horizon Worlds von seinen Quest-Brillen und konzentriert sich auf die Mobile-Version. Im März 2026 kündigte Meta zunächst an, die VR-Version ganz einzustellen, und nahm das einen Tag später teilweise zurück. Bestehende Welten laufen weiter, neue Spiele kommen aber nicht hinzu. Die wichtigsten Stationen im Überblick.
| Zeitpunkt | Ereignis |
|---|---|
| 1980er-Jahre | Das Online-Rollenspiel Habitat gilt als früher Vorläufer |
| 1992 | Neal Stephenson prägt den Begriff im Roman Snow Crash |
| 2003 | Start von Second Life |
| Februar 2020 | Decentraland öffnet für die Öffentlichkeit |
| Oktober 2021 | Facebook benennt sich in Meta um |
| November 2021 | The Sandbox startet die erste öffentliche Spielsaison |
| 2022 | Bärenmarkt, Token- und NFT-Preise brechen ein |
| Juli 2023 | EU-Kommission legt eine Strategie für Web 4.0 und virtuelle Welten vor |
| Februar/März 2026 | Meta verlagert Horizon Worlds auf Mobile, die VR-Version erhält keine neuen Spiele |
Tot ist die Idee damit nicht. Spieleplattformen wie Roblox oder Fortnite gelten vielen bereits als Metaverse im Kleinen. Krypto-Projekte arbeiten weiter an ihren Welten, allerdings mit deutlich weniger Aufmerksamkeit als 2021.
Blockchain-Spiele verbinden klassische Spielprinzipien mit NFTs und Token. Spielkarten, Werkzeuge oder Figuren sind als NFTs deiner Wallet zugeordnet und lassen sich handeln. Das Modell Play-to-Earn versprach, mit Spielen Geld zu verdienen, ist aber spätestens seit dem Absturz von Axie Infinity 2022 umstritten. Drei bekannte Spiele im Vergleich.
| Spiel | Genre | Blockchain | Token | Einstieg |
|---|---|---|---|---|
| Gods Unchained | Sammelkartenspiel | Immutable zkEVM (seit Juni 2025) | GODS | Kostenlos, Login mit Immutable Passport |
| Alien Worlds | Mining- und Strategiespiel im All | WAX, TLM auch auf BNB Chain und Ethereum | TLM | Kostenlos mit Basis-Werkzeug, WAX Cloud Wallet |
| Splinterlands | Sammelkartenspiel | Hive | SPS, DEC | Kostenloser Account, Spellbook kostenpflichtig |
Weitere News und Hintergründe zu Spielen mit Blockchain findest du unter Blockchain Gaming.
Gods Unchained ist ein digitales Sammelkartenspiel des Unternehmens Immutable. Das Prinzip ähnelt Magic: The Gathering oder Hearthstone. Zwei Spieler treten mit Kartendecks gegeneinander an. Wer die Lebenspunkte des gegnerischen Gottes auf null bringt, gewinnt. Handelbare Karten sind NFTs, die deiner Wallet zugeordnet sind. Seit Juni 2025 läuft das Spiel auf Immutable zkEVM, zuvor auf der Layer-2-Lösung ImmutableX. Mit dem Token GODS kaufst du unter anderem Kartenpakete. Über das Staking-Programm von Gods Unchained lassen sich GODS zudem hinterlegen, Belohnungen gibt es dabei nur nach den jeweiligen Teilnahmebedingungen.
So startest du mit Gods Unchained:
Alien Worlds ist ein Blockchain-Spiel im Weltraum, das 2020 startete. Du schürfst mit Werkzeugen, die als NFTs existieren, auf virtuellen Planeten den Token TLM. Das Spiel läuft hauptsächlich auf der WAX-Blockchain, TLM gibt es zusätzlich auf der BNB Chain und auf Ethereum. Die maximale Menge ist auf 10 Milliarden TLM festgelegt.
Jeder Planet wird von einer DAO verwaltet. Stimmrechte erhältst du, indem du TLM auf einem Planeten stakst. Damit wählst du die Planetary Custodians, die den Planeten verwalten. Landbesitz allein verleiht kein Stimmrecht. Planeten und Landbesitzer behalten aber einen Teil der Mining-Erträge ein. So startest du mit Alien Worlds:
Splinterlands ist ein Sammelkartenspiel, das 2018 als Steem Monsters startete und heute auf der Blockchain Hive läuft. Du stellst Teams aus Monster-Karten zusammen, die Kämpfe laufen danach automatisch ab. Wichtig sind also die Auswahl und Aufstellung der Karten, nicht schnelle Reaktionen. Splinterlands nutzt mehrere Token. SPS dient zur Mitbestimmung in der DAO, Dark Energy Crystals (DEC) sind eine Spielwährung.
So startest du mit Splinterlands:
Für den Einstieg brauchst du keine VR-Brille. Decentraland und The Sandbox laufen am Computer, Decentraland lässt sich zum Ausprobieren auch ohne Wallet als Gast nutzen. So gehst du vor:
Digitale Grundstücke und Spiel-Token sind hochspekulativ. Bevor du Geld einsetzt, solltest du diese Punkte kennen:
Fungible Token wie MANA, SAND, TLM, GODS oder SPS gelten in der EU grundsätzlich als Kryptowerte im Sinne der MiCA-Verordnung. Wer mit ihnen Kryptowerte-Dienstleistungen im Sinne von MiCA erbringt, etwa als Handelsplattform oder Verwahrer, braucht dafür grundsätzlich eine Zulassung, vorbehaltlich gesetzlicher Ausnahmen. Für NFTs gilt eine Ausnahme. Nach Art. 2 Abs. 3 MiCA gilt die Verordnung nicht für Kryptowerte, die einmalig und nicht mit anderen Kryptowerten fungibel sind. Werden NFTs allerdings in großen Serien ausgegeben, kann das laut Erwägungsgrund 11 ein Hinweis auf Fungibilität sein.
Im Juli 2023 legte die EU-Kommission zudem eine Strategie für Web 4.0 und virtuelle Welten vor. Sie soll offene, interoperable Standards fördern und europäische Unternehmen in diesem Markt stärken.