Metaverse und NFT's Schicksal von Sandbox und Decentraland: Comeback möglich?

Von den einstigen Gewinnern des 2021 Bull Runs zu Milliardenverlusten bei Big Tech – Deshalb sind Metaverse-Projekte aus der Mode gekommen.

Nicola Werner
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Beitragsbild: Shutterstock

| Menschen im Metaverse

Jeder Krypto-Zyklus bringt seine eigenen Themen und Trends hervor, die oft darüber entscheiden, welche Projekte mehr Aufmerksamkeit erhalten als andere. Im Bullrun von 2017 lag ein starker Fokus auf sogenannten Initial Coin Offerings (ICOs), einer Methode der Kapitalbeschaffung für neue Kryptowährungsprojekte, bei der Token noch vor ihrem Handelsstart an Investoren verkauft werden. Im jüngsten Bullrun stand das Metaverse im Mittelpunkt, mit Vorzeigeprojekten wie Sandbox und Decentraland. Heute sind diese Projekte ein wenig in Vergessenheit geraten, was ist passiert?

Hype um das Metaverse

Das Aufkommen von Trends ist eine Dynamik, die kaum jemand vollständig versteht. Unternehmen aus aller Welt investieren enorme Summen in Forschung und Trendanalysen, um frühzeitig zu erkennen, welche Themen für den Markt relevant werden. Ein passendes Beispiel hierfür ist Facebook: Das Unternehmen erkannte die Vision des Metaverse und investierte über 100 Milliarden US-Dollar in die Entwicklung einer eigenen Virtual-Reality-Plattform. Mark Zuckerberg war von dieser Idee so überzeugt, dass er das Unternehmen in Meta umbenannte.

Der Trend zum Metaverse wurde zusätzlich durch den NFT-Boom verstärkt. Dominante Marken und Unternehmen starteten NFT-Kampagnen und erwarben virtuelles Land in Metaverse-Projekten wie Decentraland und Sandbox. Ein solcher institutioneller Zustrom in dieses Thema und die Mainstream-Akzeptanz von NFTs hatten enorme Auswirkungen auf den Krypto-Bereich. Interessanterweise existieren NFTs wie das erfolgreiche CryptoPunks Projekt bereits seit 2017, obwohl ihre Bekanntheit erst 2021 zunahm.

Die Preisentwicklung

Mit dem Hype um Meta und NFTs wurden Metaverse-Projekte zu den lukrativsten Investitionen des Jahres 2021. Decentraland startete im August 2020 bei einem Preis von nur fünf Cent und stieg innerhalb eines Jahres auf 5,90 US-Dollar, eine Wertsteigerung von über 100x. Ähnlich entwickelte sich auch der Preis des SAND Tokens von Sandbox, von etwa 0,60 Cent auf knapp 9 US-Dollar.

Das Ende des Bullruns brachte jedoch einige harte Erkenntnisse mit sich. Es zeigte sich, dass Menschen anscheinend doch noch nicht bereit waren, in einer virtuellen Welt zu leben und zu arbeiten. NFTs erlebten einen signifikanten Rückgang und verzeichneten bisher praktisch keine nennenswerte Preiserholung. Für Non-Fungible Token, für die zuvor Millionen bezahlt wurden, bestand plötzlich weder Interesse noch Nutzen.

Das Metaverse von Meta erlitt Milliardenverluste, was das Unternehmen zwang, seine Strategie zu überdenken. Der Trend des Metaverse kam zum Erliegen, und die Preise von Decentraland und Sandbox korrigierten um 95 bzw. 97 Prozent.

Ist ein Comeback möglich?

Das Jahr 2021 erwies sich definitiv als zu früh für das Metaverse, doch die Zukunft bleibt offen. Investoren und Unternehmen erhofften sich mehr Fortschritt in der Metaverse-Entwicklung und werden bei zukünftigen Investitionen vorsichtiger sein. Bei der Betrachtung aktueller Trends scheint klar zu sein, dass der Fokus inzwischen mehr auf AI-Token und der Tokenisierung realer Vermögenswerte liegt. Sollte das Thema Metaverse ein Comeback erleben, dürfte die Aufmerksamkeit auch wieder verstärkt auf Projekte wie Decentraland und Sandbox gerichtet werden, wenn auch teilweise in Verbindung mit neuen Projekten.

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