Die Ankündigung des US-Finanzministeriums, die Rückkäufe langlaufender US-Staatsanleihen deutlich auszuweiten, hat in Verbindung mit dem 40-Billionen-Dollar-Schuldenrekord und dem Krypto-Treffen im Weißen Haus eine unerwartete Bitcoin-Rallye entfacht. Im Moment des Schreiben notiert die Krypto-Leitwährung oberhalb der 77.000 US-Dollarmarke, was einen Kurszuwachs von beachtlichen 23 Prozent im Vergleich zur Vorwoche bedeutet. Aber ein langjähriger Bitcoin-Kritiker will sich davon nicht beeindrucken lassen. Welche Argumente Peter Schiff jetzt ins Feld führt.
“Die Ankündigung der Rückkaufe durch das Finanzministerium kam für die Märkte überraschend”, erklärt der 63-Jährige in einem neuen X-Post. Viele Anleger seien schon lange davon überzeugt gewesen, dass eine Rückkehr zur lockeren Geldpolitik der Auslöser für einen Kursanstieg bei Gold und Bitcoin werden dürfte. Doch damit haben sie Schiff zufolge leider nur zur Hälfte recht, denn: “Der Anstieg des Bitcoin-Kurses über 72.000 US-Dollar ist eine Täuschung, kein Durchbruch. Der dezidierte Edelmetallanhänger rechnet offenbar damit, dass die Kryptowährung bald wieder in Richtung ihres Jahrestiefs zurückfällt. Seine klare Empfehlung: “Verkauft Bitcoin, kauft Gold.
Die starken Preisanstiege bei Gold und Silber im letzten Quartal 2025 und im ersten Quartal 2026 waren Wasser auf die Mühlen von Peter Schiff, der Bitcoin bereits vor dreizehn Jahren in einer CNBC-Sendung mit der berüchtigten Tulpenmanie der 1630er Jahre verglich. Ganz uneigennützig sind seine Investmentratschläge allerdings nicht, denn mit SchiffGold vertreibt er selbst physische Edelmetalle. Im Januar machte der Goldbug alter Schule jedoch ein erstaunlichen Geständnis: “Die Leute kaufen Bitcoin – wegen mir“.
