Die Folgen für LINK 

Milliardenexodus bei LayerZero: Chainlink gewinnt 15 Milliarden US-Dollar

Nach dem Kelp-Hack verliert LayerZero weitere Schwergewichte an Chainlink CCIP. Inzwischen geht es um Cross-Chain-Assets im Wert von rund 15 Milliarden US-Dollar.

Johannes Dexl
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Ein Vergrößerungsglas hebt das Logo und die Website von Chainlink (LINK) auf einem Computerbildschirm hervor. Im Hintergrund sind Aktiencharts zu sehen, die die Aufmerksamkeit von Krypto-Wale auf sich ziehen, der die Markttrends beobachtet.

Beitragsbild: Shutterstock

| Chainlink gilt für den Krypto-Markt als essenzieller Player

Der Druck auf LayerZero wächst. Nachdem in den vergangenen Monaten bereits Kelp DAO, Kraken, Mantle und mehrere Bitcoin-Projekte ihre Cross-Chain-Infrastruktur zu Chainlink verlagert hatten, folgen nun zwei weitere prominente Namen: die Ethereum-Entwickler von Nethermind und der US-Bundesstaat Wyoming.

Damit entwickelt sich der Wettbewerb um die Infrastruktur hinter tokenisierten Assets zunehmend zu einer Sicherheitsfrage. Für Chainlink geht es dabei längst nicht mehr nur um Marktanteile: Die wachsende Nutzung des Cross-Chain Interoperability Protocol (CCIP) könnte auch für den LINK-Token an Bedeutung gewinnen.

Nethermind gibt LayerZero auf

Am 19. August erklärte Nethermind, seine Tätigkeit als Betreiber eines Decentralized Verifier Network (DVN) bei LayerZero zu beenden. Nach einer “umfassenden Prüfung” schließt sich das Ethereum-Infrastrukturunternehmen stattdessen Chainlink als Node-Betreiber und Technologiepartner an.

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DVNs sind unabhängige Einheiten im LayerZero-System, welche die Authentizität und Integrität von Nachrichten zwischen verschiedenen Blockchains überprüfen. LayerZero erlaubt Anwendungen dabei, unterschiedliche DVNs und Sicherheitskonfigurationen auszuwählen.

Künftig soll Nethermind unter anderem Infrastruktur für Chainlinks CCIP und dessen Data Feeds betreiben sowie Entwicklerwerkzeuge und Integrationsdienste bereitstellen. Der Wechsel ist besonders bemerkenswert, weil Nethermind nicht nur Nutzer einer Bridge war, sondern selbst zu den Infrastrukturbetreibern im LayerZero-Ökosystem gehörte.

Nur einen Tag zuvor hatte bereits die Wyoming Stable Token Commission bekannt gegeben, den staatlich ausgegebenen Frontier Stable Token (FRNT) vollständig von LayerZero auf Chainlink CCIP umzustellen. Die Behörde verwies ebenfalls auf eine ausführliche Sicherheitsprüfung.

Aus 7 werden 15 Milliarden US-Dollar

Noch Anfang Juli summierten sich die angekündigten Migrationen von LayerZero zu Chainlink auf rund 7,2 Milliarden US-Dollar. Damals hatte Mantle angekündigt, sein gemeinsam mit Bybit entwickeltes Super Portal vom LayerZero-OFT-Standard auf Chainlinks Cross-Chain Token Standard (CCT) umzustellen.

Anfang August folgte jedoch der bislang größte Wechsel: BitGo entschied sich, Wrapped Bitcoin (WBTC) mit einem damaligen Gegenwert von rund 7,4 Milliarden US-Dollar auf CCIP zu standardisieren. Auch zukünftig von BitGo ausgegebene Assets sollen standardmäßig Chainlink nutzen. Dadurch stieg der Gesamtwert der angekündigten Migrationen auf rund 15 Milliarden US-Dollar.

Zuvor hatten unter anderem Kelp DAO, Solv Protocol, Lombard, Kraken, Re, Virtuals Protocol und Yuzu Money LayerZero-Infrastruktur durch Chainlink ersetzt.

Auch für LINK ist die Entwicklung positiv. Je stärker CCIP von Stablecoins, Wrapped Assets und institutionellen Finanzprodukten genutzt wird, desto wichtiger wird Chainlink als Infrastruktur für den Cross-Chain-Markt.

Dabei verfügt das Netzwerk inzwischen auch über Mechanismen, mit denen zunehmende Nutzung wirtschaftlich auf LINK zurückwirken kann. Über die sogenannte Payment Abstraction können Gebühren für Chainlink-Dienste, die zunächst in anderen Assets bezahlt werden, automatisch in LINK umgewandelt werden. Ein Teil der Einnahmen fließt zudem in die Chainlink Reserve, die LINK akkumuliert.

Mehr über CCIP abgewickeltes Vermögen bedeutet allerdings nicht automatisch eine entsprechend hohe zusätzliche Nachfrage nach LINK. Entscheidend sind letztlich die tatsächliche Nutzung, die daraus resultierenden Gebühren und die weitere Einbindung des Tokens in Chainlinks Sicherheits- und Staking-Modell. In Anbetracht des bullischer werdenden Marktumfelds sowie des anhaltenden Trends der Tokenisierung könnte sich ein Einstieg in LINK derzeit jedoch lohnen.

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