Eine weitere spannende Woche im Krypto-Sektor neigt sich dem Ende zu. Die wichtigsten Ereignisse rund um Bitcoin, Ethereum, XRP und Co. kompakt im Überblick.
Strategy und Strive kaufen Bitcoin jetzt im Doppelpack
Die großen Bitcoin-Treasury-Firmen nutzen die Seitwärtsphase am Krypto-Markt offenbar für kräftige Nachkäufe. Strategy und Strive haben ihre Reserven zusammen um 2.773 BTC aufgestockt und dafür rund 232,5 Millionen US-Dollar investiert. Michael Saylors Strategy erhöht das Tempo gegenüber der Vorwoche sogar deutlich und hält inzwischen mehr als vier Prozent aller jemals verfügbaren Bitcoin. Bei einem Bitcoin-Kurs von rund 85.000 US-Dollar sind die BTC-Bestände von MSTR im Moment des Schreibens mehr als 72 Milliarden US-Dollar wert. Auch Strive baut seine Position nach der Übernahme von Semler Scientific weiter aus und könnte schon bald zu den Top 5 der Corporate Holder gehören.
Wie die beiden Unternehmen ihre milliardenschweren Bitcoin-Reserven finanzieren und warum sich zwischen ihnen ein zunehmend intensiver Wettbewerb entwickelt, lest ihr hier: “Bitcoin-Kaufwut: Strategy und Strive erwerben 2.773 BTC“.
Krypto-Börse Bitpanda erleidet 2025 Verluste
Bitpanda wächst weiter, bezahlt dafür aber einen hohen Preis. Die Wiener Krypto-Plattform steigert ihren bereinigten Umsatz 2025 auf 371 Millionen Euro, rutscht unter dem Strich jedoch mit rund 14 Millionen Euro ins Minus. Im Vorjahr stand noch ein Gewinn von fast 62 Millionen Euro in den Büchern. Vor allem die Expansion kostet Geld: Allein die Marketingausgaben steigen um 56 Prozent auf fast 107 Millionen Euro.
Weshalb Bitpanda trotz eines operativen Gewinns rote Zahlen schreibt und welche Investitionen das Ergebnis belasten, erklärt euch dieser Beitrag: “Bitpanda rutscht 2025 in die roten Zahlen“.
XRP-Treasury vor Nasdaq-Start: Milliarden-Deal nimmt letzte Hürde
Evernorth steht kurz davor, die größte börsennotierte XRP-Treasury an die Nasdaq zu bringen. Die Aktionäre von Armada Acquisition Corp. II stimmen der milliardenschweren Fusion mit deutlicher Mehrheit zu, bereits am 8. Oktober soll die Aktie unter dem Ticker XRPN starten. Zum Abschluss der Transaktion wird Evernorth voraussichtlich mehr als 473 Millionen XRP halten. Zusätzlich fließen dem Unternehmen rund 300 Millionen US-Dollar an frischem Kapital zu. Mittel- bis langfristig könnte der Ripple-Kurs davon profitieren.
Wie Evernorth seine XRP-Bestände künftig einsetzen will und welcher Teil des neuen Kapitals tatsächlich in weitere Käufe fließt, erfahrt ihr hier: “Milliardenschwerer XRP-Deal nimmt entscheidende Hürde“.
Vitalik Buterin plant den großen Ethereum-Umbau
Ethereum steht womöglich vor einem der größten Umbrüche seiner Geschichte. Vitalik Buterin will das Netzwerk bis zum Ende des Jahrzehnts zu einem “kryptografischen Weltcomputer” weiterentwickeln und dafür auch mit einer alten Tradition brechen. Nach den kommenden Upgrades Glamsterdam und Hegotá könnten klassische Hard Forks der Vergangenheit angehören. Stattdessen sollen kryptografische Beweise eine größere Rolle spielen und Ethereum langfristig effizienter und quantensicher machen.
Warum Buterin die klassische Blockchain-Architektur hinter sich lassen will und wie Ethereum künftig Transaktionen überprüfen könnte, erläutert dieser Artikel: “Ethereum vor radikalem Umbau: Das Ende der klassischen Hard Forks“.
BMF will Bitcoin-Haltefrist kippen: Für Anleger könnte sich ab 2027 alles ändern
Bitcoin- und Krypto-Anlegern in Deutschland droht eine der größten steuerlichen Änderungen seit Jahren. Ein neuer Referentenentwurf des Bundesfinanzministeriums sieht vor, die einjährige Haltefrist für ab 2027 gekaufte Bitcoin und Ether vollständig abzuschaffen. Gewinne wären damit unabhängig von der Haltedauer steuerpflichtig und würden grundsätzlich mit 25 Prozent Abgeltungsteuer zuzüglich Solidaritätszuschlag belastet. Für ältere Bestände soll dagegen Bestandsschutz gelten.
Noch weitreichender könnten die Änderungen ab 2028 werden. Dann sollen bestimmte Krypto-Dienstleister die Steuer sogar direkt einbehalten und an den Fiskus abführen. Steht dafür nicht genügend Euro-Guthaben bereit, könnte unter bestimmten Voraussetzungen sogar ein Teil der Kryptowerte verwertet werden. Das BMF erhofft sich von der Reform ab 2029 zusätzliche Steuereinnahmen von 350 Millionen Euro pro Jahr. In der Bitcoin-Community formiert sich bereits Widerstand.
Was der Entwurf konkret für Anleger bedeutet und welche Rolle Krypto-Börsen künftig übernehmen könnten, lest ihr hier: “BMF will Bitcoin-Haltefrist abschaffen: Diese Folgen drohen Anlegern“.
