Ein unbekannter Investor hat mit seiner Bitcoin Wallet aus dem Jahr 2013 nach mehr als zwölf Jahren erstmals wieder eine Transaktion ausgeführt. Der Besitzer verschob am Montag sämtliche 500 BTC in eine neue Adresse. Beim aktuellen Kurs entspricht das einem Wert von rund 31,3 Millionen US-Dollar. Als die Coins zuletzt bewegt wurden, waren sie lediglich rund 500.000 US-Dollar wert.
Aus der Transaktion selbst lässt sich nicht ableiten, weshalb die Bitcoin transferiert wurden. Der Zeitpunkt ist dennoch verdächtig, denn: Die Bewegung erfolgte wenige Tage nach dem Sicherheitsvorfall rund um den Hardware-Wallet-Hersteller Coldcard.
Seit dem 30. Juli nutzen Angreifer eine Schwachstelle aus, die auf März 2021 zurückgeht. Betroffen sind Wallets, die mit Coldcard erstellt wurden. Der bislang entstandene Schaden soll sich auf rund 130 Millionen US-Dollar in Bitcoin belaufen.
Onchain-Daten zeigen weitere Bewegungen alter Bitcoin-Bestände
Auch die Onchain-Daten von CryptoQuant zeigen ein ungewöhnliches Muster. Am 3. August wurden rund 935 BTC bewegt, die zuvor mindestens zehn Jahre unangetastet geblieben waren. Das ist der höchste Tageswert seit dem 20. März. Bereits am 31. Juli wechselten zudem etwa 6.388 BTC den Besitzer, die zuvor fünf bis sieben Jahre nicht transferiert worden waren.
Alte Bitcoin werden aus unterschiedlichen Gründen bewegt. Dazu zählen Nachlassregelungen, interne Umbuchungen oder die Migration von Beständen. Die zeitliche Häufung kurz nach dem Coldcard-Vorfall legt jedoch den Schluss nahe, dass einige Langzeitinvestoren ihre Wallets vorsorglich auf neue Adressen umgestellt haben.

