"Seit FTX-Kollaps nicht mehr so viele Bitcoin bewegt" 

Panik nach Wallet-Hack: Anleger bringen ihre Bitcoin in Sicherheit

Der laufende Hack von Coldcard-Wallets hält den Krypto-Space weiter in Atem. Die Verunsicherung unter Anlegern ist groß, wie On-Chain-Daten zeigen.

Moritz Draht
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Eine rot beleuchtete Bitcoin-Münze liegt auf einer Tastatur

Beitragsbild: Shutterstock

| Nach dem Coldcard-Hack bringen viele Nutzer ihre Bitcoin in Sicherheit

Der Hackerangriff auf Hardware-Wallets des Herstellers Coldcard weitet sich offenbar aus. Nach aktuellen Daten von Galaxy Research wurden inzwischen rund 1.367 Bitcoin im Wert von knapp 90 Millionen US-Dollar aus mehr als 4.500 Wallet-Adressen gestohlen. Der Vorfall beschäftigt die Krypto-Branche seit mehreren Tagen. Betroffenen Nutzern wird geraten, ihre Bitcoin vorsorglich auf neue Wallets zu übertragen.

Auslöser des Angriffs war nach bisherigen Erkenntnissen ein Fehler in der Firmware bestimmter Coldcard-Wallets. Dieser führte dazu, dass einige Geräte vorhersehbare Seed-Phrasen erzeugten. Angreifer konnten daraus die privaten Schlüssel ableiten und die Bitcoin der betroffenen Nutzer auf eigene Wallets übertragen. Nach Einschätzung der Sicherheitsforscher könnten weitere Coldcard-Wallets gefährdet sein.

Debatte über Bitcoin-Verwahrung nimmt Fahrt auf

Der Vorfall hat zu großer Verunsicherung geführt. Nach Daten von CryptoQuant wurden am Freitag rund 39.600 Bitcoin in Transaktionen mit weniger als einem Bitcoin transferiert – so viele wie seit dem Zusammenbruch der Krypto-Börse FTX im November 2022 nicht mehr. “Die Bitcoin-Kleinanleger haben seit dem FTX-Kollaps nicht mehr so viele Bitcoin an einem Tag bewegt”, schrieb CryptoQuant-Researchchef Julio Moreno auf X. “Es freut mich zu sehen, dass die Leute offenbar etwas unternehmen”.

Der Coldcard-Hack hat erneut eine Grundsatzdebatte über die Selbstverwahrung von Bitcoin ausgelöst. Bloomberg-ETF-Analyst Eric Balchunas schrieb auf X, der Vorfall liefere Anlegern Argumente für die Spot Bitcoin ETFs. Nick Neuman, Chef des Bitcoin-Sicherheitsunternehmens Casa, widersprach auf X und betonte, der Angriff zeige nicht das Scheitern der Selbstverwahrung, sondern die Folge eines Fehlers bei einem einzelnen Wallet-Hersteller.

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