6.576 Prozent: Block.one verzeichnet Rekordrendite und zahlt Investoren aus

Polina Khubbeeva

von Polina Khubbeeva

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Polina Khubbeeva

Polina Khubbeeva studiert Politikwissenschaft am Otto-Suhr-Institut der FU Berlin. Im Studium setzt sie sich besonders intensiv mit dem Verhältnis von Macht und Raum auseinander, weshalb Kryptowährungen für sie besonders im Hinblick auf globale Machtverschiebungen spannend sind.

Quelle: Shutterstock

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Das Krypto-Start-up Block.one erwirtschaftet in weniger als drei Jahren eine Rendite von stolzen 6.500 Prozent. Das Unternehmen mit Beteiligung der milliardenschweren Investoren Peter Thiel, Alan Howard und Louis Bacon zählt damit zu den Erfolgsgeschichten der Krypto-Branche. Wie konnte Block.one in Zeiten des Bärenmarkts so viel Gewinn machen?

Das Wirtschaftsmagazin Bloomberg berichtet am 22. Mai von den finanziellen Erfolgen des Krypto-Start-ups Block.one. Das Unternehmen zahlt frühen Anteilseignern eine Rendite von 6,6 Millionen US-Dollar aus. Bei 100.000 US-Dollar Anlagewert entspricht das einer Kapitalsteigerung von 6.567 Prozent.

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Block.one wird mit dem Rückkauf von zehn Prozent seines Aktienbestandes auf 2,3 Milliarden US-Dollar geschätzt. 2017 betrug der Unternehmenswert noch 40 Millionen US-Dollar.

Rekordrendite trotz Bärenmarkt

Block.one sammelte im Juni 2018 etwa vier Milliarden US-Dollar bei einem ICO (BTC-ECHO berichtete). Damit stellte das Start-up einen Rekord auf und rief prominente Investoren wie Peter Thiel und Bitmain auf den Plan. Das ICO folgte auf einen einjährigen Token Sale, der auf Plänen für ein dezentralisiertes Smartphone-Betriebssystem basierte.

Block.one weckte auch deshalb Begeisterung bei Anlegern, weil es mit blockchainbasierten Produkten Gewinne erwirtschaftete, während die Branche sich in der tiefen Krise des Krypto-Winters befand.

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Erfolgsrezept: Große Ambitionen, wenig Transparenz

Die Devise des Start-ups mit Sitz auf den Caymaninseln und Hongkong: klotzen statt kleckern! Block.one machte 174 Millionen US-Dollar Umsatz durch Wagniskapitalinvestitionen, während der CEO Brendan Blumer teilweise mit Milliardär Mike Novogratz zusammenarbeitete. Das Kapital aus dem Token Sale kam dem VC-Fonds EOS VC zugute, das der Entwicklung von Blockchain-Anwendungen für EOSIO gewidmet ist. EOS VC sammelte Investorengelder von insgesamt einer Milliarde US-Dollar.

Richard Burton, Mitbegründer von Balance.io, sagt über Block.one:

Sie haben es geschafft, ein sehr cleveres System zur größtmöglichen Kapitalanhäufung zu entwickeln.

Er merkt an, dass Block.one trotz seines Erfolges mehr Transparenz im Umgang mit Investorengeldern zeigen sollte. Tatsächlich erntete Block.one, das im Juni 2019 ein neues Social-Media-Produkt vorstellen will, indes nicht zum ersten Mal Kritik für seine undurchsichtigen Kapitalströme.

CEO Blumer äußerte sich im November 2018 in einem Bloomberg-Interview außerdem zu den Vorwürfen. So sagte er: „Zu viel Transparenz in allem, was wir alltäglich tun, kann Wettbewerbsvorteile während der Testphasen neuer Technologietypen mindern.“


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