Weiss Ratings: So schneiden die Kryptowährungen ab

Tobias Schmidt

von Tobias Schmidt

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Tobias Schmidt

Tobias Schmidt ist seit August 2017 als Redakteur im Team von BTC-ECHO tätig. Sein Fachgebiet im Krypto-Bereich sind die vielen verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.

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Heute veröffentlichte Weiss Ratings zum ersten Mal Bewertungen für verschiedene Kryptowährungen. Die Ratingagentur möchte damit eine Aussage zur Bonität von Bitcoin, Ether & Co. treffen und Investoren die Coin-Auswahl erleichtern. Dabei kam es durchaus zu überraschenden Ergebnissen.

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 30. Juni 2019 05:06 Uhr von Tanja Giese

Wie bestimmt man den inhärenten Wert von Kryptowährungen? Während auf der einen Seite jene stehen, die den Wert eines Coins wahlweise vom Kurswert, von der Marktkapitalisierung oder vom Daily-Trading-Volume (24h) abhängig machen, vernimmt man von der anderen Seite Stimmen, die Kryptowährungen – allen voran dem Bitcoin – pauschal jeglichen Eigenwert absprechen. Was von letzterer Argumentation zu halten ist, wurde bereits an anderer Stelle hinreichend erläutert.

Die amerikanische Ratingagentur Weiss Ratings geht nun einen anderen Weg. Sie möchte den Wert einer Kryptowährung in der Form einer Bewertung bestimmen, die auf einer eingehenden Analyse der relevanten Kennzahlen fußt. Dazu sollen unzählige Daten der Coins ausgewertet werden, neben Kursbewegungen und Trading-Mustern werden so auch Größen wie die Technologie und das Team hinter dem Projekt beachtet.

Weiss Ratings ist die erste Ratingagentur für Finanzen, die ein Rating für Kryptowährungen abgibt. Vergleichbar ist das Vorgehen mit der Feststellung der Bonität von Staaten und Unternehmen, die etwa von den international bekannten und berüchtigten Ratingagenturen Standard & Poor’s, Moody’s oder Fitch vorgenommen werden. Im Gegensatz zu den großen Marktführern ist Weiss eher weniger bekannt und aufgrund vergangener Vorfälle nicht ganz unumstritten. Doch zu welchem Ergebnis ist Weiss Ratings nun gekommen?

Ethereum gut (B), Bitcoin nur befriedigend (C+)


Der Bitcoin wird mit einem Rating von C+ bedacht – in der Schulsprache entspräche das einer Bewertung von „voll befriedigend“. Angeführt werden exzellentes Scoring in Fragen der Sicherheit und der Ausbreitung der Adaption. Als negativ fallen jedoch die lange Transaktionsdauer sowie die hohen Kosten ins Gewicht. Dazu wird bemängelt, dass es im Bitcoin-Netzwerk keinen unmittelbaren Mechanismus gäbe, den Software-Code upzugraden.

Ethereum kommt in der Bewertung besser weg und wird mit einem Rating von einem glatten B ausgezeichnet – dem Besten Ranking in Tableau. Gerade im Vergleich zum Bitcoin besticht die am zweitmeisten verbreitete Kryptowährung mit einer besseren Upgrade-Technologie sowie einer schnelleren Geschwindigkeit.

Eine relativ gute Balance aus soliden Werten in allen Kategorien wird Steem zugerechnet, das dafür mit einem B- ausgezeichnet wird. Mit einem glatten D als schlechtestem Rating hingegen werden die Projekte Novacoin und SaluS abgefertigt – schwach sowohl in Sachen technologischer Innovation als auch Adaption.

„Leider sind viele Kryptowährungen stark gehypet und anfällig für Crashs. Der Markt braucht dringend Klarheit, die nur von stabilen und unparteiischen Ratings geleistet werden können. Wir sind stolz, dass wir nun die Ersten sind, die Investoren diesen Dienst anbieten können, um sie sicher durch den Krypto-Handel zu geleiten. Unsere Ratings basieren auf harten Daten und objektiven Analysen. Aber es wird sicherlich Kontroversen auslösen, da einige Bewertungen die Menschen überraschen werden“,

kommentierte Weiss-Rating-Gründer Martin Weiss die Ergebnisse.

BTC-ECHO


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