Bitcoin als Lösegeld: WannaCry-Ransomware greift Systeme weltweit an

Danny de Boer

von Danny de Boer

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Danny de Boer

Als Informatiker schaut Danny de Boer kritisch auf die Blockchain-Entwicklung und Kryptographie. Zwischen Komplexität und Hype erklärt er allgemeinverständlich und anwendungsbezogen. Seit 2014 berichtet er für BTC-ECHO aus der Krypto-Szene.

Ransomware hacker concept

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Alle Kryptofreunde und “Hodler” von Bittcoin möchten früher oder später, dass alle von Bitcoin erfahren – doch am besten nicht so. Ein Wurm hat sich seit Freitag in verschiedene IT-Systeme weltweit gesetzt und sich stark verbreitet. Er verschlüsselt die Festplatten seiner Opfer und fordert Bitcoin als Lösegeld
WannaCry

WannaCry

Wie heise.de schrieb, befiel der sogenannte WannaCry (WanaDecrypt0r 2.0) Systeme auf der ganzen Welt. Hierzulande wurde die Ransomware beim alltäglichen Pendeln sichtbar: auf den Anzeigetafeln der Deutschen Bahn sah man das Werk dieser Schadsoftware. Zu sehen war eine Aufforderung Bitcoin als Lösegeld an eine bestimmte Adresse zu schicken. Die Menge an Bitcoin schien von Fall zu Fall unterschiedlich zu sein.

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Es sollen sogar die Systeme des britischen Gesundheitssystems betroffen gewesen sein. Der spanische Telekom-Gigant Teĺéfónica klagte ebenfalls über Ausfälle durch den Wurm.

Ausbreitung eingedämmt

Glücklicherweise fand ein 22-jähriger Schadsoftware-Experte eine Art “Notschalter”. Nach einer Überprüfung des Schadcodes fiel ihm auf, dass die Software regelmäßig eine Abfrage an eine bestimmte Internetadresse schickt. Die Adresse existierte noch nicht.

Nach der Registrierung verzeichnete der auf Twitter bekannte “@MalwareTechBlog” mehrere Hundert, und später bis zu Tausend Zugriffe auf die bestimmte Internetadresse. Die Registrierung stoppte den Code. Wahrscheinlich programmierte der Entwickler diese Möglichkeit als “Notbremse” ein.

Doch der Schaden ist damit trotzdem angerichtet. WannaCry scheint vor allem auf älteren und ungepatchten Betriebssystemen sein Unwesen zu treiben. Das Bundesamt ruft sogar zu Updates auf.

Wie der Tagesspiegel berichtet, wird jetzt das BKA Ermittlungen zu dem Vorfall aufnehmen. Insgesamt sollen 99 Länder von den Angriffen betroffen sein.

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