Von wegen Höhle der Löwen – Krypto-Werbe-Scam in sozialen Medien

Tobias Schmidt

von Tobias Schmidt

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Tobias Schmidt

Tobias Schmidt ist seit August 2017 als Redakteur im Team von BTC-ECHO tätig. Sein Fachgebiet im Krypto-Bereich sind die vielen verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.

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Quelle: MG RTL D / Bernd-Michael Maurer

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Seit geraumer Zeit kursieren gefälschte Anzeigen und Artikel, die die TV-Sendung „Die Höhle der Löwen“ mit der Plattform „Bitcoin Trader“ in Verbindung bringen.  Mit einem angeblichen Investment der Star-Investoren möchten die Betrüger Krypto-Fans in die Falle locken. Darum gilt es jetzt, umso stärker Ausschau nach den Merkmalen von Werbeanzeigen zu halten.


Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 26. Mai 2019 05:05 Uhr von Christopher Klee

„Dike Höhle der Löwen“ ist eine deutsche Castingshow, die im Privatfernsehen läuft. Im Gegensatz zu bekannten anderen Formaten wie „Deutschland sucht den Superstar“ oder „Germanys Next Topmodel“ geht es hier nicht um Gesangstalent oder gutes Aussehen, sondern um innovative Ideen. So präsentieren die Kandidaten der Jury ihre Geschäftsmodelle. Diese entscheidet daraufhin, welche Vorschläge sie finanziell unterstützen und zum Durchbruch verhelfen möchten.

Betrugsmasche mit den Gesichtern bekannter Investoren

Innovative Geschäftsmodelle, Investitionen und Gewinne? All diese Schlagworte lassen sich auch im Tagesgeschäft von Krypto-Tradern finden. Dies dachte sich wohl auch eine Gruppe von Betrügern, die sich die Bekanntheit der TV-Serie zunutze machen wollte. So schalteten sie Online-Werbeanzeigen, die im Stil von Zeitungsartikeln designed waren. Nur bei genauer Betrachtung sind die Anzeigen von realen Zeitungsartikeln zu unterscheiden.

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Mehrere verschiedene Anzeigen trugen Titel, die in irgendeiner Weise mit der Sendung „Die Höhle der Löwen“ in Verbindung standen. Wählte man diese Anzeigen aus, wurde man auch eine Website geleitet, die im Stil eines Nachrichtenportals über das deutsche Start-up Bitcoin Trader berichtet. Dieses warb mit einem Mechanismus, mit dessen Hilfe man in wenigen Minuten bei einem Einsatz von 250 Euro einen Gewinn von mehreren Tausend Euro einfahren kann. Laut dem Bericht haben die beiden Studenten, die das Start-up gemeinsam gegründet hatten, ein Investment von 2,5 Millionen für 20 Prozent von den Juroren Carsten Maschmeyer und Ralf Dümmel erhalten.

Am Ende steht eine offene Zahlungsaufforderung

Tatsächlich handelt es sich bei der Seite um eine Fälschung. Weder haben die Juroren der Sendung in ein Krypto-Start-up investiert, noch gibt es ein deutsches Unternehmen namens Bitcoin Trader. Auch das Geschäftsmodell – abgesehen davon, dass keinen Mechanismus gibt, der einen so hohen Gewinn generiert – ist frei erfunden.

Der offensichtliche Scam gipfelt darin, dass das gefälschte Newsportal dem Leser empfiehlt, die Anwendung Bitcoin Trader selbst zu testen. Dazu bräuchte es nicht viel. Der Nutzer müsse lediglich ein kostenloses Konto einrichten, ein Minimum von 250 Euro überweisen und auf die Auszahlung des Gewinns warten. Unter der Seite findet sich zudem eine Reihe von gefälschten Rezensionen, die allesamt den Erfolg der Plattform bestätigen.

Betrüger einfach entlarven

Bei dem hier beschriebenen Scam handelt es sich um einen Betrugsfall, den man bereits recht früh entlarven kann. So sind Werbeanzeigen, die auf Newsportalen oder sonstigen Websites geschaltet werden, stets mit dem Zusatz „Anzeige“ oder „Ads“ am rechten oberen Rand gekennzeichnet. Auch wenn die Anzeige also komplett in der Form eines Newsartikels gehalten ist – daran erkennt man den Unterschied.

Klickt man trotzdem auf die Verlinkung zur Website, lohnt es sich, kurz die URL anzusehen und zu prüfen, ob diese mit dem betroffenen Magazin übereinstimmt. Als letzte Instanz sollte der gesunde Menschenverstand greifen. Sobald im Kryptobereich eine feste Rendite innerhalb weniger Tage versprochen wird, sollte von einem „Investment“ Abstand genommen werden.

BTC-ECHO

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