Volkswagen, Volkswagen und Minespider arbeiten an einer Blockchain-Lösung

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Volkswagen und Minespider arbeiten an einer Blockchain-Lösung

Volkswagen arbeitet gemeinsam mit Minespider an einer Blockchain-Lösung. Das Pilot-Projekt soll darauf ausgerichtet sein, die Versorgungskette über die Blockchain-Technologie transparent zu machen. 

Die Technologie, die unter Bitcoin liegt, ist – zumindest unter Insidern – dafür bekannt, dass sie alles andere als anonym ist. Vielmehr sind Bitcoin-Transaktionen pseudonym; auf der öffentlich einsehbaren Bitcoin-Blockchain kann man gut nachverfolgen, zu welchem Zeitpunkt Transaktionen zwischen Besitzern geschickt worden sind. Mit anderen Worten: Die Blockchain-Technologie ist transparent. Da sie darüber hinaus unveränderbar ist (der Bitcoin-Transaktionsverlauf ist für immer in die Blöcke der Blockchain festgeschrieben), eignet sie sich für viele Anwendungsbereiche außerhalb des Finanzwesens.

Volkswagen und Minespider wollen Lieferketten transparenter machen

Das will sich die Volkswagen Group nun zu Nutze machen. Denn der deutsche Automobilhersteller mit Hauptsitz in Wolfsburg arbeitet derzeit an einer Blockchain-Lösung, mit der er die Transparenz der eigenen Supply Chain erhöhen will. Kurzum: Man soll die Lieferkette besser nachverfolgen können. Gemeinsam mit dem Blockchain-Start-up Minespider arbeiten sie also daran, die Lieferkette transparenter zu machen. Wie das Blockchain-Unternehmen in einer Pressmitteilung gegenüber BTC-ECHO mitteilt, will Volkswagen über die Blockchain-Lösung sicherstellen, dass alle Rohstoffe sozial und umweltverträglich bezogen werden.

Bitcoin-Technologie sorgt für mehr Transparenz

Die Technologie, die hinter Bitcoin und anderen Kryptowährungen steckt, soll es möglich machen, ebendiesen Prozess effektiver und transparenter zu gestalten. So ermöglicht es die Blockchain-Technologie den Teilnehmern, die Lieferkette vom Ursprungsort bis zur Fabrik zu verfolgen. Marco Philippi, Leiter der Strategie für die Beschaffung des Volkswagen Konzerns, sagte dazu treffenderweise:

Nachhaltigkeit in der Lieferkette ist eine unserer obersten Prioritäten. Wir sehen die Blockchain-Technologie als Teil der Lösung, um die Einhaltung von Umwelt- und Sozialstandards entlang der gesamten Lieferkette sicherzustellen.

Minespider bietet technologische Infrastruktur

Der Partner, der dabei helfen soll, ist ein Open-Source- und öffentliches Blockchain-Protokoll, das den Interessengruppen die Möglichkeit bieten will, die Herkunft ihrer Rohstoffe zu verfolgen und eine vollständige CoC [Certificate of Conformity, zu deutsch etwa: Konformitätsbescheinigung] vom zertifizierten Ursprung bis zum Endhersteller zu präsentieren. Minespiders Gründer, Nathan Williams, erklärt:

Letztendlich wünschen wir uns eine branchenweite Transformation, ein öffentliches Protokoll, dem sich jeder verantwortliche Lieferant anschließen kann.


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Das Protokoll von Minespider verwendet dazu eine Verschlüsselung, um sicherzustellen, dass die Daten eines Unternehmens auf einer öffentlichen Blockchain auch privat bleiben. Hersteller von Mineralien erstellen dabei Zertifikate, die einen öffentlichen Schlüssel bekommen. Beim späteren Verkauf von Mineralienlieferungen kommen dann die Verantwortungsdaten hinzu, wodurch letztlich eine mehrschichtige Verschlüsselung entsteht; man kann sich hier an die russischen Matroschkas erinnert fühlen. Dadurch wird sichergestellt, dass nur der Eigentümer auf die Daten der Lieferkette zugreifen kann, obwohl sie sich in einem überprüfbaren, unveränderlichen öffentlichen Datenspeicher befinden, was die Transparenz der Lieferkette ermöglicht, ohne die Datensicherheit zu beeinträchtigen.

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