Das BTC-Versuchslabor Venezuela: Start-up bekämpft Hyperinflation mit Bitcoin-gedecktem US-Dollar

David Scheider

von David Scheider

Am · Lesezeit: 2 Minuten

David Scheider

Kryptowährungen sind Davids Leidenschaft. Deshalb studiert er jetzt Digital Currency an der Universität Nicosia – und schreibt nebenher für BTC-ECHO. Von Bitcoin hält David einiges, vom allgemeine Hype um die Blockchain-Technologie eher weniger.

Venezolanische Geldscheine Bolivar

Quelle: Shutterstock

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Eine der Großen Krypto-Erzählungen ist die der finanziellen Inklusion von Entwicklungsländern. Jetzt will ein kolumbianisches Start-up Venezolaner mit Bitcoin-gedeckten US-Dollar versorgen.

Die grassierende Hyperinflation macht Venezuela aktuell zum spannendsten Versuchslabor für Bitcoin-bezogene Anwendungen. Schließlich positioniert sich die Kryptowährung Nr. 1 mit seiner begrenzten Geldmenge als Antipol zur Bolivar-Druckerpresse des Maduro-Regimes.

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In diese Kerbe schlägt auch der neueste Vorstoß des kolumbianischen FinTechs Valiu. Die Entwickler des Start-ups geben den Launch eines Bitcoin-gestützten synthetischen Dollar-Bankkontos an. Was zunächst kryptisch klingt, beruht auf einer einfachen Idee. Demnach richtet sich der Dienst allen voran an venezolanische Migranten, die sich in Kolumbien aufhalten und Geld nach Hause schicken möchten. Doch anstatt venezolanische Bolivar oder kolumbische Pesos über die Grenze zu schicken, setzt man bei Valiu auf Bitcoin und US-Dollar.

Dafür brauchen Nutzer nichts weiter als eine App sowie Zugang zu einem Bankkonto oder einer Tauschstelle. Sodann können sie ihren Kontostand auf der Valiu App mit Liquidität versehen – und diese dann in wenigen Sekunden zu anderen Nutzern schicken. Dem Start-up zufolge sind die Kontostände auf der App in US-Dollar denominiert und in Bitcoin besichert. Der Vorteil: Im Gegensatz zum Bolivar verliert der US-Dollar gewöhnlich nicht innerhalb eines einzigen Tages an Wert.

Finanzielle Inklusion dank Bitcoin

Für Venezolaner könnte dieser Service tatsächlich einen großen Nutzen bringen. Denn laut Valiu lässt sich das so gespeicherte beziehungsweise versendete Vermögen sowohl sparen als auch bei vielen Partnern im Land gegen Bolivar eintauschen. So haben Venezolaner die Möglichkeit, nur so viel US-Dollar einzutauschen, wie sie für den täglichen Gebrauch benötigen. Der Rest kann gespart werden.

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Ferner gilt der US-Dollar dieser Tage als Schwarzmarkt-Währung Nr. 1. Anders als oft behauptet, ist Bitcoin hingegen lediglich Nischenwährung – die Handhabe ist für viele schlicht zu kompliziert.

Wir haben jetzt über sechs Millionen Migranten verteilt über ganz Lateinamerika. Aber die meisten dieser Menschen haben kein Bankkonto und die einzige Möglichkeit, Geld nach Venezuela zu schicken, ist aufgrund von Kapitalkontrollen über einen Schwarzmarkt.

Das Motiv der finanziellen Inklusion scheint auch bei Valiu der treibende Faktor zu sein. Kryptowährungen wie Bitcoin haben den Vorteil, Kapitalkontrollen umgehen zu können. Da BTC eine sogenannte „permissionless currency“ (etwa: zustimmungsfreie Währung) ist, kann die Nutzung nur sehr schwer unterbunden werden. Diese Idee machen sich immer mehr Start-ups wie Valiu zu eigen und tüfteln fleißig an der Lösungsideen.


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