Unentdeckte Bitcoin in No Man’s Sky: Suche nach dem digitalen Gold

Leandro Knecht

von Leandro Knecht

Am · Lesezeit: 4 Minuten

Leandro Knecht

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Quelle: nomanssky.com

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Anfang August 2016 erschien No Man’s Sky des Indie-Entwicklerstudios Hello Games. Es sollte das erste Spiel seiner Art sein, doch schnell hagelte es Kritik. Um dem Spiel zwei Jahre später einen zusätzlichen Reiz zu bieten, versteckten zwei Fans Bitcoin im Spiel. Diese wurden bis heute nicht gefunden. Wir schauen uns die Geschichte nun Ende 2019 einmal an.

Hello Games hat No Man’s Sky seinerzeit als völlig neues Spielerlebnis beworben. Das Action Adventure zeichnet unter anderem sein riesiges, prozedural generiertes – sprich: durch einen Algorithmus erschaffenes – Universum aus. Das ist durchaus wörtlich zu verstehen: No Man’s Sky spielt in seiner eigenen Galaxie. Diese besteht aus über 18 Trillionen individuellen Planeten, die der Spieler bereisen kann. Und auf zwei Planeten in dieser Galaxie haben zwei Krypto-Enthusiasten vor über einem Jahr Bitcoin versteckt. Der Krypto-Schatz wurde bis heute nicht entdeckt.

No Man’s Sky wurde kurz nach seiner Veröffentlichung zunächst von der Kritik der Spieler und der Fachpresse überzogen. Viele der ursprünglich versprochenen Features haben es nicht in das Spiel geschafft, auch technisch konnte es nicht überzeugen. Doch die Kritik wurde angenommen und die Entwickler reichten zahlreiche kostenlose Updates nach. Im August 2019 kam das neueste große Update names „Beyond“, welches laut der Bewertungsplattform Opencritic das Spiel deutlich aufgewertet hat.

Das Ausmaß von No Man’s Sky wird besonders deutlich, wenn man es in Zahlen ausdrückt

Enthusiast lässt Innovation auf Innovation treffen

Am 2. August 2018 schrieb Jon Creasy in einem Blog-Eintrag auf dem Technik-Blog Hackernoon, dass er zusammen mit seinem Bruder in No Man’s Sky Bitcoin versteckt habe. Die Krypto-Enthusiasten vertreten eine Meinung, die viele Spieler in No Man’s Sky teilen: Das Konzept des Spiels ist äußerst innovativ, doch gibt es nicht genug zu tun. Um dies zu ändern, initiierte das Brüderpaar eine Art digitale Schnitzeljagd. Dafür versteckten die Brüder zwei Hälften einer Bitcoin Seed Phrase in der Welt von No Man’s Sky. Angesichts der gigantischen Größe der Spielwelt gestaltet sich die Bitcoin-Schatzsuche dabei alles andere als trivial. Spieler haben immerhin ein paar Anhaltspunkte, wonach sie suchen müssen:

Gesucht sind zwei sogenannte Kommunikationsstationen, die jeweils einen Teil des Seeds bergen. Die Stationen befinden sich im Endanko-System und wurden auch auf zwei Bildern mit ihrer Umgebung zusammen gezeigt.

Die erste von zwei Stationen liegt auf einem grünen Planeten, nahe eines Gewässers

Die zweite Station scheint sich auf einem Eisplaneten zu befinden

Dass zwei Stationen gefunden werden müssen, ist aus der Not geboren. Findet ein Spieler eine Station, erhält er eine Mitteilung von einem Nachrichten-Bot. Diese Nachrichten sind auf 42 Zeichen limitiert. Da ein Bitcoin Seed jedoch aus 64 Zeichen besteht, war Jon Creasy gezwungen, ihn aufzuteilen.

Damit neue Jäger nicht nach einem gefundenen Schatz suchen, gab Jon auch die Adresse der besagten Bitcoin Wallet preis. Anfänglich wurden 0,004 BTC (aktueller Gegenwert: rund 30 US-Dollar) hinterlegt, welche aber dank einer Spende des Krypto-Spieleentwicklers SpacePirate Games um 54 XCP (aktuell etwa 87 US-Dollar) erhöht wurde. Da das zusätzliche Preisgeld auf der sogenannten XChain liegt, muss die Wallet-Adresse mit einem kompatiblen Blockchain Explorer verfolgt werden.

Die Suche nach den Bitcoins und Anwendungen geht weiter

Ein Blick auf die Adresse verrät, dass bis heute niemand den Schatz gefunden hat. Zumindest nicht bewusst. Durch die immense Größe des Spiels ist es fraglich, ob die Bitcoin überhaupt jemals gefunden werden. Ein Anreiz für die Krypto-Enthusiasten unter den Spielern ist es allemal. Zudem ging es den Urhebern der Aktion vor allem um eine Annäherung zwischen der Welt des Gamings und dem Universum von Bitcoin & Co.

Obwohl wir keineswegs wohlhabend sind und von einem kryptographischen Bitcoin-Künstler am weitesten entfernt sind, hoffen wir, dass unsere Bitcoin-Kopfgelder Spieler und Krypto-Enthusiasten gleichermaßen ermutigen wird, sich solidarisch zu treffen,

schreibt Creasy in seinem Hackernoon Post.

Die Welt des Blockchain- und Krypto-Gamings wird aktuell noch von tausenden Gambling-Plattformen, Kartenspielen und Sammel-dApps dominiert. Wirklich kreative und innovative Ideen muss man bislang noch mit der Lupe suchen. Dies ist vornehmlichem Fakt geschuldet ist, dass es sich bei Blockchain um eine verhältnismässig junge Technologie handelt. Viele Entwickler setzten dabei stellenweise auf fragwürdige Strategien. Doch anstatt ein Spiel um die Technologie zu basteln, sollte man sich lieber darüber Gedanken machen, wie Blockchain in „normalen“ Spielen eingesetzt werden kann.

Sei es dafür, die Geschichte eines Items zu tracken, eine bestehende Ökonomie aufzuwerten oder die Verknüpfung von digitalen Produkten mit ihren physischen Gegenstücken – die Blockchain-Technologie könnte Computerspielen eine neue Dimension verleihen. Allein auch unter dem tendenziell technikaffinen Gamern sind Bitcoin & Co. noch lange nicht weit verbreitet. Auch wenn die Bitcoin-Schnitzeljagd in No Man’s Sky nicht von den Entwicklern initiiert wurde, tragen solche Aktionen zumindest dazu bei, diesen Umstand langsam, aber sicher zu verbessern.


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