„Feindliche Arbeitsumgebung“ Tron: Ex-Angestellte verklagen Justin Sun

Dana Hajek

von Dana Hajek

Am · Lesezeit: 5 Minuten

Dana Hajek

Dana absolviert ihr Masterstudium in Journalismus, Medien und Globalisierung an der City University in London. Sie ist überzeugt, dass Blockchains ein gewaltiges Nutzungs- und Transformationspotenzial aufweisen und in nur wenigen Jahren die Welt auf den Kopf stellen werden.

Teilen

Quelle: Shutterstock

BTC11,863.68 $ 0.92%

Zwei Ex-Angestellte reichen ein 70-seitiges Gerichtsdokument beim kalifornischen Gericht ein. Die Vorwürfe? Belästigung, Sabotage, Drohung, Diskriminierung und willkürliche Kündigungen – um nur einige wenige zu nennen. Dies geht aus dem veröffentlichten Bericht hervor.

Er habe sie angeschrien und geschlagen. In den Gruppenchats habe er sie beleidigt und gezielt belästigt. Die Rede ist hier nicht von dem mobbenden Mitschüler einer Grundschulklasse, sondern von den Arbeitsbedingungen bei der Tron Foundation, die Herausgeber der Kryptowährung TRON. Das behaupten die ehemaligen Mitarbeiter Richard Hall und Lukas Juraszek in einer schweren Klage vor dem kalifornischen Gericht. Die Vorwürfe richten sich gegen den 29-jährigen CEO Justin Sun und den Leiter der Technik Cong Li. Besonders Sun gilt aufgrund seines unangemessenen Verhaltens in der Vergangenheit als umstrittene Figur der Krypto-Community.

Die Liste der Vorwürfe ist lang

Im Oktober reichten die ehemaligen Mitarbeiter ein 70-seitiges Gerichtsdokument beim US-Bundesstaat Kalifornien ein. Hall war sieben Monate Produktleiter und Juraszek fünf Monate Softwareentwickler bei der Tron Foundation und BitTorrent, Inc., ein Filesharing-Netz, das zeitweise ein Drittel des gesamten weltweiten Internet-Datenverkehrs produzierte.

Hall und Juraszek klagen gegen vieles. Darunter sind Belästigung, Sabotage, Drohung, Diskriminierung und willkürliche Kündigungen – um nur einige der Vorwürfe zu nennen. 


[Anzeige]

Clever und sicher investieren mit Krypto-Arbitrage

Bis zu 45% auf deine BTC, ETH, USDT, EUR

Mit dem Wallet und der Arbitrage-Handelsplattform von Arbismart verdienen Tausende von Anlegern ein höheres Einkommen, ohne zusätzliche Arbeit zu leisten. Die vollautomatische Krypto-Arbitrage-Plattform von ArbiSmart bietet risikoarme, renditestarke Investitionen. ArbiSmart ist in der EU lizenziert und reguliert und bietet passive Renditen von 10,8% - 45% pro Jahr.

>> Mehr erfahren

Laut dem Bericht sollen die Angestellten unter „feindlichen“ und „eskalierenden” Arbeitsbedingungen und „emotionaler Belastung” gelitten haben. Diese spitzten sich erheblich zu, nachdem die Tron Foundation 2018 beschloss, den großen Player BitTorrent in Höhe von 120 Millionen US-Dollar aufzukaufen.

Abgesehen von der Verletzung des Arbeitsrechts könnte infolge eines Urteils ein Schadensersatz in Höhe von 15 Millionen US-Dollar und eine genaue Untersuchung der Kryptowährungsgeschäfte TRONs erfolgen.

Szenen wie im schlechten Film

Das Dokument beschreibt Szenen wie aus einem misslungenen Kinostreifen. Eine davon ist wie folgt: Der Entwickler Juraszek habe Aufruhe im Konferenzraum mitbekommen. Daraufhin hörte er einen Schlag und das Klatschen einer Ohrfeige. Management-Leiter Cong Li verließ den Raum während Juraszek erspähte, dass der hinterbliebene Mitarbeiter ein „rotes Gesicht und glänzende Augen“ hatte.

Zudem beschimpfte CEO Sun den Produktleiter Hall angeblich regelmäßig mit abfälligen Kommentaren, damit dieser schneller arbeitete. Hall gab an, dass nicht nur Li Manager geschlagen habe, sondern auch Sun gegenüber Li handgreiflich wurde. Rechtliche Konsequenzen folgten daraufhin nicht.

Hall warnte vor BitTorrent

Die Klage hebt auch die ethischen Probleme der BitTorrent Software hervor. Die Technologie wäre als wertneutral verkauft worden, ist dabei rechtlich nicht ganz sauber. So bestätigte Hall das Risiko, dass Dritte über das Filesharing-Protokoll urheberrechtsverletzende Inhalte und Kinderpornografie einfach verbreiten können. Sun und Li ignorierten angeblich den Einwand des Produktleiters, BitTorrent von Anwälten auf rechtliche Verstöße überprüfen zu lassen.

BitTorrent sah sich seit des Launchs um die Jahrhundertwende mit wiederkehrenden urheberrechtlichen Vorwürfen von Gerichten aus Finnland, Schweden, Slovenien und den USA konfrontiert. Aufgrund der schnellen Verteilung großer Datenmengen eigne sich die Software besonders dafür, Bücher, Musik, Fernsehsendungen und Filme illegal herunterzuladen.

Tron Foundation bestreitet alle Vorwürfe

In einer Antwort bestritt die Tron Foundation alle Vorwürfe. Sun und Li stellen die sachliche Substanz der Anklage in Frage.

Über einen Pressesprecher erklären sich Sun und Li öffentlich so: „TRON kann sich nicht zu den Details der anhängenden Klage äußern, wir können Ihnen allerdings sagen, dass die Kund*innen und Mitarbeiter*innen der TRON Community für uns äußerst wichtig sind“.

Sabotage der Mitarbeiter-Accounts

Nachdem Lukas Juraszek der Personalabteilung den Vorfall mit der Ohrfeige meldete, teilte ihm ein Manager mit, dass Li vorhabe, ihn deswegen zu entlassen und seine Arbeitsbelastung absichtlich „unerreichbar“ zu halten. Daraufhin meldete sich ein unbekannter Benutzer unter der ID seines Arbeitscomputers an und löschte seine E-Mail-Verläufe.

Laut Richard Hall habe Li gedroht, ihn zu entlassen, wenn er seinen –  schriftlich beantragten – Urlaub nehme. Nachdem sich Hall trotzdem dafür entschied, wäre er nach seiner Rückkehr beruflich zurückgestuft worden unter Drohungen wie „Wenn du dich mit mir anlegst, lege ich mich mit dir an“ und „Dinge werden böse für dich enden”.

„9-9-6“ -Plan für chinesische Arbeitskräfte

Auf die Beschwerden bei der kalifornischen Arbeitsbehörde, entgegnete diese, dass die Angeklagten bei Stellenbewertungen nie schlecht abgeschnitten hätten. Daraufhin erklärten Hall und Juraszek, dass sie nach ihrer Entlassung von neuen Arbeitskräften aus China ersetzt wurden. Justin Sun und Cong Li sind chinesische Staatsbürger.

Laut den Klägern würden sich die neuen Rekruten aus China weniger an die US-amerikanischen Gesetze und Arbeitstradition anpassen und ließen Sun den chinesische „9-9-6“-Arbeitszeitplan durchsetzen. Dabei beginnt die Arbeitszeit um neun Uhr morgens und endet um 21.00 Uhr, sechs Tage die Woche.

Community wirft Sun Taktlosigkeit vor

Auch abseits der Klage sorgte CEO Sun jüngst für Gesprächsstoff. Nachdem der erfolgreiche und beliebte Basketballspieler Kobe Bryant und seine Tochter in einem Hubschrauberunfall tragisch verunglückten, verkündete Sun, die nächste Tron-Konferenz der NBA-Legende zu widmen. Bryant war bei der Veranstaltung 2019 in San Francisco als Gastredner aufgetreten.

Während die einen die Verkündung als eine Ehrung für das Leben und das Vermächtnis des Los Angeles Lakers-Spielers sehen, stößt es anderen Fans aus der Krypto-Community übel auf. Sie werfen Sun vor, den Tod des Spielers für eigene Marketingzwecke zu verwenden. So erklärte Sun seine Trauer in einem kurzen Post auf Twitter. Er würde sich „für immer an uns auf der Bühne erinnern wie wir über die Zukunft der Blockchain diskutieren” und  Bryant sei „ein Mitglied der TRON-Familie”.


[Anzeige]

Clever und sicher investieren mit Krypto-Arbitrage

Bis zu 45% auf deine BTC, ETH, USDT, EUR

Mit dem Wallet und der Arbitrage-Handelsplattform von Arbismart verdienen Tausende von Anlegern ein höheres Einkommen, ohne zusätzliche Arbeit zu leisten. Die vollautomatische Krypto-Arbitrage-Plattform von ArbiSmart bietet risikoarme, renditestarke Investitionen. ArbiSmart ist in der EU lizenziert und reguliert und bietet passive Renditen von 10,8% - 45% pro Jahr.

>> Mehr erfahren



Teilen

Die aktuellsten News kostenlos per E-Mail

Ich stimme zu, dass meine E-Mail-Adresse für den Versand des Newsletters gespeichert und verarbeitet wird. Weitere Hinweise
BTC-ACADEMY

Kryptowährungen einfach kaufen und verkaufen

Ein Bankkonto, Krypto-Wallets und Trading vereint

  • Einfach, sicher und zuverlässig
  • Kontoeröffnung in nur 5 Minuten
  • Nur 1% Handelsgebühr
  • Made in Germany

Deine Vorteile:

– Einfache Kontoeröffnung (auch mobil)

Sofort Bitcoin handeln

– Kreditkarten- und Paypalzahlung möglich

– Kostenloses Demokonto

CFDs bergen Risiken. 76,4% der Kleinanlegerkonten verlieren beim CFD-Handel mit diesem Anbieter Geld.