Konsens in TON Telegram stellt Catchain vor

Christopher Klee

von Christopher Klee

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Christopher Klee

Christopher Klee hat Literatur- und Medienwissenschaften sowie Informatik an der Universität Konstanz studiert. Seit 2017 beschäftigt sich Christopher mit den technischen und politischen Auswirkungen der Krypto-Ökonomie.

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Catchain (Abbildung nicht wirklich ähnlich)

Quelle: Shutterstock

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Obwohl sich Telegram noch mitten im Rechtsstreit mit der US-amerikanischen Börsenaufsicht SEC befindet, setzt der Messaging-Anbieter die Arbeit an seinem geplanten Telegram Open Network unbeirrt fort. Mit Catchain hat der Telegram-Mitgründer Nikolai Durov nun den Mechanismus vorgestellt, nach dem die Netzwerkknoten in TON Blöcke erstellen.

Anders als Krypto-Netzwerke wie Bitcoin oder (noch) Ethereum sind in TON bestimmte Netzwerkknoten (sogenannte Validator Nodes) für die Erstellung von Blöcken zuständig. Diese „Validatoren“ müssen einen Mindestbetrag der Kryptowährung GRAM als Sicherheit hinterlegen (Stake), um Blöcke erstellen und an die TON Blockchain anhängen zu dürfen.

Die Wahrscheinlichkeit, einen Block validieren zu dürfen, ist dabei von der Größe des Stakes abhängig. Das Ganze nennt sich Proof of Stake (PoS) und ist an sich kein Novum im Krypto-Space. So setzen unter anderem die Kryptowährungen NEO, Qtum, Dash oder Decred auf Proof of Stake. Auch für Ethereum, der nach Marktkapitalisierung zweitgrößten Kryptowährung, steht ein Wechsel von Proof of Work auf Proof of Stake bevor. Mit Catchain hat Telegram-Mitgründer Nikolai Durov nun einen zentralen Baustein für den Proof of Stake in TON vorgestellt.

Catchain setzt sich aus einer auch jenseits von POS einsetzbaren Low-Level-Komponente (Catchain Protocol ) und dem „TON Block Consensus Protocol“ zusammen. Catchain, soll eine Byzantische Fehlertolanz (BFT) aufweisen: Das bedeutet, dass Netzwerk kann sich einige unehrliche Validatoren erlauben:

Erstens ist es ein echtes […] BFT-Protokoll in dem Sinne, dass es letztlich einen Konsens über einen gültigen nächsten Block der Blockchain erreicht, selbst wenn einige Teilnehmer (Validierer) willkürlich böswilliges Verhalten zeigen, vorausgesetzt, dass diese böswilligen Teilnehmer weniger als ein Drittel der Gesamtzahl der Validierer ausmachen.


Dass der Anteil der unehrlichen Akteure im Netzwerk die kritische Masse von einem Drittel nicht überschreiten darf, ist ein Grundprinzip der Byzantinischen Fehlertoleranz.

Neue Blöcke in 5 Sekunden: Catchain bereits erfolgreich getestet

Catchain habe sich laut Durov bereits im Dezember 2018 in ersten Testläufen bewährt. Mit 300 verteilten Validatoren rund um den Globus konnten Blockzeiten von 6 Sekunden erreicht werden. Allerdings weist Durov darauf hin, dass in der endgültigen Version von TON lediglich die 100 Validatoren mit dem größten Stake Blöcke für die Haupt-Blockchain produzieren werden. Die Blockzeit werde dann lediglich 4 Sekunden betragen. Zum Vergleich: Bei Bitcoin beträgt die durchschnittliche Blockzeit 10 Minuten.

Einen offiziellen Starttermin für das Telegram-Netzwerk gibt es bislang noch nicht. Der ursprünglich für Oktober 2019 geplante Mainnet-Start wurde von der US-amerikanischen Börsenaufsichtsbehörde kurzfristig verhindert. Seitdem streiten sich Telegram und die Behörde um die Frage, ob der geplante Gram Token unter das Wertpapiergesetz fällt. Die japanische Bitcoin-Börse Liquid.com hat im Januar das Inital Exchange Offering abgesagt.


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