Tari – ein dezentralisiertes Asset-Protokoll auf Monero

Quelle: Decentralized finance banking social media data distribution concept. People with smartphones and blockchain graph idea via Shutterstock

Tari – ein dezentralisiertes Asset-Protokoll auf Monero

Auf Reddit verkündete einer der Monero Stewards, Ricardo Spagni aka. Fluffypony, ein neues Projekt: Tari. Was verbirgt sich hinter dem Namen und was soll ein dezentralisiertes Asset-Protokoll überhaupt sein?

Tari ist der Name für ein dezentralisiertes Asset-Protokoll auf der Monero-Blockchain. Am besten lässt sich das Vorhaben mit Blick auf den größeren Bruder Bitcoin, erklären. Auf Bitcoin gibt es ein ähnliches Protokoll, nämlich CounterParty. CounterParty ist ein Protokoll, das auf Bitcoin aufbaut und gewisse Attribute erbt. Mit CounterParty können viele Funktionen zu dem Ökosystem hinzugefügt werden, beispielsweise programmierbare Smart Contracts, Wetten, Tickets und Coupons, Derivate, Token Controlled Assets und vieles mehr. Tari wird also das „CounterParty von Monero“.

Wie man das Projekt großziehen möchte

Fluffypony beschreibt in seinem Reddit-Eintrag, dass Tari selbst mit den gleichen Prinzipien aufgebaut wird wie Monero. Besser gesagt, es wird keine ICOs geben und das Projekt soll so dezentral wie möglich sein (auch wenn die Anfangsphase voraussichtlich vergleichsweise zentralisiert abläuft). Fluffypony selbst will sich Tari widmen und übergab viele seiner Funktionen bereits an andere Mitwirkende aus dem Monero-Projekt. Die CEO-Position der Web Wallet MyMonero gab Spagni an Paul Shapiro, die CEO-Position in GloBee reichte Spagni an Felix Honigwachs weiter. Selbst seine Rolle als Lead Maintainer der Monero CLI repo möchte Ricardo langfristig niederlegen.

Die Gründer von Tari sind Ricardo Spagni, Naveen Jain und Dan Teree.

Die Programmiersprache für Tari soll Rust sein. Mit der Wahl möchte man vor allem verhindern, dass die dringend benötigten Monero-Programmierer nicht zu Tari abwandern. Auf der anderen Seite bietet sich Rust gut für Unterfangen wie Tari an.

Das Projekt ist – genau wie Monero – vollständig Open Source. Jeder, der möchte, kann also an der Entwicklung partizipieren. Die Finanzierung kommt von Venture-Capital-Unternehmen wie unter anderem Redpoint, Trinity Ventures Canaan Partners und Slow Ventures.

Funktionen in Tari

Tari soll einen eigenen Token bekommen und als Sidechain mit demselben Proof-of-Work-Algorithmus wie Monero gemined werden. Das heißt, Miner haben die Möglichkeit, für das Minen von Monero gleichzeitig den Tari Token zu erhalten. Zudem soll es möglich sein, mit Atomic Swaps Monero und Tari zu tauschen.

Was die weiteren Funktionen Taris anbelangt, ist noch vieles ungewiss. Denkbar sind prinzipiell die gleichen Funktionen, die auch CounterParty bringt. Vor allem Tickets, Treuepunkte und In-Game-Items ließen sich durch die Technologie mit Monero verbinden.

Gerade befindet sich das Tari-Projekt noch in der Entstehung. Das heißt, es gibt noch keine Codebasis, sondern der Fokus liegt auf der Architektur des Projekts.

Die Entwickler des Tari Lab – eine Organisation mit Sitz in Johannesburg – sollen auch an einer Lighting-Network-Router-Implementierung arbeiten, die Bitcoin und Monero unterstützt. Damit kann Monero auch von den Vorteilen einer Off-Chain-Lösung profitieren.

Wie man mitmachen kann und auf dem Laufenden bleibt

Der erste Anlaufpunkt für Tari ist die eigene Website. Für Diskussionen und Neuigkeiten aller Art ist ein eigener Subreddit eingerichtet. Wer mit anderen Mitwirkenden chatten möchte, kann das entweder auf Telegram oder in IRC-Kanälen tun (#tari; #tari-dev; #tari-research).

BTC-ECHO

JETZT NEU: DER BTC-NAVIGATOR

Das deutschsprachige Blockchain-Ökosystem an einem Platz vereint:

HANDELSPLÄTZEJOBSEVENTSUNTERNEHMENPRODUKTEAKZEPTANZSTELLENWEBSEITEN

Mehr zum Thema:

Ähnliche Artikel

Tezos: Eine Gefahr für Ethereum?
Tezos: Eine Gefahr für Ethereum?
Altcoins

Noch dominiert Etherum die Smart-Contract-Welt. Doch die Konkurrenz schläft nicht. Tezos versucht, einiges besser zu machen als die Kopfgeburt Vitalik Buterins. Die größte Bank Südamerikas hat Tezos als Plattform für Security Token Offerings gegenüber Ethereum bereits den Vorzug gegeben. Tezos – eine Gefahr für Ethereum?

Coinbase: Händler können Zahlungen mit USDC akzeptieren
Coinbase: Händler können Zahlungen mit USDC akzeptieren
Altcoins

Die US-Exchange Coinbase nutzt das Ethereum Update „Constantinople”, um für ihre Kunden Transaktionen in Kryptowährungen bereitzustellen. Tausende Händler auf der ganzen Welt können dank des USD Stable Coin (USDC) ohne die Gefahr von Volatilität Zahlungen entgegennehmen.

Newsletter

Die aktuellsten News kostenlos per E-Mail

Aktuell

Indischer Bundesstaat Maharashtra setzt auf großangelegte Blockchain-Initiative
Indischer Bundesstaat Maharashtra setzt auf großangelegte Blockchain-Initiative
Regierungen

Maharashtra, der zweitgrößte indische Bundesstaat, will mit einer großangelegten Initiative dem Einsatz von Blockchain-Technologien den Weg ebnen. Helfen soll dabei eine sogenannte „Regulatory Sandbox“, die innerhalb der kommenden Monate eingerichtet werden soll. Künftig will die Regierung Blockchain-Technologien unter anderem im Agrarsektor sowie in der öffentlichen Verwaltung einsetzen.

Rakuten: Japanischer E-Commerce-Gigant startet Bitcoin-Börse
Rakuten: Japanischer E-Commerce-Gigant startet Bitcoin-Börse
Unternehmen

Rakuten Wallet geht mit seiner Bitcoin-Börse online. Kunden können ab sofort Krypto-Assets handeln und verwalten. Hierfür bietet Rakuten Wallet den Nutzern verschiedene Sicherheitsstandards. Denn neben der Verwaltung des Kundenvermögens in einer Treuhandgesellschaft, werden aktuelle Cyber-Sicherheits-Verfahren eingesetzt.

Binance kündigt Stable-Coin-Projekt Venus an
Binance kündigt Stable-Coin-Projekt Venus an
Krypto

Binance will mit Venus ein neues Stable-Coin-Projekt ins Rollen bringen. Die Bitcoin-Börse spricht von einer „regionalen“ Version des Facebook Coins Libra. Mit Details geizt Binance bislang.

Altcoin-Marktanalyse – Litecoin-Kurs gibt trotz Halvings stark ab
Altcoin-Marktanalyse – Litecoin-Kurs gibt trotz Halvings stark ab
Kursanalyse

Alle Top-10-Coins haben in der vergangenen Woche abermals Kursverluste zu verzeichnen.

Angesagt

Wegen Libra: US-Delegation besucht Schweiz
Krypto

Eine sechsköpfige Delegation des US-Repräsentantenhauses reist in die Schweiz – offenbar auch, um über den „Facebook Coin“ Libra zu reden. Schließlich will sich Libra auch im schweizerischen Genf ansiedeln. Für Freitag, den 23. August, ist ein Treffen mit dem eidgenössischen Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragten Adrian Lobsiger angesetzt.

Berliner STO-Plattform Black Manta Capital erhält BaFin-Lizenz
STO

Das Blockchain-Unternehmen Black Manta erhält eine BaFin-Lizenz. Damit darf die STO-Plattform ab sofort aus Deutschland heraus europaweit operieren.

NEO und GAS: Eine Blockchain, zwei Assets
Krypto

NEO und GAS sind die zwei Kern-Assets im NEO-Ökosystems. Welche Rolle spielt GAS bei NEO – und worin unterscheidet sich NeoGas von Ethereum Gas?

Älteste Bank Koreas nutzt Blockchain
Tech

Die älteste Bank Südkoreas entwickelt eine Sicherheitsstrategie auf Basis der Blockchain-Technologie. Die Shinhan Bank ging dazu eine Kooperation mit zwei weiteren Unternehmen ein. Mit Ground X beteiligt sich auch die Tochterfirma des Messenger-Marktführers in Korea daran. Im Zentrum der Zusammenarbeit steht die Entwicklung eines Private Key Management Systems für Kunden.

Warte mal kurz ... !

Kennst du schon unseren Newsletter? Wir versorgen dich kostenlos mit den spannendsten News der Krypto- und Blockchainszene:

Neue Ausgabe: Das Kryptokompass Magazin inkl. Bitcoin-T-Shirt GRATIS!