Studie: 72 Prozent der Deutschen schließen Bitcoin-Zahlungen aus

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Studie: 72 Prozent der Deutschen schließen Bitcoin-Zahlungen aus

Laut einer Studie schließt ein Großteil der Deutschen Zahlungen mit Bitcoin, der größten Kryptowährung nach Marktkapitalisierung, aus. Die Herausgeber der Studie vermuten als Grund technischen Hürden.

Bitcoin muss sich seinen Weg in die Mitte der Gesellschaft noch erkämpfen. Zwar stieg die Bekanntheit der Kryptowährung rasant an; der Weg gen Mainstream-Adaption ist jedoch noch lang und mit technischen und regulatorischen Hürden gespickt.

Große Bedenken bei Bitcoin & Co.

So hat die CreditPlus Bank AG in einer Studie herausgefunden, dass es beim Thema Kryptowährung in der Bevölkerung noch immer große Vorbehalte gebe. Demnach schließen 72 Prozent der Deutschen digitale Währungen als Zahlungsmittel aus. Die Herausgeber der Studie vermuten als Grund technische Hürden. Diese könne man aber durch Bildung überwinden:

Um zukünftige Generationen besser auf die digitale Finanzwelt vorzubereiten, befürwortet wie schon 2018 eine überwiegende Mehrheit von 86 Prozent die Einführung eines Schulfaches, das Jugendlichen den Umgang mit Geld näher bringt,

heißt es in der Studie. Belgin Rucak, Vorstandsvorsizende der Creditplus Bank sieht hier Potential für Bitcoin & Co.:

Die Nutzung digitaler Zahlungsmethoden wird künftig zunehmen, da die junge Generation offen für solche Angebote ist. Digitale Zahlungsdienste sehe ich als große Chance, dem Kunden einen einfacheren, schnelleren und besseren Service zu bieten. Dazu gehört selbstverständlich eine gute Einweisung in alle Digitalangebote – und das gilt auch für Kryptowährungen […].

Die Studie selbst bezeichnet das Unternehmen als „bevölkerungsrepräsentativ“. In ihrem Auftrag befragte das Marktforschungsinstit 1.000 Personen ab 18 Jahren.

Bereitschaft zu kontaktlosen Zahlungen steigt


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Im Vergleich zum Vorjahr sei die Beliebtheit von kontaktlosem Bezahlen bei den Bundesbürgern darüber hinaus gestiegen. Demnach nutzten 48 Prozent der Deutschen die Möglichkeit, per Handy oder Bankkarte kontaktlos zu bezahlen oder planten es für die Zukunft. Zum Vergleich: Im Vorjahr waren es laut Umfrage noch 42 Prozent.

Das Bezahlen per Handy sei besonders bei den unter 40-Jährigen beliebt, hier nutze jeder Vierte das Handy. In der Gesamtbevölkerung sei es demgegenüber nur jeder Sechste, der diese Möglichkeit nutze.

Vier von zehn Bundesbürgern äußerten hier Sicherheitsbedenken. Knapp ein Drittel der Befragten bevorzugten traditionelle Zahlungsmethoden, um zu verhindern, dass zusätzliche Daten von Anbietern gesammelt werden. (Hier sei auf die Problematik mit Bitcoin QR Codes verwiesen). Ein Punkt der gerade in Bezug auf die Libra-Debatte rund um den Facebook Coin an Bedeutung gewinnt. Letztlich habe jeder fünfte Angst, durch das mobile Bezahlen die Übersicht über die eigenen Ausgaben zu verlieren.

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