Stable Coin mit IWF-Orientierung Nobelpreisträger macht Libra Konkurrenz

Phillip Horch

von Phillip Horch

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Phillip Horch

Phillip Horch ist Chef vom Dienst von BTC-ECHO und für die Strukturierung und Planung der redaktionellen Inhalte verantwortlich. Er ist Diplom-Journalist und hat einen Master-Abschluss in Literatur-Kunst-Medien.

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Quelle: Shutterstock

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Der geplante Facebook Coin Libra bekommt Konkurrenz. Das Saga-Projekt unter Nobelpreisträger Myron Scholes soll sich am Sonderzeihungsrecht des internationalen Währungsfonds orientieren.


Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 13. Dezember 2019 02:12 Uhr von Mark Preuss

Nachdem Libra von verschiedenen Seiten geröstet worden war, ist es relativ still geworden um den geplanten Facebook Coin. Vertreter des Unternehmens sollten das Projekt bei Anhörungen vor Regierungen verteidigen. Von Erfolg gekrönt war das Unterfangen jedoch nicht. Die Tatsache, dass mit Libra eine digitale Weltwährung unter der Führung eines privaten Unternehmens herausgegeben werden sollte, stieß bei Regierungsvertretern auf scharfe Kritik. Gerade die Freizügigkeit im Umgang mit Daten, für die der Zuckerberg-Konzern bekannt ist, stieß hier auf Gegenwehr. Mit „Saga“ bekommt der Facebook Coin Konkurrenz – mit prominenter Unterstützung.

Saga-Projekt mit Anbindung an Sonderziehungsrechte

Wie der Krypto-Blog CNBC am 10. Dezember berichtet, will das US-Unternehmen Saga den SGA Token auf den Markt bringen. Dieser soll ähnlich wie Libra an einen Korb von Staatswährungen gebunden sein, um damit einen stabilen Wert abbilden zu können.

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Im Unterschied zu Libra, so CNBC weiter, soll sich der Saga Coin jedoch nicht an einem eigens dafür gebildeten Währungskorb orientieren. Vielmehr soll Saga seinen Stable Coin an das Sonderziehungsrecht des internationalen Währungsfonds (IWF) binden. Dabei handelt es sich um eine 1969 eingeführte Währung, die international als Zahlungsmittel verwendet werden kann. Aktuell setzt sich der Währungskorb der Sonderziehungsrechte aus US-Dollar, japanischem Yen, Euro, britischem Pfund und dem chinesischen Renminbi zusammen.

Ein weiterer Unterschied ist laut CNBC der Umstand, dass Saga selbst nicht von der Herausgabe der Coins – etwa indem sie eine Wallet anbieten – profitieren wollen. Kaufen können soll man ihn dennoch über die Saga-Homepage, die Listung soll auf der Bitcoin-Börse Liquid erfolgen. Um den Stable Coin stabil zu halten, will Saga indes auf Smart Contracts setzen. Diese sollen automatisch dafür sorgen, dass genügend Vorrat an Coins vorhanden ist.

So soll Saga als globale Komplementärwährung für grenzüberschreitende Zahlungen dienen. Zum Team hinter Saga gehören unter anderem Nobelpreisträger Myron Scholes und Jacob Frenkel von JPMorgan. Wie das Unternehmen gegenüber CNBC ferner mitteilt, wolle es für Rechtskonformität sorgen, indem es die Antigeldwäscherichtlinien befolgt. Eine Zustimmung von Regulierungsbehörden gibt es bisher keine. Der Internationale Währungsfonds hat sich zum Thema gegenüber BTC-ECHO bisher nicht geäußert.

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