Selbsternannter Bitcoin-Erfinder vor Gericht: Craig Wright muss BTC-Adressen offenlegen

Anton Livshits

von Anton Livshits

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Anton Livshits

Anton Livshits absolviert ein Masterstudium der Kulturwissenschaften an der Universität Leipzig. Seine Beschäftigung mit Krypto-Themen ist das Resultat eines grundlegenden Interesses am Wechselspiel von technischer Innovation und gesellschaftlichem Wandel.

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Der Prozess zwischen Craig Wright und den Erben von Dave Kleiman schreitet voran. Wright muss öffentliche Bitcoin-Adressen und weitere Dokumente offenlegen. Seine Versuche, die Klage abzuweisen, schlugen fehl. Faketoshi greift auch weiterhin auf Fälschungen zurück.

Craig Wright nutzt gern die Instrumente der Justiz. Der als Abmahner bekannte Australier muss momentan jedoch selbst dem Rechtsstaat Antwort stehen. Ein US-amerikanisches Gericht forderte den selbsternannten Bitcoin-Erfinder dazu auf, diverse öffentliche BTC-Adressen offenzulegen. Die gerichtliche Verfügung vom 3. Mai ist Teil des Prozesses zwischen Wright und dem Nachlass von Dave Kleiman. Wright soll seinen früheren Geschäftspartner um 1,1 Millionen Bitcoin betrogen haben.

Gericht will Einsicht in Bitcoin-Transaktionen

Wright und Kleiman hatten bereits im Jahr 2009 mit dem Bitcoin-Mining angefangen. Dafür gründeten sie die W&K Info Defense Research LLC.  Kleiman erlag im Jahr 2013 jedoch einer Infektionskrankheit. Wright soll die BTC daraufhin aus Kleimans Nachlass entwendet haben. Dafür griff der Australier mutmaßlich auf gefälschte Verträge zurück. Eben deswegen soll er dem Gericht nun eine Liste der öffentlichen Bitcoin-Adressen liefern, die sich bis zum 31. Dezember 2013 in seinem Besitz befanden.

Das Gericht interessiert sich auch für einen Blind Trust. Wright soll Auskunft über alle Bitcoin geben, die im Jahr 2011 in den Trust eingezahlt wurden. Darüber hinaus fordert das Gericht Einsicht in weitere, den Trust betreffende, Dokumente. Wright soll so die Nutznießer und Treuhänder des Trusts offenlegen. Seine Versuche, diese Verfügungen abzuweisen, schlugen fehl.

Faketoshi treibt weiter sein Unwesen

Tatsächlich versuchte Wright wiederholt, die gesamte Klage abweisen zu lassen. Erst vor wenigen Wochen legte er dem Gericht eine E-Mail von Kleiman vor. Diese hätte Kleimans Anspruch auf das Vermögen der Mining-Firma entwerten sollen. Vor Gericht wurde sie jedoch als Fälschung enttarnt. Laut einem Experten für Cyber-Security stamme sie aus dem Jahr 2014 und nicht etwa aus 2012. Sie wurde also verfasst, als Kleiman bereits tot war.

Freilich wird Wright nicht das erste Mal der Fälschung bezichtigt. Auch die Behauptung, er wäre Satoshi Nakomoto, wurde immer wieder als Fake zurückgewiesen. WikiLeaks bezeichnete den Mann hinter Bitcoin SV gar als „ausgewiesenen Serienfälscher“.


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