Schweizer Krypto-Bank SEBA startet operatives Geschäft mit Bitcoin & Co.

Moritz Draht

von Moritz Draht

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Moritz Draht

Moritz Draht hat Deutsche Literatur und Philosophie an der Universität Konstanz studiert. Sein Krypto-Engagement widmet sich den Zusammenhängen zwischen soziokulturellen und technischen Entwicklungen.

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Schweizer Kunden können nun offiziell digitale Anlagen bei der Bank SEBA verwahren. Die Bank hat kürzlich die Lizenz der Finma erhalten und öffnet ihre Pforten nach einer einmonatigen Testphase für Schweizer Kunden. Der Fokus des Bankgeschäfts richtet sich auf die Verwahrung und den Handel digitaler Anlagen und den Umtausch von Krypto- in Fiatwährungen.

Die SEBA Bank AG ist nach Erteilung der Banklizenz durch die eidgenössische Finanzmarktaufsicht Finma voll geschäftsfähig und hat nun offiziell mit dem Onboarding von Kunden aus der Schweiz begonnen. Die Dienstleistungen mit den Schwerpunkten digitale Assets und Kryptowährungen richten sich an Banken, Vermögensverwalter, Pensionskassen, Unternehmen und professionelle Privatanleger.

SEBA will laut Pressemitteilung eine Brücke zwischen der traditionellen Bankenwelt und der neuen Krypto-Welt schlagen. Daher biete die Bank ein Leistungsspektrum, das die Bereiche Vermögensverwaltung, Handel, Verwahrung und Finanzierung abdeckt. Zudem sei die Tokenisierung von Anlageprodukten, Sachwerten und Rechten möglich. Somit decke die SEBA alle Bereiche digitaler Assets ab.

Guido Bühler, CEO der SEBA Bank, teilte mit:

Wir sind stolz darauf, innerhalb von 18 Monaten eine Bank gegründet zu haben, von Investoren Kapital in Höhe von CHF 100 Mio. eingeworben zu haben und eine Bank- und Effektenhändlerlizenz der Finma zu erhalten. Die Aufnahme der Geschäftstätigkeit als erste Bank, die sich auf digitale Assets konzentriert, ist ein weiterer Meilenstein. Wir sind auf dem besten Weg, eine neue Bankerfahrung zu schaffen und die Kunden-Bank-Beziehung neu zu definieren. Unsere Kunden sollen die Chancen der neuen Anlageklassen voll ausschöpfen können, ohne auf Sicherheit verzichten zu müssen.


Seit ihrer Gründung im April 2018 hat die SEBA Bank in die Entwicklung neuer Technologien investiert. Die Verwahrung digitaler Assets stelle einen Anreiz für die Kunden dar, die sowohl in traditionelle als auch in digitale Assets investieren und mit diesen handeln können. Die Bank fungiere daher als Schnittstelle zwischen „alter“ Bankenwelt und „neuer“ Krypto-Welt.

Umtausch von Kryptowährung und Fiatgeld

Fünf Kryptowährungen (Bitcoin, Ether, Stellar, Litecoin, Ether Classic) können Kunden bislang mit der SEBA-Wallet-App, der SEBA-Card und durch E-Banking verwalten und in traditionelle Fiatwährungen umtauschen. Die SEBA-Card kann an weltweit 42 Millionen Verkaufsstellen eingesetzt werden.

Dahingehend erklärte Bühler:

Die SEBA Card ist ein wichtiger Schritt zur Masseneinführung von Kryptowährungen.

Trotz Masseneinführung: Kleinkunden bleibt ein Konto bei der Bank vorenthalten. Vor allem Unternehmen, insbesondere solche im Blockchain-Bereich, und vermögende Privatanleger mit hohen Einlagevermögen werden von den Produkten der Bank angesprochen.

Zudem können bislang nur Schweizer Kunden ihr Geld bei der Bank verwahren. Die Ausweitung des Onboarding ausländischer Kunden ist jedoch für Dezember 2019 geplant.


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