Korruption bei a16z? 

Uniswap-Abstimmung wirft Fragen auf

Der Eingriff von a16z in eine Uniswap-Abstimmung droht eine klare Wahl zu sabotieren und wirft Fragen zur Dezentralität der DAO auf.

Johannes Macswayed
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Uniswap

Beitragsbild: Shutterstock

| Wurde die jüngste Abstimmung der Uniswap Community sabotiert?
  • Noch vor einigen Wochen hatte sich ein überwiegender Großteil der Uniswap-Community für eine Erweiterung der dezentralen Krypto-Börse (DEX) auf die BNB-Chain ausgesprochen. Nach Abschluss dieser Vorwahl ging es anschließend in die endgültige Abstimmung.
  • Das eigentlich eindeutige Vorwahlergebnis ist aber vom Krypto-Ableger des Venture-Kapitalgebers Andreessen Horowitz (a16z) auf den Kopf gestellt worden.
  • Denn a16z hat seine angeblich unerschöpfliche UNI-Token-Reserve genutzt, um gegen den Vorschlag zu stimmen. Stand jetzt wäre die Erweiterung damit vom Tisch.
  • Dieser sah vor, UNI Token mittels der Wormhole-Bridge zwischen den einzelnen Blockchains zu versenden. Zum Portfolio von a16z zählt aber ein beachtliches Investment in die Token-Brücke eines direkten Konkurrenten, nämlich LayerZero.
  • So mancher sieht darin einen Interessenskonflikt. Andere sprechen sogar von Korruption.
  • Die Ereignisse werfen abermals Fragen zur Gleichberechtigung im Bereich der Krypto-Governance auf. Denn in der Uniswap-Community wird mittels Token für oder gegen etwaige Anträge gestimmt.
  • Wähler müssen dafür aber UNI-Token kaufen, was bedeutet, dass große Unternehmen mit mehr Kapitalressourcen auch mehr Token zur Abstimmung sammeln könnten.
  • In der Folge sind sie eigenhändig in der Lage, Wahlen zu ihren Gunsten zu entscheiden. Ein abgekartetes Spiel, das schon häufiger die Dezentralität des Sektors infrage stellte.
  • Die Abstimmung läuft derweil noch bis zum 10. Februar weiter. Die Stimmen des konkurrierenden Venture-Kapitalgebers Jump Crypto könnten die Wahl zuvor erneut kippen. Der wiederum enthielt sich jedoch bislang.
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