Die Würfel sind gefallen 

Terra-Gründer Do Kwon wird an die USA ausgeliefert

Der Fall hatte zahlreiche Wendungen, aber nun steht es fest: Montenegro liefert den mutmaßlichen Krypto-Betrüger Do Kwon an die USA aus.

Tobias Zander
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Do Kwon

Beitragsbild: picture alliance

| Do Kwon auf dem Weg zu einer Gerichtsverhandlung in Montenegro
  • Montenegros Justizminister Bojan Božović hat die Auslieferung des Terra-Mitgründers Do Kwon an die Vereinigten Staaten genehmigt. Zuvor wies das montenegrinische Verfassungsgericht eines Berufungsantrag des mutmaßlichen Krypto-Betrügers ab.
  • Der Entscheidung ging ein äußerst langwieriger Rechtsstreit mit zahlreichen Wendungen voraus, wie BTC-ECHO berichtete. Mehrfach wurden vermeintlich finale Entscheidungen über die Auslieferung des einstigen Krypto-Shootingstars revidiert.
  • “Es wurde festgestellt, dass die meisten der gesetzlich vorgesehenen Kriterien für das Auslieferungsgesuch der zuständigen Behörden der Vereinigten Staaten von Amerika sprechen”, zitiert eine lokale Nachrichtenagentur das Justizministerium.
  • Seit März 2023 hatten sich sowohl Südkorea als auch die USA um eine Auslieferung von Do Kwon bemüht. Der Krypto-Unternehmer hat beide Staatsbürgerschaften und war mit gefälschten Papieren unterwegs, als ihn die montenegrinische Polizei verhaftete.
  • In dem Balkanland verursachte sein Fall einen politischen Skandal. Berichten zufolge könnte Do Kwon enge finanzielle Verbindungen zu einigen lokalen politischen Persönlichkeiten haben, darunter Premierminister Milojko Spajic.
  • Terraform Labs ist das Unternehmen hinter der Terra-Blockchain und für seinen Terra-Stablecoin sowie den dazugehörigen LUNA-Token bekannt. Beide Krypto-Projekte brachen im Mai 2022 aufgrund von Betrugsvorwürfen zusammen.
  • Im Zusammenhang mit der 40 Milliarden US-Dollar schweren Implosion des Terra-LUNA-Ökosystems soll Do Kwon nun in den USA verurteilt werden. Ihm könnte ein ähnliches Schicksal wie FTX-Betrüger Sam Bankman-Fried bevorstehen.
  • Das frühere Krypto-Wunderkind sitzt derzeit eine 25-jährige Haftstrafe ab. Zuletzt gab es allerdings Gerüchte, dass der amtierende US-Präsident Joe Biden ihn vor Ende seiner Amtszeit doch noch begnadigen könnte.
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