Neues Ermittlungsergebnis Ripple vs. SEC: Schwere Anschuldigung gegen Chefetage

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Christian Stede

von Christian Stede

Am · Lesezeit: 2 Minuten

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Ripple-Münze XRP vor einer Wand

Quelle: Shutterstock

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Im Streit zwischen Ripple und der SEC hat letztere ermittelt, dass Chris Larsen noch während des Verfahrens eine große Menge XRP bewegt hat. Die Behörde setzt dabei auf erzwungene Auskünfte von den Banken.

Für Ripple scheint es gerade ziemlich eng zu werden. Die US-Börsenaufsicht SEC hat ermittelt, dass Ripples Co-Gründer Chris Larsen trotz laufenden Ermittlungsverfahrens große Bestände von XRP bewegt hat. Dies geht aus einem Brief hervor, den Richterin Sarah Netburn vom leitenden Prozessanwalt der SEC, Jorge G. Tenreiro, erhalten hat. Tenreiro behauptet, dass die finanzielle Lage der Angeklagten von entscheidender Bedeutung für den Fall sei.


In ihrer Aufsehen erregenden Klage gegen Ripple behauptet die SEC, dass Garlinghouse und Larsen 159 Mio. USD beziehunsweise 450 Mio. USD an Erlösen aus ihren XRP-Verkäufen erzielt hätten. Da Ripple-Transaktionen unter Pseudonymen geschehen, vermutet die Behörde allerdings eine noch höhere Dunkelziffer. 

Banken der Ripple-Gründer sollen Auskunft erteilen

Erst vor wenigen Tagen hatte die Nachrichtenagentur Bloomberg über einen neuen Ermittlungsstrang der SEC berichtet. Die Behörde hat Vorladungen an einige der Banken der Führungskräfte Garlinghouse und Larsen zugestellt. Sie möchte herausfinden, wie wichtig die XRP-Verkäufe für das Einkommen der Ripple-Chefetage waren.

Larsen und Garlinghouse nannten die Vorladungen eine “völlig unangemessene Übertreibung”. Die SEC argumentiert hingegen, dass die Bankaufzeichnungen der einzelnen Beklagten die einzige verlässliche Möglichkeit seien, die XRP-Bewegungen zu de-anonymisieren. Sollte das Gericht der Beweisführung der SEC folgen, sähe das für den Ausgang des Rechtsstreits natürlich gar nicht gut aus. 

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Zum Wochenausklang frohlockte so mancher EOS-Holder beim Blick auf die Krypto-Charts. Der Token der Smart-Contract-Plattform EOS.IO hat sich binnen zwei Tagen beinahe im Kurs verdoppelt. Die Blitz-Rallye startete am 4. Mai bei 6,35 US-Dollar (USD) und katapultierte EOS bis zum 6. Mai auf 11,5 US-Dollar. Kurszuwächse, wie man sie zuletzt bei Dogecoin gesehen hat. Was steckt hinter der Kursexplosion von EOS?

Als Grund für den Ausbruch beim EOS-Kurs sehen manche den neuen Vorschlag zur Anpassung der Staking Rewards. Gemacht hat ihn die EOS.IO-Erschafferin Block.One. Das Unternehmen hat gemeinsam mit der Blockchain-Consulting-Firma Prism Group ein Whitepaper ausgearbeitet, das einige grundlegende Veränderungen für das Staking-Modell des Netzwerks vorsieht.

Höhere Inflation und Beteiligung der EOS-Holder

Die wichtigste Neuerung, die das neue Whitepaper vorschlägt, liegt in einer Anpassung der Inflationsrate für EOS. Bislang liegt diese bei einem Prozent pro Jahr, wobei ausschließlich die gewählten Block-Produzenten sowie Block-Produzenten, die auf “Stand-By” stehen, frisch “geprägte” Token erhalten. Die Prism Group schlägt eine Erhöhung der Inflationsrate auf 1,2 bis 3,6 Prozent vor. Damit soll auch für jene Netzwerkteilnehmer ein Anreiz geschaffen werden, die ihre Token nur an Block Produzenten delegieren. Konkret sollen Block-Produzenten mindestens 32 Prozent der ausgeschütteten Token erhalten, der Rest soll an die Staker gehen, die mit ihren Token für Block Producer gestimmt haben.

Nun könnte die Aussicht auf eine größere Beteiligung der Staker könnte einen Teil zum Kurssprung vom Ende der Woche beigetragen haben. Das Krypto-Medium Cointelegraph spekuliert beispielsweise darüber. Allerdings kursiert der Vorschlag, über den die Community ohnehin erst noch abstimmen muss, bereits seit dem 21. April durch die EOS-Sphäre. Dass die Kursexplosion zeitlich mit einem Re-Tweet von Block.One korreliert, in dem das Whitepaper vorgestellt wird, scheint daher eher dem Zufall zuzuschreiben zu sein. Angesichts der jüngsten Gewinnmitnahmen sieht es zu Redaktionsschluss mehr nach einem Strohfeuer denn nach einer nachhaltigen Rallye aus.

"Gekommen um zu bleiben"Citibank: Nächster Bankenriese stellt Krypto-Services in Aussicht

1 Tag

Die Wall Street erkennt scheinbar zusehends die Zeichen der Zeit: In einem Financial Times-Artikel offenbart die Citibank ihr Interesse, in naher Zukunft Krypto-Services anzubieten.

Einem Bericht der Financial Times zufolge möchte sich der Bankenriese Citibank in die Phalanx derjenigen einreihen, die Krypto-Handel, Verwahrung, und weitere Finanzierungsdienstleistungen anbieten. Auch die großen Platzhirsche Goldman Sachs, Morgan Stanley und die Bank of New York Mellon haben derartige Pläne bereits geäußert oder sogar umgesetzt. In dem Artikel sagte Itay Tuchman, globaler Leiter des Devisenhandels bei Citi, dass die Bank einen “sehr schnellen” Anstieg des Interesses an Bitcoin bei vielen großen Kunden seit letztem August gesehen habe.

Aus unserer Sicht gibt es verschiedene Optionen, und wir überlegen, wo wir unsere Kunden am besten bedienen können. Dies wird kein Proprietary-Trading sein

, sagte Tuchman. Den Eigenhandel, bei dem die Bank ihr eigenes Kapital in Krypto-Devisen investiert, schließt er demnach aus.

Citibank nennt noch keinen konkreten Zeitpunkt

Ein konkreter Zeitpunkt, zu dem die Citibank diesen Service anbietet, wird von Tuchman jedoch nicht genannt. Das Institut werde dann einsteigen, wenn es zuversichtlich ist, dass sie diejenigen Produkte anbieten kann, die den Kunden Nutzen bringen. Auch sei hierbei unterstützende Arbeit der Regulierungsbehörden vonnöten. 

Ich habe keine Angst, dass die Citibank den richtigen Zeitpunkt verpassen könnte. Krypto ist hier, um zu bleiben. Wir sind gerade erst am Anfang des Marktes

, so seine Einschätzung.

FinanzspritzeGoldman Sachs: 15 Millionen US-Dollar für Coin Metrics

2 Tagen

Coin Metrics erhält frisches Kapital. Zu den Geldgebern zählt unter anderem Bankenriese Goldman Sachs.

Der Krypto-Datendienst Coin Metrics hat eine deftige Kapitalspritze von insgesamt 15 Millionen US-Dollar erhalten. Hauptinvestor ist die US-Großbank Goldman Sachs. Das Unternehmen, das Krypto-Daten an Kunden auf der ganzen Welt liefert, will mit der gewonnenen Liquidität für Expansionspläne in Europa und Asien realisieren. Neben Goldman Sachs haben auch Kapitalgeber wie Castle Island Ventures, Highland Capital Partners und Fidelity Investments Geld dazugeschossen.

Coin Metrics liefert Institutionen aus der Hochfinanz aufbereitete Daten aus dem Krypto-Sektor zu. Zum Kundenstamm zählen namhafte Player wie Fidelity Investments, Osprey Funds und BlockFi.

Goldman Sachs dürfte indes spätestens jetzt zugelieferte Daten vonseiten Coin Metrics in seiner eigenen Infrastruktur verwenden. So sagt Mathew McDermott, Global Head of Digital Assets bei Goldman Sachs:

Daten sind entscheidend für die Mainstream-Akzeptanz von Krypto-Assets durch traditionelle Investoren und Finanzdienstleister. Unsere Kunden werden zudem in hohem Maße von Coin Metrics institutionellen Dateneinblicken und neuen Risikomanagement-Tools profitieren.

Ferner bietet Goldman Sachs ab sofort neue Bitcoin-Derivate an. Kunden der US-Großbank können ab sofort auf sogenannte non-deliverable forwards (NDFs) wetten. Dabei handelt es sich um spezielle futures contracts, die nicht physisch ausgeliefert, sondern in Cash ausgezahlt werden.

Zuletzt lugte Goldman Sachs immer Tiefer in den Bitcoin-Kaninchenbau. So berichtete BTC-ECHO erst kürzlich über eine von der Bank durchgeführten Studie, die Unternehmen mit Bitcoin-Bezug Überperformance attestierte.

Gemeinsam für E-MobilitätDieses Start-up will mit dem VDA die E-Mobilität voranbringen

2 Tagen

Die E-Mobilität steckt noch in den Kinderschuhen. Das möchte peaq Technology und der Verband der Automobilindustrie ändern.

Blockchain und die Autoindustrie sind längst keine Unbekannten mehr. Schon länger beschäftigen sich große Automobilunternehmen wie BMW oder Daimler mit der Implementierung der Technologie in ihre Systeme und kooperieren dazu mit verschiedenen Unternehmen der Krypto-Szene. Nun bekommt der Verband der Automobilindustrie (VDA) mit peaq Technology den ersten Interessenvertreter aus dem Krypto-Space. Das teilte das Berliner Start-up in einem Blogbeitrag mit. Gemeinsam arbeite man an dem Ziel, Mobilität noch sicherer, effizienter, komfortabler sowie umwelt- und klimafreundlicher zu machen. Gleichzeitig wolle man mittels der Distributed Ledger Technologie (DLT) die digitale Transformation der deutschen Autoindustrie in Angriff nehmen.

Über die Mitgliedschaft im VDA zeigt sich peaq-CEO Till Wendler erfreut:

Wir sind sehr stolz darauf, künftig als erstes Unternehmen für Blockchain-Software-Entwicklung beim Spitzenverband der deutschen Automobilhersteller an der Zukunft der Mobilität mitzuarbeiten.

Till Wendler, CEO von peaq.

peaq möchte Hürden der E-Mobilität überwinden

Seitdem die Bundesregierung die Verkehrswende ausgerufen hatte, offenbaren sich immer neue Hürden, die die E-Mobilität überwinden muss. Und auch, wenn die Ladeinfrastruktur wächst, ergibt sich daraus ein knallharter Wettbewerb, bei dem diverse Anbieter um die besten Ladestandorte ringen. Eines der Hauptprobleme ist wohl der Lade- und Bezahlprozess. Hier versucht peaq Abhilfe zu schaffen. Man sei überzeugt, dass sich die Herausforderungen über ein offenes und herstellerunabhängiges Ökosystem lösen lasse.

Um diese Vision zu verwirklichen, arbeitet peaq bereits seit zwei Jahren mit mehreren deutschen Automobilgruppen an einer dezentralen Plattform, die Lade- und Bezahlvorgänge von E-Autos um ein Vielfaches vereinfachen soll. Mittels der DLT bekommt jedes registrierte Auto oder Ladesäule eine eigene, souveräne Identität. Mit dieser kann sich das Elektroauto an der Ladesäule authentifizieren. Ist diese erfolgreich, beginnt der Ladeprozess. Während des Ladens wird die Energie, die fließt, genau kontrolliert – die Ladesäule rechnet anschließend exakt ab. Das Ziel ist also ein Peer-to-Peer-Bezahlsystem. Um das zu erreichen, müsse man weg von proprietären Lösungen, hin zu mehr Kooperation zwischen den Unternehmen, um gemeinsam seinen Beitrag für eine klimafreundliche Autoindustrie zu leisten.