- Fed-Chef Jerome Powell hat in Jackson Hole signalisiert, dass sich die “Balance der Risiken verschoben hat” und die Geldpolitik “gegebenenfalls angepasst” werden muss.
- Hintergrund sind wachsende Abwärtsrisiken am Arbeitsmarkt: sowohl Arbeitskräftenachfrage als auch -angebot lassen nach.
- Gleichzeitig adressierte Powell die Überprüfung des geldpolitischen Rahmenwerks: Nach fünf Jahren rückt die Fed vom 2020 eingeführten Ansatz einer flexiblen durchschnittlichen Inflationssteuerung (FAIT) ab und kehrt zu einer orthodoxeren Ausrichtung zurück.
- Damit will die Notenbank auf hartnäckige Preisdruckfaktoren – etwa Zölle – und die veränderte Konjunkturlage reagieren.
- Gefangen zwischen einem sich abschwächenden Arbeitsmarkt und steigendem Inflationsdruck gestand Powell, dass es “eine schwierige Situation” für die US-Notenbank sei.
- Für die Märkte heißt das: Eine Zinssenkung im September ist wahrscheinlicher geworden, auch wenn Powell sich nicht festlegte und Datenabhängigkeit betonte.
- In den Stunden vor Powells Rede lag die Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung im September laut CME FedWatch noch bei nur 69 Prozent. Nun liegen die Quoten bei über 90 Prozent.
- Bitcoin schoss infolge Powells Aussagen auf über 117.000 US-Dollar und damit um über 3 Prozent in die Höhe, Ethereum sogar um über 9 Prozent.
- Zu den größten Gewinnern des Krypto-Markts zählen Liquid-Staking-Provider Lido, der Memecoin SPX6900, die Base-DEX Aerodrome und Stablecoin-Protokoll Ethena mit je zweistelligen Kurszuwächsen.
- Der US-Tech-Index Nasdaq hat um knapp 2 Prozent zugelegt, der S&P500 um über 1,5 Prozent. Der US-Dollar-Index DXY ist um über 0,8 Prozent gefallen. Gold ist um mehr als 1 Prozent gestiegen.
- Ein neues Urteil des Finanzgerichts Niedersachsen hält derzeit NFT-Trader in Atem.
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