Dank Finanzspritze 

22 Milliarden US-Dollar: Kalshi verdoppelt seinen Unternehmenswert in 3 Monaten

Dank einer massiven Finanzspritze kann der Prognosemarkt Kalshi seinen Unternehmenswert verdoppeln. Derweil droht neuer Ärger in den USA.

Daniel Hoppmann
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Auf einer riesigen Werbetafel in New York macht Kalshi Werbung für seine Plattform.

Beitragsbild: picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Olga Fedorova

| Bei der Bürgermeisterwahl in New York City konnten Kalshi-Nutzer auf den Sieger wetten

Der Prognosemarkt Kalshi hat eine massive Finanzspritze in Höhe von rund einer Milliarde US-Dollar erhalten. Das geht aus übereinstimmenden Medienberichten hervor. Durch das Investment steigt die Bewertung des Unternehmens auf nun 22 Milliarden US-Dollar.

Bereits Ende November hatte Kalshi ebenfalls eine Milliarde US-Dollar eingesammelt, damals jedoch zu einer Bewertung von rund 11 Milliarden US-Dollar. Damit hat sich die Unternehmensbewertung innerhalb von drei Monaten verdoppelt.

Die aktuelle Finanzierungsrunde zeigt das rapide Wachstum der Firma. Im Juni vergangenen Jahres lag das Investitionsvolumen noch bei 185 Millionen US-Dollar, gefolgt von einer weiteren Finanzspritze im Oktober in Höhe von 300 Millionen US-Dollar, was die Bewertung zwischenzeitlich auf 5 Milliarden US-Dollar brachte.

Operativ hat sich seitdem einiges verändert. So integrierte der bekannte US-Nachrichtensender die Prognosen von Kalshi in die eigenen Formate. In den Zahlen scheinen sich diese Deals bereits bemerkbar zu machen. Wie Bloomberg berichtet, liegt der annualisierte Umsatz des Unternehmens derzeit bei etwa 1,5 Milliarden US-Dollar.

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Regulatorischer Ärger reißt nicht ab für Kalshi

Parallel zur Expansion sieht sich Kalshi weiterhin mit regulatorischen Auseinandersetzungen in den Vereinigten Staaten konfrontiert. Mehrere US-Bundesstaaten, darunter Nevada und Arizona, gehen rechtlich gegen das Unternehmen vor.

In Nevada wurde kürzlich ein Berufungsantrag der Plattform abgewiesen, der eine einstweilige Verfügung gegen die Geschäftstätigkeiten in dem Bundesstaat verhindern sollte. In Arizona erhob die Staatsanwaltschaft gleich 20 Klagen gegen den Prognosemarkt. Auch die CFTC prüft mittlerweile Regelverschärfungen.

In Deutschland sind Prognosemärkte grundsätzlich verboten. Wer unerlaubt auf den Plattformen Wetten platziert, riskiert im Zweifel sogar eine Gefängnisstrafe.

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