Intrinsischer Wert JPMorgan-Stratege sieht Bitcoin als aktuell fair bewertet an

Schlagzeile
Redaktion

von Redaktion

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Teilen
Schriftzug von JPMorgan auf Steintafel

Quelle: Shutterstock

Jetzt anhören
BTC36,081.00 $ 0.55%

Ein Stratege der US-Investmentbank JPMorgan kommt in einer Analyse zu der Auswertung, dass der intrinsische Wert von Bitcoin aktuell fair bewertet ist.

Der CEO von JPMorgan, Jamie Dimon, der bekanntlich zu den Bitcoin-Gegnern gehört, ist sicherlich nicht sonderlich begeistert davon sein, dass einer seiner Mitarbeiter eine Analyse erstellt hat, die den intrinsischen Wert von Bitcoin bestimmt. Ein Großteil aller Bitcoin-Kritiker streiten ab, dass Bitcoin überhaupt so etwas wie einen intrinsischen Wert haben kann. Neben Jamie Dimon ist hier allen voran Investment-Legende Warren Buffet zu nennen, für den Kryptowährungen nichts weiter als heiße Luft sind, die keinen intrinsischen Wert besitzen.


Der intrinsische Wert von Bitcoin

Der intrinsische Wert eines Vermögenswertes soll angeben, was ein Asset wirklich, ergo fundamental, Wert ist. Schließlich neigen die Kurse an den Börsen zu Über- oder zu Unterbewertungen. Hinter dem intrinsischen Wert steckt also der Versuch möglichst objektiv zu bestimmen wie viel beispielsweise ein Unternehmen in Euro oder US-Dollar wert ist. Während bei einem Unternehmen ein Substanzwert vorhanden ist und das Unternehmen Gewinne oder Verluste erwirtschaftet, die bilanzielle Rückschlüsse auf eben einen intrinsischen Wert zulassen, ist das Ganze bei Kryptowährungen etwas schwieriger.

Das Halving hat zu einem fairen Bitcoin-Kurs geführt

Der JPMorgan-Stratege Nikolaos Panigirtzoglou scheint jedenfalls nicht die Ansicht seines Vorgesetzten zu teilen und hat sich an der Bestimmung eines intrinsischen Wertes von Bitcoin versucht. In dieser Auswertung kommt er zu dem Ergebnis, dass aktuell der Bitcoin-Kurs besonders fair, also nah an seinem intrinsischen Wert, bewertet ist. Im Januar war laut Nikolaos Panigirtzoglou der Bitcoin-Marktpreis über seinem intrinsischen Wert. Ebenjene Lücke sieht der JPMorgan-Strategie aber als nun geschlossen an.

Die Bewertungsgrundlage richtet sich bei der Bestimmung des intrinsischen Wertes von Bitcoin nach Commodities (Rohstoffe), so zumindest der Ansatz von JPMorgan. Dabei schaut man vor allem auf die Produktionskosten von Bitcoin, also die Kosten, die bei dem Mining anfallen. Als Grund für die nun faire Bewertung sieht Nikolaos Panigirtzoglou das Bitcoin Halving vom 11. Mai. Durch die Halbierung der Mining-Erträge hat sich demnach auch der intrinsische Wert verdoppelt.

Warum Bitcoin genauso viel oder genauso wenig wie Gold einen intrinsischen oder inneren Wert besitzt, wird im Video erklärt:


Teilen
Newsletter
Die aktuellsten News kostenlos per E-Mail
Ich stimme zu, dass meine E-Mail-Adresse für den Versand des Newsletters gespeichert und verarbeitet wird. Weitere Hinweise
Weitere Schlagzeilen

Frankreich und SchweizZwei Zentralbanken starten CBDC-Testreihe

2 Tagen

Ein neuerlicher CBDC-Test versammelt Banken aus Frankreich und der Schweiz unter der Ägide der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich.


Beim Project Jura experimentieren die Zentralbanken Frankreichs und der Schweiz gemeinsam mit digitalen Zentralbankwährungen (CBDC). Die Finanzinstitutionen kooperieren dafür mit dem Innovation Hub der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIS) und einem Konsortium aus der Privatwirtschaft.

Am 10. Juni machte die Banque de France die Testreihe publik. Im Vordergrund steht der grenzüberschreitende Zahlungsverkehr zwischen Finanzeinrichtungen. Die Kooperationspartner erproben somit ein sogenanntes Wholesale-CBDC und keines für Privattransaktionen.

Weiterhin führt der Consulting-Riese Accenture das privatwirtschaftliche Konsortium an, das an dem CBDC-Experiment beteiligt ist. Mit dabei sind die Banken Credit Suisse, Nataxis und UBS sowie die Krypto-Firmen R3 und Six Digital Exchange.

Zwei CBDC-Abwicklungsmechanismen

Das Experiment selbst umfasst einerseits eine Euro-basierte CBDC und eine, die den Schweizer Franken abbildet. Darüber hinaus ist auch ein “französisches digitales Finanzinstrument” mit von der Partie. Denn erprobt werden gleich zwei grenzüberschreitende Abwicklungsmechanismen.

Im ersten Fall ist ein Lieferung-gegen-Zahlungs-Modell Gegenstand des Tests. Die Partner tauschen dabei den Euro-CBDC gegen das Finanzinstrument. Im zweiten Fall wird hingegen eine Zahlung durch eine andere ausgeglichen. Folglich wechseln hier die beiden CBDCs ihre Besitzer:innen. Banken aus beiden Staaten sind an den Transaktionen beteiligt. Benoît Cœuré vom Innovation Hub der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich beschrieb die Versuche folgendermaßen:

Die G20 hat die Verbesserung des grenzüberschreitenden Zahlungsverkehrs zu einer Priorität erklärt und eine mehrjährige Roadmap zur Koordinierung der Bemühungen aufgestellt. Das Experiment trägt zu dieser Arbeit bei, indem es untersucht, wie ein Wholesale-CBDC die Geschwindigkeit, Effizienz und Transparenz in grenzüberschreitenden Anwendungsfällen verbessern könnte.

Sowohl die Banque de France als auch die Schweizerische Nationalbank hatten bereits zuvor mit CBDCs experimentiert. Beide Institutionen betonen indes, dass die jüngste Testreihe keinen Indikator für die tatsächliche Entwicklung eines Wholesale-CBDC darstellt.

SchwergewichtState Street Corporation: Nächster Investmentriese mit Krypto-Abteilung

2 Tagen

Die zweitälteste US-Bank State Street hat eine neue Abteilung gegründet, die sich mit Kryptowährungen und digitalen Vermögenswerten befasst.

Mit dem billionenschweren Vermögensverwalter State Street Corporation gibt einen weiteren populären Vertreter aus der Investmentbranche, der eine eigene Kryptoabteilung aufbaut. Wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht, leitet Nadine Chakar den neuen Geschäftsbereich. Sie gilt mit ihren drei Jahrzehnten Berufserfahrung als absolute Veteranin auf dem Gebiet. Das Unternehmen hofft, seine proprietäre GlobalLink-Technologie zu einer Plattform auszubauen, die mehrere digitale Assets unterstützt. Auch Peer-to-Peer-Funktionalität möchte man den Kunden bieten.

State Street verfügt derzeit über ein verwaltetes Vermögen von 3,6 Billionen US-Dollar und ein verwahrtes Vermögen von 40,3 Billionen US-Dollar.  Demzufolge ist es nach BNY Mellon der zweitgrößte globale Verwalter, der Dienstleistungen für digitale Vermögenswerte anbietet.

State Street auch in VanEcks Bitcoin ETF involviert

Das Finanzinstitut war übrigens schon zuvor dem Kryptomarkt näher gekommen. Im April wurde die Bank zum Verwalter einer geplanten Bitcoin-basierten Exchange Traded Note (ETN) ernannt. Initiiert hat diesen ETN eine Einheit der Iconic Funds GmbH, einer auf Krypto-Investitionen spezialisierten Holdinggesellschaft. Zuvor wurde State Street zum Fondsadministrator und Transferagent des VanEck Bitcoin Trust ernannt. Dieser Bitcoin-ETF harrt derzeit noch wie viele andere einer Zulassung durch die US-Regulierungsbehörde SEC.

Gemeinsame InteressenDer Bitcoin Mining Council: Welche Rolle spielt Elon Musk?

2 Tagen

Der Bitcoin Mining Council tritt für ein “sauberes” Schürfen von Kryptowährungen ein. Nun herrscht Gewissheit über die Beteiligungen an dieser Interessengemeinschaft.

Seit der Gründung des Bitcoin Mining Councils unter der Federführung des MicroStrategy CEOs Michael Saylor wurde über die Rolle von Elon Musk bei dieser neuartigen Vereinigung spekuliert. Musk hatte für Aufruhr gesorgt, indem er erklärte, bei Tesla würden fortan keine Bitcoin mehr als Zahlungsmittel akzeptiert. Als Grund nannte er die gravierenden Folgen für das Klima durch Bitcoin Mining. Der Bitcoin Mining Council (BMC) möchte nun Umweltauflagen und Mining unter einen Hut bringen. Das Projekt beschreibt sich selbst als ein “freiwilliges und offenes Forum von Bitcoin-Minern, die sich dem Netzwerk und seinen Kernprinzipien verpflichtet fühlen”.

Michael Saylor ist einer der Gründungsmitglieder

Die Organisation besteht aus einer Gruppe von energiebewussten nordamerikanischen Bitcoin-Mining-Unternehmen. Elon Musk hatte zwar in einem Tweet Ende Mai vorgeschlagen, diese Interessengemeinschaft zu gründen. Er selbst wolle dort aber keine Rolle spielen. 

Elon Musk hat keine Rolle im BMC. Das Ausmaß seiner Beteiligung war die Teilnahme an einem Bildungsgespräch mit einer Gruppe nordamerikanischer Unternehmen, um Bitcoin-Mining zu diskutieren

, heißt es im FAQ-Bereich der offiziellen BMC-Seite. Neben MicroStrategy sind dort unter anderem noch die Investment-Management-Firma Galaxy Digital, das Blockchain-Mining-Unternehmen Argo, die Blockchain-Technologie-Firma Hive und das Bitcoin-Mining-Unternehmen Riot vertreten. Jedes Mining-Unternehmen ist eingeladen, dem BMC beizutreten. Als eine Bedingung wird Transparenz in Bezug auf den Energieverbrauch und das Teilen der Hashrate für Forschungs- und Bildungszwecke genannt.

ExpansionDapper Labs integriert Stablecoin FUSD in die Flow Blockchain

2 Tagen

Dapper Labs schickt einen eigenen Stablecoin für die Flow Blockchain ins Rennen. FUSD soll Zahlungsabwicklungen beschleunigen und neue Zielgruppen anbinden.

Die Cryptokitties-Macher Dapper Labs haben einen Stablecoin für die Flow Blockchain entwickelt. Seit gestern ist der eins zu eins durch US-Dollar gedeckte Flow USD (FUSD) für Entwickler verfügbar, heißt es in einem Blogeintrag. Der in Zusammenarbeit mit Prime Trust entwickelte Stablecoin soll das Onboarding an das Flow-Ökosystem vereinfachen und dadurch neue Zielgruppen erschließen.

Durch FUSD sollen laut Dapper Labs “Finanzinstitute und Wallet-Anbieter gleichermaßen in der Lage sein, dem breiten Flow-Ökosystem weltweit eine einfache Fiat-On-Ramp anzubieten”. Einige Wallets und dezentrale Börsen wie Blocto und Bloctoswap unterstützen FUSD demnach bereits im Testnet. Die Unterstützung im Mainnet stünde kurz bevor, heißt es von Dapper Labs.

Der Start von FUSD wird die plattformübergreifende Zusammenarbeit innerhalb des Flow-Ökosystems stärken, indem Transaktionen von Stablecoins frei über das gesamte Netzwerk fließen können.

Gleichzeitig soll FUSD das Ökosystem für neue Netzwerk-Teilnehmer:innen erschließen. Insbesondere sollen auch diejenigen, “die den nativen FLOW-Token nicht kaufen wollen oder können”, FUSD als Alternative nutzen können, “um an diesem stetig wachsenden Ökosystem teilzunehmen”.