On-Chain-Signale auf Rot 

Ist der Bitcoin-Bullenmarkt vorbei?

Der Bull Score Index von CryptoQuant fällt auf den tiefsten Stand seit über einem Jahr. Acht von zehn Metriken blinken rot – ein Alarmsignal für den Krypto-Markt?

Johannes Macswayed
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Bitcoin bleibt aus On-Chain-Sicht vorerst in den Händen der Bären

Beitragsbild: Shutterstock

| Bitcoin bleibt aus On-Chain-Sicht vorerst in den Händen der Bären
  • Einer Analyse der On-Chain-Datenplattform CryptoQuant zufolge könnte der Bitcoin-Bullenmarkt bereits seine Spitze erreicht haben. Darauf deutet jedenfalls der “Bull Score Index” des Analyseunternehmens hin – ein zusammengesetzter Indikator zur Bewertung der Marktlage von Bitcoin.
  • Glaubt man den Daten des Indikators, zeigt Bitcoin im Zuge der jüngsten Korrektur vom Allzeithoch Anzeichen tiefergehender Schwäche.
  • Der Index bewertet zehn entscheidende Kennzahlen, darunter Netzwerkaktivität, Rentabilität der Investoren, Marktliquidität und weitere Faktoren, und vergibt einen Wert zwischen 0 und 100. Höhere Werte deuten auf ein robustes, bullishes Umfeld hin, während niedrigere Werte bärische Bedingungen signalisieren.
  • Aktuell liegt der Bull Score Index bei 20. Es ist der niedrigste Stand seit Januar 2023, als Bitcoin bei rund 16.000 US-Dollar notierte. Dabei zeigen acht der zehn Kennzahlen Warnsignale. Die Netzwerkaktivität ist seit Dezember 2024 rückläufig, Transaktionsvolumen und Liquidität sind deutlich ausgetrocknet.
  • Dies schürt die Sorge, dass der jüngste Preisrückgang Teil eines übergeordneten bearishen Trends sein könnte und nicht lediglich eine kurzfristige Korrektur.
  • “Historisch gesehen konnte Bitcoin nur dann nachhaltige Kursrallys verzeichnen, wenn der Bull Score über 60 lag, während anhaltende Werte unter 40 mit Bärenmärkten übereinstimmten”, heißt es in der Analyse.
  • “Bleibt der Bull Score Index über einen längeren Zeitraum unter der Marke von 40, könnte dies auf eine Fortsetzung bärischer Marktbedingungen hindeuten – ähnlich wie in früheren Phasen von Bärenmärkten”, so die Analysten.
  • Besorgniserregend ist zudem die Menge an Coins, die sich noch immer in den Händen von Short-Term-Holdern befindet, wie eine weitere Analyse zeigt. Seit dem 1. Januar 2025 haben diese ihren Bestand um 201.743 BTC erhöht, womit die Kohorte nun insgesamt 5.750.076 BTC hält.
  • “Im Kern bedeutet das: Rund 200.000 BTC befinden sich aktuell in einem unrealisierten Verlust”, so der Analyst. Das entspricht beim heutigen Kurs “etwa 17 Milliarden US-Dollar” potenziellem Verkaufsdruck durch kurzfristige Anleger.
  • Ein anderer CryptoQuant-Analyst zeigt sich hingegen optimistischer. So zeigen einige seiner historisch verlässlichsten Indikatoren zwar, dass “Bitcoin kurz- bis mittelfristig erhebliche Turbulenzen durchlebt”.
  • “Allerdings deutet keiner dieser Indikatoren darauf hin, dass Bitcoin ein überhitztes Niveau oder einen Zyklusgipfel erreicht hat. Die aktuelle Lage erinnert an die Carry-Trade-Krise vom 5. August 2024, die Bitcoin ebenfalls aufgrund makroökonomischer Bedingungen unter Druck setzte”, so der Analyst.
  • Diese löste ähnliche Signale aus, verbesserte sich jedoch mit Entspannung der makroökonomischen Lage. “Eine ähnliche Situation erlebten wir bereits vor einem Jahr – sobald der makroökonomische Druck nachließ, konnte sich Bitcoin wieder erholen.”
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